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Hallo Suchende
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Ich habe übrigens nach dreijährigem Anlauf eingesehen, dass es so nicht weitergeht und mich vor drei Wochen entschlossen, einen Therapeuten aufzusuchen. Gestern war das dritte Gespräch. Ich muss sagen, wider Erwarten ist er ein Mensch, der zuhört und nichts in Zeifel zieht, was ich ihm bisher erzählte. Gestern ist das Verhältnis (therapeutisches ^^) ein wenig aufgetaut und er ging sogar ein wenig auf meinen Sarkasmus ein.
Muss sagen, dass ich nach diesen Gesprächen schon etwas ausgeglichener bin und auch Selbstaggressionen dadurch versuche, unter Kontrolle zu bringen.
Also, was für dich vielleicht wichtig sein könnte: Ihm habe ich nicht all das erzählt, was ich euch hier erzählte... Noch nicht. Vielleicht später mal. Vertrauen muss ich erst noch richtig auf-/ausbauen, sonst funktioniert es nicht. |
Ja, lass Dir noch etwas Zeit bist Du Deinen Psy besser kennst aber erzähle ihm dann wirklich alles.
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| Die Frage, warum Menschen keine Therpeuten aufsuchen, liegt daran, dass man kein Vertrauen fassen kann, unter Druck geraten könnte etc. Die meisten Leute brauchen im Durchschnitt drei bis sechs Jahre, bevor sie aus eigenen Stücken professionelle Hilfe aufsuchen… |
Ich benötigte keine drei Sekunden um mich zu entschließen zum Psychologen zu gehen. Wurde regelrecht dorthin getrieben und daher musste ich nicht lange fackeln. Geholfen hat es auf jeden Fall.
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| Ich verstehe nicht, wieso ältere Geschwister so etwas tun? Wollen sie nicht verstehen, was sie einem damit antun? Aber sehr gut finde ich, dass deine Eltern, wenn du es ihnen sagtest, eingeschritten sind. Denke, das ist für ein Kind das wichtigste, dann den Schutz ihrer Eltern erleben zu dürfen, wenn sie ihn WIRKLICH benötigen… |
Genau, Eltern müssen wissen wann, was geht und was nicht. Und ältere Geschwister sind oft richtige Ärsche.
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| Weil du schreibst, dass du genügend Menschen wie meinen "Bruder" (ich nenne ihn lieber "Kampfhund", sorry) kennengelernt hast: leider gibt es sehr viele solche gewaltbereite und gewalttätige Menschen. |
Ja, hoffentlich rasiert sich Dein Bruder nicht den Schädel und marschiert in Gleichschritt….
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Ich möchte hier einmal vier Songtexte posten, die, wenn ich diese "ewig-down-phasen" erlebe, das, was sich dann im "Kopfkino" und im tiefsten Inneren empfinde, so gut widerspiegeln.
Hoffe, das geht in Ordnung und nervt euch nicht… |
Nervt keines Wegs!! Hier etwas anschließendes und noch zwei andere neben bei.
Kopfkino: Bin der Slash und lege einen Gitarrenfestival aufs Parkett, zum Schluss steige ich auf den Klavier und dann wird richtig eingeheizt.
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When I look into your eyes
I can see a love restrained
But darlin' when I hold you
Don't you know I feel the same
'Cause nothin' lasts forever
And we both know hearts can change
And it's hard to hold a candle
In the cold November rain
We've been through this such a long long time
Just tryin' to kill the pain
But lovers always come and lovers always go
An no one's really sure who's lettin' go today
Walking away
If we could take the time
to lay it on the line
I could rest my head
Just knowin' that you were mine
All mine
So if you want to love me
then darlin' don't refrain
Or I'll just end up walkin'
In the cold November rain
Do you need some time...on your own
Do you need some time...all alone
Everybody needs some time...
on their own
Don't you know you need some time...all alone
I know it's hard to keep an open heart
When even friends seem out to harm you
But if you could heal a broken heart
Wouldn't time be out to charm you
Sometimes I need some time...on my
own
Sometimes I need some time...all alone
Everybody needs some time...
on their own
Don't you know you need some time...all alone
And when your fears subside
And shadows still remain
I know that you can love me
When there's no one left to blame
So never mind the darkness
We still can find a way
'Cause nothin' lasts forever
Even cold November rain
Don't ya think that you need somebody
Don't ya think that you need someone
Everybody needs somebody
You're not the only one
You're not the only one |
Erinnerte mich bei R.E.M an eine andere Song, den ich damals sehr gerne hörte und heuer nur noch im Kopf so wie auch viele andere Titel ab und wann abspiele.
