Glaubensfrage oder Mitschuld an einem Selbstmord?


Zitat:
GLAUBENSFRAGE

Zeugin Jehovas verblutet bei Entbindung

In Bayern ist eine Frau wegen ihrer religiösen Überzeugung unmittelbar nach der Geburt ihres Kindes verblutet. Als Zeugin Jehovas habe die Patientin eine notwendige Bluttransfusion ausdrücklich abgelehnt, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die Ärzte mussten sich dem Willen der Frau fügen.




Quelle und weiterlesen auf:

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,366956,00.html


Selbstmörder darf man doch auch durch Fremdeinwirkung von ihrem Vorhaben abhalten, warum haben sich hier die Ärzte gefügt?


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* Mein Herz ruft ALLAH ALLAH,
mein Nefs schreit yallah yallah ....*

* Der Heuchler sucht nach Fehlern;
der Gläubige nach Entschuldigungen.*
Es verhält sich bei Selbstmord etwas anders:

Wenn ich z.B. in deiner Gegenwart Tabletten mit der Absicht der Selbsttötung einnehme, darfst du mich - rechtlich gesehen - nicht daran hindern. Verliere ich jedoch das Bewusstsein, bin nicht mehr handlungsfähig, bist du verpflichtet, Hilfsmaßnahmen einzuleiten oder Hilfe zu rufen. Ansonsten machst du dich der "unterlassenen Hilfeleistung" strafbar.

Abhalten kann man mich unter Fremdeinwirkung lt. Gesetz dann, wenn eine Fremdgefährdung besteht, wenn ich beispielsweise ankündige, dass ich auf die Autobahn in Selbstmordabsicht fahre. Damit bestünde die Gefahr, dass ich andere Menschen gefährde, im schlimmsten Falle sie mit umbringe.


Wie dieses Grundgesetz und das Recht der Würde bzw. Selbstbestimmung juristisch und rechtlich ausgelegt/praktiziert wird ist schon ewig ein Streitpunkt...


Was die Zeugen Jehovas betrifft, die grundsätzlich jegliche Blutübertragungen ablehnen aus Glaubensgründen, so wird sich das deutsche Recht (ich weiß nicht, wie es sich in anderen Ländern verhält) wohl auf die im Grundgesetz verankerte Religionsfreiheit berufen.

So tragisch es ist (und mir auch unverständlich und nicht nachvollziehbar) in dem von dir zitierten aktuellen Fall, wird es sich m.E. so verhalten, dass die Ärzte den Wunsch der Patientin respektieren und ihm nachkommen müssen/mussten, da sie eine Blutübertragung ausdrücklich abgelehnt hat.

Das kann man nicht mit Suizid vergleichen. Denn sie hat ja nicht vorsätzlich in Tötungsabsicht, sondern aus Glaubensgründen so gehandelt.

Ich habe aber auch schon von Fällen gehört, in welchen Zeugen Jehovas ihren Kindern Blutübertragungen verweigern wollten. Es wurde dann ein vorübergehendes Sorgerecht anderweitig übertragen und der Blutübertragung genehmigt. Weil: Kinder können noch nicht selbst über sich bestimmen. Wären also zum Sterben verurteilt, wenn ihre Eltern einer Blutübertragung nicht zustimmen.


Btw: Meine Mutter war, als mein Bruder und ich noch klein waren, kurze Zeit bei den Zeugen Jehovas. Sie musste sich einer komplizierten und riskanten Operation unterziehen und stimmte schriftlich einer Blutübertragung zu.

Sie hätte es nicht verantworten wollen, das Risiko einzugehen zu sterben, und ihre Kinder und meinen Vater allein und hilflos zurückzulassen.

Kurz vorm Operationstermin riefen sogar Zeugen Jehovas bei ihr an und rieten ihr "mit Nachdruck" ab, einer Blutübertragung zuzustimmen. Dass sie dieses bereits getan hatte, sagte sie ihnen gar nicht.

