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| suchende hat folgendes geschrieben: |
Es verhält sich bei Selbstmord etwas anders:
Wenn ich z.B. in deiner Gegenwart Tabletten mit der Absicht der Selbsttötung einnehme, darfst du mich - rechtlich gesehen - nicht daran hindern. . |
Guten Abend liebe Suchende ,
vielen dank für deine ausführliche Stellungenahme, zu der ich aber jetzt aus zeitlichen Gründen nur ganz knapp Stellung beziehen kann!
Ich glaube in so einem Moment wird mir das weltliche Recht gleichgültig sein, ich würde dich wohl, eher ganz sicher, daran hindern, zumindest versuchen!
Religiös betrachtet, müsste ich es sogar, damit ich dich vor einer grossen Sünde bewahren würde (--> Selbstmord ist bei uns eine Sünde)!
Auch finde ich es diskutabel, ob man einen Selbstmörder wirklich einen "gesunden Menschenverstand und ein volles Bewusstsein, sowie Verständnis für sein Vorhaben" zusprechen darf/ kann!
Denn das die Psyche nicht stabil ist, wird wohl kaum einer bestreiten können!
Ich könnte niemanden einfach so seinem Schicksal überlassen!
Diese Menschen brauchen oft viel Zuwendung und vielleicht jmd, der ihnen WIRKLICH zuhört, doch in der heutigen Zeit finden sich solche Menschen eher selten!
Ich schweife ab...
Zu deinem restlichen Beitrag möchte ich aber noch zu einem späteren zeitpunkt eingehen....
Dieses Thema ist wirklich nicht einfach....(finde ich)!
Liebe Grüsse und eine gute Nacht
Umay
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Hallo Umay ,
ich antworte dir gerade noch, weil ich sowieso nicht schlafen kann...
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| Ich glaube in so einem Moment wird mir das weltliche Recht gleichgültig sein, ich würde dich wohl, eher ganz sicher, daran hindern, zumindest versuchen! |
Moralisch gesehen ist das auch korrekt und mittlerweile kann ich das auch verstehen. Ich habe selbst schon einen Suizidversuch unternommen. Daher weiß ich, wovon ich bei dem Thema rede... Denjenigen, der damals die Polizei verständigte - ich werde dir das gerne einmal bei Interesse ausführlicher erzählen - habe ich auch beschimpft. Als ich dann wieder einen Internetanschluss hatte, erfuhr ich seitens eines mir lieb gewonnenen Menschen, dass sich zwei junge Menschen, die ich zu der Zeit in einem Suizidforum näher kennenlernte und auch mochte, erschossen haben.
In diesem Moment erfuhr ich, wie es ist, "auf der anderen Seite" zu stehen. Zudem hat die Mutter eines der beiden eine Erinnerungshomepage erstellt, so dass ich nun auch die Fotos der beiden sehen konnte, ihre Geschichten nachlesen konnte.
| Zitat: |
| Religiös betrachtet, müsste ich es sogar, damit ich dich vor einer grossen Sünde bewahren würde (--> Selbstmord ist bei uns eine Sünde)! |
Damit hast du auch vollkommen Recht. Auch im Christentum ist Selbstmord Sünde. Ich gehöre zwar keiner Kirche an, habe aber einen starken Glauben und glaube auch, dass Selbstmord "eigentlich" Sünde ist. Und dass man dafür bestraft wird. Aber wenn du dich in einer solchen Situation und Lebenslage befindest, beginnst du abzuwägen, welche Strafe schlimmer ist: das Leben oder die Strafe dafür, es beendet zu haben. Ich weiß, dass "Außenstehende" an dieser Stelle vielleicht kein Verständnis haben werden. Was ich meinerseits auch irgendwie doch wieder nachvollziehen kann...
| Zitat: |
Auch finde ich es diskutabel, ob man einen Selbstmörder wirklich einen "gesunden Menschenverstand und ein volles Bewusstsein, sowie Verständnis für sein Vorhaben" zusprechen darf/ kann!
Denn das die Psyche nicht stabil ist, wird wohl kaum einer bestreiten können! |
Natürlich ist es diskutabel. Ich bin mir aber sicher, dass die meisten Selbstmörder durchaus über einen gesunden Menschenverstand verfügen. Ich weiß, dass auch Selbstmorde ohne vorherige Planung geschehen. Ohne irgend einen ersichtlichen Grund. Und selbstverständlich gibt es auch Fälle, in denen Menschen tatsächlich in diesem Moment, einem Selbstmord aus dem Affekt heraus, an einer Bewusstseinsstörung o.ä. leiden.
Nun, ich spreche da leider aus Erfahrung. Ich habe schon sehr, sehr lange daran gedacht. Irgendwann durch alle möglichen Umstände wurde der Gedanke zum Wunsch, der Wunsch zu Todessehnsucht. Die Sehnsucht zum Plan. Der Plan zu etwas Unumstößlichem. Und ich war mir durchaus bewusst, was ich tun werde, wie und wann. Ich glaube nicht, dass es mir an gesundem Menschenverstand mangelte. Aber, wie du schreibst, darüber kann man diskutieren.
| Zitat: |
Ich könnte niemanden einfach so seinem Schicksal überlassen.