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Mott the Hoople and the game of Life. Yeah, yeah, yeah, yeah.
Andy Kaufman in the wrestling match. Yeah, yeah, yeah, yeah.
Monopoly, Twenty one, checkers, and chess. Yeah, yeah, yeah, yeah.
Mister Fred Blassie in a breakfast mess. Yeah, yeah, yeah, yeah.
Let's play Twister, let's play Risk. Yeah, yeah, yeah, yeah.
See you heaven if you make the list. Yeah, yeah, yeah, yeah.
Hey, Andy did you hear about this one? Tell me, are you locked in the punch?
Hey Andy are you goofing on Elvis? Hey, baby. Are we losing touch?
If you believed they put a man on the moon, man on the moon.
If you believe there's nothing up my sleeve, then nothing is cool.
Moses went walking with the staff of wood. Yeah, yeah, yeah, yeah.
Newton got beaned by the apple good. Yeah, yeah, yeah, yeah.
Egypt was troubled by the horrible asp. Yeah, yeah, yeah, yeah.
Mister Charles Darwin had the gall to ask. Yeah, yeah, yeah, yeah.
Hey Andy did you hear about this one? Tell me, are you locked in the punch?
Hey, Andy are you goofing on Elvis? Hey, baby. Are you having fun?
If you believed they put a man on the moon, man on the moon.
If you believe there's nothing up my sleeve, then nothing is cool.
Here's a little agit for the never-believer. Yeah, yeah, yeah, yeah.
Here's a little ghost for the offering. Yeah, yeah, yeah, yeah.
Here's a truck stop instead of Saint Peter's. Yeah, yeah, yeah, yeah.
Mister Andy Kaufman's gone wrestling [wrestling bears]. Yeah, yeah, yeah, yeah.
Hey Andy did you hear about this one? Tell me, are you locked in the punch?
Hey Andy are you goofing on Elvis, hey baby, are we losing touch?
If you believed they put a man on the moon, man on the moon.
If you believe there's nothing up my sleeve, then nothing is cool. |
Oder diesen von Dave Dee, Dozy, Backy, Mick And Tich
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(Spoken) Esta es la leyenda de Xanadu.
You'll hear my voice on the wind, cross the sand
If you should return to that black, barren land
That bears the name of Xanadu.
Curesd, without hope, was the love that I sought.
Lost from the start was the duel that was fought
To win a heart in Xanadu.
Now no footprints leave their traces
Only shadows move in places
Where we used to go.
And the buildings open to the sky
All echo with the vultures cry
As if to show: Our love was for a day
And doomed to pass away
In Xanadu, in Xanadu, in Xanadu!
In Xanadu, in Xanadu, in Xanadu!
(Spoken)
What was it to you that a man laid down his life for your love?
Were those clear eyes of yours ever filled with the pain and the tears of grief?
Did you ever give yourself to any one man in this whole wide world, Or did you love me and will you find your way back one day to Xanadu?
You'll hear my voice on the wind, cross the sand
If you should return to that black, barren land
That bears the name of Xanadu.
In Xanadu, in Xanadu, in Xanadu! |
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Hallo Magellan,
auch ich wollte nicht 'scharf' sein - nur gegen die Meinung, Suizid wäre ein Zeichen von
(womöglich geistiger) Schwäche oder Mutlosigkeit, ganz energisch Stellung beziehen.
Liebe Suchende!
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| Sei dir gewiss, dass ich euch niemals auf die Schippe nehmen würde. Zudem ist es auch so, dass man sich für Erlebtes eigentlich zutiefst schämt und irgendwann auch Schuldgefühle entwickelt, somit eigentlich auch nicht gerne darüber spricht. |
Ja - ganz sicher würde niemand, der/die das bei sich oder Anderen erlebt hat, damit
Schindluder treiben - aber gerade hier im Internet gibt es so viele fakes, dass man
schon manchmal misstrauisch werden kann...
Dass Du zu einem Therapeuten gegangen bist (und auf Anhieb einen 'Draht' zu ihm
gefunden hast - das ist ja oft nicht so) finde ich ganz toll - freue mich für Dich
Dass jemand nicht zum Therapeuten geht, liegt leider sehr oft auch an der heftigen
'Gegenpropaganda', die von Vielen betrieben wird. Ich war selbst einmal in der
Lage einen zu brauchen, und ein Freund hat versucht, mich auf alle möglichen
Arten davon abzuhalten, und als ich nicht auf ihn hörte, hat er mich ganz massiv
angegriffen und versucht lächerlich zu machen...