Vielleicht hatte sie einfach einen stärkeren Willen und/oder mehr Verantworungsgefühl für ihre Familie.



Die Ärzte haben sich im aktuellen Fall gefügt und müssen sich fügen, sofern ein (erwachsener) Mensch vom psychischen Zustand nach ihrem Ermessen in der Lage ist, diese Entscheidung für sich zu treffen.
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was mich nicht umbringt, macht mich stark
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Nicht um meinen Bruder zu besiegen,
suche ich Kraft, sondern meinen
größten Feind, mich selbst.
Ja - der SPIEGEL hat da m.E. ganz richtig geschrieben, dass sich der Arzt einer
vorsätzlichen Körperverletzung schuldig gemacht hätte, hätte er den Willen
der Frau nicht beachtet. Ein Bluttransfusion ist eine medizinische Behandlung,
und niemand darf gegen seinen Willen zu einer solchen gezwungen werden...
Im Prinzip richtig: Wer als erwachsene Person einer Transfusion nicht zustimmt, dem kann man sie nicht mit Zwang verabreichen. Dabei muss man nicht mal die Religionsfreiheit im Grundgesetz bemühen, sondern kann sich auch auf die Würde des Menschen, das Selbstbestimmungsrecht des Menschen und das grundgesetzliche Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit berufen.

Mit Wahl der Religionsfreiheit Minderjähriger muss diesen ebenso das uneingeschränkte Glaubensfreiheitsrecht und freie Entfaltungsrecht der eigenen Persönlichkeit zugestanden werden. Wer also mit 15/16 sich den Zeugen Jehovas zugehörig fühlt, muss in seiner Entscheidung bezüglich der Ablehnung von Transfusionen ebenso ernst genommen werden, wie als 18/10/oder 60-jähriger.

Das bei Kindern der Staat eingreift und vorübergehend per Gerichtsbeschluss das Bestimmungsrecht der Eltern entzieht, ist zwar im Falle der Zeugen Jehovas m.E. richtig, wirft aber einige verfassungsrechtliche Bedenken auf: Wenn das einmal ein Jugendamt bei Zeugen Jehovas macht - wann macht das Jugendamt einen ähnlich gelagerten Beschluss um anderen Kindern den Besuch einer freichristlichen Bibelschule oder einer muslimischen Qur`an-Schule zu verbieten....

Nach dem Jugendrecht steht das Wohl des Kindes nämlich an erster Stelle - und wenn der Jugendamtsleiter von Ober-Hinter-Tupfingen nun erzkonservativer Christ ist und den fünf muslimischen Kinderchen seiner Gemeinde den Qur`an-Schulenbesuch nicht gestatten wil.... tja, dann dauern die Prozesse noch bis die Kinder selbst Kinder haben....
Ich sehe das etwas anders. Vorübergehender Sorgerechtsentzug ist m.E. zum Wohl des Kindes.

So wird im übrigen auch verfahren, wenn Eltern ein krebskrankes Kind der Behandlung entziehen und feststeht aus schulmedizinischer Sicht, dass das Kind ohne diese Therapie verloren ist. Beispiel war u.a. vor ein paar Jahren Olivia Pilhar, die (glaube ich zumindest noch in Erinnerung zu haben) an einem Wilmstumor litt. Die Eltern ließen sie alternativ behandeln, das Krankheitsbild verschlechterte sich, das Kind litt unendlich, bis die Gerichte einschritten. Sie wurde übrigens operiert und wieder ganz gesund. Aktuell der Fall mit dem krebskranken Jungen (Tobias?), der auch alternativ "behandelt" wurde. Leider war dann alles zu spät und er starb. Die Kinder können in diesem Fall nicht für sich selbst entscheiden, und ich finde es richtig, dass dann eingeschritten wird. Weiß aber nicht mehr genau, ob der Fall Olivia in Deutschland oder Österreich war...