Diese Menschen brauchen oft viel Zuwendung und vielleicht jmd, der ihnen WIRKLICH zuhört, doch in der heutigen Zeit finden sich solche Menschen eher selten! |
Wenn Menschen wie du, die u.a. wirklich zuhören und verstehen würden,
wären ca. 11.000 Selbstmorde jährlich allein in Deutschland
und ca. das Zehnfache an Suizidversuchen
meiner Meinung nach in einem nicht unerheblichen Maße verhinderbar...
Ich habe seinerzeit auf meiner "Abschiedshomepage" (die ich bewusst erst "an dem Tag" ins Netz stellte und ausschließlich im Suiforum verlinkte) empfohlen, dass Familien und Freunde, wenn sie sich nicht nur als solche bezeichnen, öfter VORHER fragen sollten, um die vielen Fragen NACHHER und nach dem WARUM sich selbst ersparen zu können...
Da Selbstmord auch heute noch tabuisiert wird, finden sehr viele Suizidanten in ihrem sogenannten Umfeld keine Ansprechpartner. Man wird abgetan, als "schwachsinnig" hingestellt, gedemütigt und erniedrigt. Dieses Verhalten verletzt dich jedoch irgendwann gar nicht mehr. Im Gegenteil. Es macht letztendlich den Abschied, welchen man dann nicht mehr als solchen empfindet, leichter, weil man automatisch das Gefühl bekommt, dass die Umgebung deinen "Abgang" als Erleichterung und Erlösung empfinden könnte, weil du ja aufgrund dessen, dass du dir das Recht herausnimmst, auch einmal nicht zu funktionieren, wie es verlangt wird, "unerträglich" geworden bist...
| Zitat: |
Ich schweife ab...
Zu deinem restlichen Beitrag möchte ich aber noch zu einem späteren zeitpunkt eingehen....
Dieses Thema ist wirklich nicht einfach....(finde ich)!
Liebe Grüsse und eine gute Nacht
Umay |
Abschweifen ist nichts Schlimmes. Es zeigt doch nur, dass man sich intensiv Gedanken macht über ein Thema
Nimm dir die Zeit, die du brauchst.
Nein, dieses Thema ist ganz und gar nicht einfach.
Ich werd jetzt auch versuchen, etwas zur Ruhe zu kommen
und wünsche dir
eine gute Nacht und wunderschöne Träumchen
Liebe Grüße durchs nächtliche All sendend
"suchende"
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Liebe Suchende,
das Beispiel des Jugendamtsleiters von Ober-Hinter-Tupfingen ist keineswegs unrealistisch...
In Baden-Würtemberg prozessiert eine Familie seit 5 Jahren gegen das Jugendamt. Man hatte der Familie Missbrauch vorgeworfen, sie erhielten aber einen klassischen Freispruch weil das ganze eine üble Nachrede und Verleumdung war. Trotzdem erhielten Sie ihre Kinder nicht zurück. Und auch Gerichtsurteile helfen nicht; die Behörde geht einfach in die nächster Instanz und die Familie klagt sich bis zum Ruin. Bundesdeutsche Behörden haben eine Macht, die sich nicht an Demokratie orientiert..
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Hallo und Salam!
Ich will mal eine Frage stellen, mit dem suizid habe ich mich nie wirklich beschäftigt, obwohl ich in meiner unglücklichen zeit manchmal solche gedanken hatte. Die sind Alhamdulillah vorbei..
Aber wie denkt ihr?
Ein Mensch, der sich umbringt, gibt er auf? Flüchtet er vor dieser Herausforderung des Lebens?
Oder tut er einen mutigen Schritt?
Meine einschätzung ist eher das erste, da ich aber wenige kenne, die nahe daran waren, kann ich es nicht beurteilen. Liege ich mit meiner einschätzung total falsch? Oder kann man es nicht so verallgemeinern? Kann man über Selbstmord überhaupt so allgemein reden?
Gruss
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Hallo @ll,
interessante Thema. Meiner Meinung nach darf ein Erwachsene Mensch selber bestimmen wie er/sie z. B. im Krankenhaus behandelt werden will. Wer also z. B. keine Bluttransfusion bekommen will, dann ist das zu akzeptieren.
Andereseits finde ich, dass nicht Volljährige selber keine solche Entscheidungen treffen dürfen woran sie evtl. sterben könnten.
Ab 18 ist man Erwachsen und ab dann kann jeder ohne Vormundschaft frei entscheiden es sei denn man ist geistig unzurechnungsfähig. Aber darf dann in so einer Situation z. B. der Ehemann/Freund/Eltern... die auch ZJ sind darauf bestehen für die geistig kranke Frau keine Blutreserve zu verabreichen?
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Hallo Elisha,
sich selber zu töten ist nichts Heldenhaftes, das hat mit Mut nichts zu tun. Höchstens Verzweiflung aber dann muss man schon sehr verzweifelt sein, wenn man sich umbringt. Der/die Betroffene/n würde einen mutigen Schritt tun, wenn er/sie alles daran setzt von seinem Problemen loszukommen aber so, dass er/sie und seine Umwelt keinerlei schaden nimmt.
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