Zitat:
Nach dem Jugendrecht steht das Wohl des Kindes nämlich an erster Stelle - und wenn der Jugendamtsleiter von Ober-Hinter-Tupfingen nun erzkonservativer Christ ist und den fünf muslimischen Kinderchen seiner Gemeinde den Qur`an-Schulenbesuch nicht gestatten wil.... tja, dann dauern die Prozesse noch bis die Kinder selbst Kinder haben....


Was das betrifft: ich glaube kaum, dass das möglich wäre lt. Verfassung, Gesetz, wie auch immer, sonst hätte es sicher schon mal einer versucht.

Bei den anderen Kindern bestand Lebensgefahr und nicht der Qur'an-Schulbesuch im Vordergrund. Dann müsstest du auch bei dem Versuch der Klage/des Verbots Bedenken haben, wenn Eltern hier in Deutschland ihre Kinder beschneiden lassen wollen, was ebenfalls aus Glaubensgründen geschieht und eine m.E. grausame Angelegenheit ist...

Und die beiden Beispiele: die Motive der Eltern lagen nicht am Glauben.

Es gibt Vormundschaften/Betreuungen, die sich ausschließlich auf (im Notfall eben befristete) Gesundheitsfürsorge beziehen und ich finde das ehrlich gesagt richtig.
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suchende hat folgendes geschrieben:
Es verhält sich bei Selbstmord etwas anders:

Wenn ich z.B. in deiner Gegenwart Tabletten mit der Absicht der Selbsttötung einnehme, darfst du mich - rechtlich gesehen - nicht daran hindern. .


Guten Abend liebe Suchende ,

vielen dank für deine ausführliche Stellungenahme, zu der ich aber jetzt aus zeitlichen Gründen nur ganz knapp Stellung beziehen kann!

Ich glaube in so einem Moment wird mir das weltliche Recht gleichgültig sein, ich würde dich wohl, eher ganz sicher, daran hindern, zumindest versuchen!

Religiös betrachtet, müsste ich es sogar, damit ich dich vor einer grossen Sünde bewahren würde (--> Selbstmord ist bei uns eine Sünde)!

Auch finde ich es diskutabel, ob man einen Selbstmörder wirklich einen "gesunden Menschenverstand und ein volles Bewusstsein, sowie Verständnis für sein Vorhaben" zusprechen darf/ kann!
Denn das die Psyche nicht stabil ist, wird wohl kaum einer bestreiten können!


Ich könnte niemanden einfach so seinem Schicksal überlassen!

Diese Menschen brauchen oft viel Zuwendung und vielleicht jmd, der ihnen WIRKLICH zuhört, doch in der heutigen Zeit finden sich solche Menschen eher selten!


Ich schweife ab...

Zu deinem restlichen Beitrag möchte ich aber noch zu einem späteren zeitpunkt eingehen....

Dieses Thema ist wirklich nicht einfach....(finde ich)!

Liebe Grüsse und eine gute Nacht
Umay


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Hallo Umay ,

ich antworte dir gerade noch, weil ich sowieso nicht schlafen kann...

Zitat:
Ich glaube in so einem Moment wird mir das weltliche Recht gleichgültig sein, ich würde dich wohl, eher ganz sicher, daran hindern, zumindest versuchen!


Moralisch gesehen ist das auch korrekt und mittlerweile kann ich das auch verstehen. Ich habe selbst schon einen Suizidversuch unternommen. Daher weiß ich, wovon ich bei dem Thema rede... Denjenigen, der damals die Polizei verständigte - ich werde dir das gerne einmal bei Interesse ausführlicher erzählen - habe ich auch beschimpft. Als ich dann wieder einen Internetanschluss hatte, erfuhr ich seitens eines mir lieb gewonnenen Menschen, dass sich zwei junge Menschen, die ich zu der Zeit in einem Suizidforum näher kennenlernte und auch mochte, erschossen haben.

In diesem Moment erfuhr ich, wie es ist, "auf der anderen Seite" zu stehen. Zudem hat die Mutter eines der beiden eine Erinnerungshomepage erstellt, so dass ich nun auch die Fotos der beiden sehen konnte, ihre Geschichten nachlesen konnte.

Zitat:
Religiös betrachtet, müsste ich es sogar, damit ich dich vor einer grossen Sünde bewahren würde (--> Selbstmord ist bei uns eine Sünde)!


Damit hast du auch vollkommen Recht. Auch im Christentum ist Selbstmord Sünde. Ich gehöre zwar keiner Kirche an, habe aber einen starken Glauben und glaube auch, dass Selbstmord "eigentlich" Sünde ist. Und dass man dafür bestraft wird. Aber wenn du dich in einer solchen Situation und Lebenslage befindest, beginnst du abzuwägen, welche Strafe schlimmer ist: das Leben oder die Strafe dafür, es beendet zu haben. Ich weiß, dass "Außenstehende" an dieser Stelle vielleicht kein Verständnis haben werden. Was ich meinerseits auch irgendwie doch wieder nachvollziehen kann...

Zitat:
Auch finde ich es diskutabel, ob man einen Selbstmörder wirklich einen "gesunden Menschenverstand und ein volles Bewusstsein, sowie Verständnis für sein Vorhaben" zusprechen darf/ kann!
Denn das die Psyche nicht stabil ist, wird wohl kaum einer bestreiten können!


Natürlich ist es diskutabel. Ich bin mir aber sicher, dass die meisten Selbstmörder durchaus über einen gesunden Menschenverstand verfügen. Ich weiß, dass auch Selbstmorde ohne vorherige Planung geschehen. Ohne irgend einen ersichtlichen Grund. Und selbstverständlich gibt es auch Fälle, in denen Menschen tatsächlich in diesem Moment, einem Selbstmord aus dem Affekt heraus, an einer Bewusstseinsstörung o.ä. leiden.

Nun, ich spreche da leider aus Erfahrung. Ich habe schon sehr, sehr lange daran gedacht. Irgendwann durch alle möglichen Umstände wurde der Gedanke zum Wunsch, der Wunsch zu Todessehnsucht. Die Sehnsucht zum Plan. Der Plan zu etwas Unumstößlichem. Und ich war mir durchaus bewusst, was ich tun werde, wie und wann. Ich glaube nicht, dass es mir an gesundem Menschenverstand mangelte. Aber, wie du schreibst, darüber kann man diskutieren.

Zitat:
Ich könnte niemanden einfach so seinem Schicksal überlassen.



Diese Menschen brauchen oft viel Zuwendung und vielleicht jmd, der ihnen WIRKLICH zuhört, doch in der heutigen Zeit finden sich solche Menschen eher selten!


Wenn Menschen wie du, die u.a. wirklich zuhören und verstehen würden,

wären ca. 11.000 Selbstmorde jährlich allein in Deutschland
und ca. das Zehnfache an Suizidversuchen

meiner Meinung nach in einem nicht unerheblichen Maße verhinderbar...

Ich habe seinerzeit auf meiner "Abschiedshomepage" (die ich bewusst erst "an dem Tag" ins Netz stellte und ausschließlich im Suiforum verlinkte) empfohlen, dass Familien und Freunde, wenn sie sich nicht nur als solche bezeichnen, öfter VORHER fragen sollten, um die vielen Fragen NACHHER und nach dem WARUM sich selbst ersparen zu können...

Da Selbstmord auch heute noch tabuisiert wird, finden sehr viele Suizidanten in ihrem sogenannten Umfeld keine Ansprechpartner. Man wird abgetan, als "schwachsinnig" hingestellt, gedemütigt und erniedrigt. Dieses Verhalten verletzt dich jedoch irgendwann gar nicht mehr. Im Gegenteil. Es macht letztendlich den Abschied, welchen man dann nicht mehr als solchen empfindet, leichter, weil man automatisch das Gefühl bekommt, dass die Umgebung deinen "Abgang" als Erleichterung und Erlösung empfinden könnte, weil du ja aufgrund dessen, dass du dir das Recht herausnimmst, auch einmal nicht zu funktionieren, wie es verlangt wird, "unerträglich" geworden bist...


Zitat:
Ich schweife ab...

Zu deinem restlichen Beitrag möchte ich aber noch zu einem späteren zeitpunkt eingehen....

Dieses Thema ist wirklich nicht einfach....(finde ich)!

Liebe Grüsse und eine gute Nacht
Umay



Abschweifen ist nichts Schlimmes. Es zeigt doch nur, dass man sich intensiv Gedanken macht über ein Thema

Nimm dir die Zeit, die du brauchst.

Nein, dieses Thema ist ganz und gar nicht einfach.

Ich werd jetzt auch versuchen, etwas zur Ruhe zu kommen
und wünsche dir

eine gute Nacht und wunderschöne Träumchen

Liebe Grüße durchs nächtliche All sendend

"suchende"
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größten Feind, mich selbst.
Liebe Suchende,

das Beispiel des Jugendamtsleiters von Ober-Hinter-Tupfingen ist keineswegs unrealistisch...

In Baden-Würtemberg prozessiert eine Familie seit 5 Jahren gegen das Jugendamt. Man hatte der Familie Missbrauch vorgeworfen, sie erhielten aber einen klassischen Freispruch weil das ganze eine üble Nachrede und Verleumdung war. Trotzdem erhielten Sie ihre Kinder nicht zurück. Und auch Gerichtsurteile helfen nicht; die Behörde geht einfach in die nächster Instanz und die Familie klagt sich bis zum Ruin. Bundesdeutsche Behörden haben eine Macht, die sich nicht an Demokratie orientiert..
Hallo und Salam!

Ich will mal eine Frage stellen, mit dem suizid habe ich mich nie wirklich beschäftigt, obwohl ich in meiner unglücklichen zeit manchmal solche gedanken hatte. Die sind Alhamdulillah vorbei..

Aber wie denkt ihr?
Ein Mensch, der sich umbringt, gibt er auf? Flüchtet er vor dieser Herausforderung des Lebens?
Oder tut er einen mutigen Schritt?

Meine einschätzung ist eher das erste, da ich aber wenige kenne, die nahe daran waren, kann ich es nicht beurteilen. Liege ich mit meiner einschätzung total falsch? Oder kann man es nicht so verallgemeinern? Kann man über Selbstmord überhaupt so allgemein reden?

Gruss
_________________
Selbst eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.

-Laotse-
Hallo @ll,

interessante Thema. Meiner Meinung nach darf ein Erwachsene Mensch selber bestimmen wie er/sie z. B. im Krankenhaus behandelt werden will. Wer also z. B. keine Bluttransfusion bekommen will, dann ist das zu akzeptieren.
Andereseits finde ich, dass nicht Volljährige selber keine solche Entscheidungen treffen dürfen woran sie evtl. sterben könnten.

Ab 18 ist man Erwachsen und ab dann kann jeder ohne Vormundschaft frei entscheiden es sei denn man ist geistig unzurechnungsfähig. Aber darf dann in so einer Situation z. B. der Ehemann/Freund/Eltern... die auch ZJ sind darauf bestehen für die geistig kranke Frau keine Blutreserve zu verabreichen?

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Hallo Elisha,

sich selber zu töten ist nichts Heldenhaftes, das hat mit Mut nichts zu tun. Höchstens Verzweiflung aber dann muss man schon sehr verzweifelt sein, wenn man sich umbringt. Der/die Betroffene/n würde einen mutigen Schritt tun, wenn er/sie alles daran setzt von seinem Problemen loszukommen aber so, dass er/sie und seine Umwelt keinerlei schaden nimmt.