Warum ältere Geschwister (oder sonstige 'Größere') so etwas tun, das ist wohl oft
eine Sache der Macht, die sie damit gegenüber Schwächeren ausüben können.
Bei mir ist die Sache etwas anders gelaufen - ich war auch Ältester von mehreren
Kindern - aber da kein Vater mehr da war, bin ich schon sehr bald in die Rolle des
'Ersatzpapa' gedrängt worden - sehr schmeichelhaft, aber auch nicht problemlos...
(Vor allem wird man sie so schwer wieder los... )
Liebe Grüße
() Wu
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[quote]quote]..jetzt wollte ich gerade auf die obige Frage was antworten, da hab' ich erst bemerkt,
dass Du Elisha zitierst und dann selbst darauf antwortest - wäre übersichtlicher, wenn
Du die 'Zitat'-Funktion verwenden würdest
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[/quote ]... |
Du hast Recht bis jetzt wusste ich leider nicht wie ihr den Text einrahmt. Ich dachte wenn ich am Anfang auf zitieren klicke dann reicht das .
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| Ich habe mir erlaubt zu editieren, um dir zu zeigen, wie es funktioniert. Wenn du nun oben rechts bei deinem Beitrag einmal auf "edit" klickst, dann siehst du den Text ohne Formatierung und kannst sehen, wie es eingegeben wird. |
Danke dir fuer deine Hilfe
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So, nun komme ich endlich dazu, eure Beiträge zu beantworten.
Muss zugeben, dass ich doch angenehm überrascht war.
Liebe Umay,
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Ich bin der Meinung, dass dieses Gesetz nicht so für sich alleine stehen kann!
Ich denke nämlich, dass man immer etwas MITschuld an dem Selbstmord eines anderen trägt, sei es die nahen Verwandten, sei es der Bekanntenkreis, der Freund/ die Freundin oder auch die Gesellschaft!
Natürlich trägt man auch eine gewisse Selbstverantwortung... |
Das sehe ich genauso. Es ist aber problematisch, die Leute, die sich eigentlich ein Stückchen Mitschuld zuschreiben sollte, zu sensibilisieren.
Mit der Selbstverantwortung hast du Recht. Selbstverständlich kann man nicht die Schuld ausschließlich bei anderen suchen, das wäre genau so unfair...
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Aber alles so alleine für sich stehend, wäre oder ist mir einfach zu einfach!
Es scheint mir alles irgendwie miteiander verbunden......und genau Deshalb kann bzw. sollte und muss man meiner Meinung nach eingreifen und nicht einfach so auf die Selbstbestimmung des Selbstmörders beharren! |
Damit hast du so gesehen auch wieder Recht. Moralisch und menschlich gesehen, sollte man sich dazu verpflichtet sehen. Ein Suizidant (was für ein Wort^^) empfindet dieses nur von seiner Sichtweise, besonders dann, wenn er ernsthaft kurz "davor" steht anders.
Andersherum jedoch, wenn du eine Bindung zu einem Menschen entwickeln konntest, und du weißt, dass er sich umbringen will, jetzt, in diesem Moment, kriegst du die totale Panik, gerätst in einen Teufelskreis. DU willst nicht, dass man dir hilft, und kannst und willst nicht verstehen, dass man dich davon abhalten will, umgekehrt aber handelst du dann doch genauso. Es war in einem Suizidforum so, dass ein junger Mann seinen Suizid ankündigte. Zwischen ihm und einem anderen jedoch hatte sich in den Monaten ständigen Austausches eine Art Freundschaft entwickelt. Nun, der Freund verständigte die Polizei, auch noch zur rechten Zeit. Der Betroffene war auf ihn längere Zeit alles andere als gut zu sprechen. Aber viele user, die für sich jede Hilfe ablehnten, fanden es dann doch richtig, dass er seinen Plan nicht vollenden konnte. Davon schließe ich mich nicht aus.
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Und was nützt es erst dann zu helfen, wenn der andere schon die tebletten oder sonstiges genommen hat.....
Wie kann man mit dem Gewissen leben?
Wieso wird dieses Gewissen überhaupt nicht im Gesetz miteingebracht?
Zählen moralische, soziale, menschliche und ethnische Werte garnichts mehr? |
Diese Werte zählen bei sehr vielen Menschen leider nichts mehr. Am wenigsten verstehe ich diejenigen, die genau dieses für sich selbst einfordern, anderen jedoch nicht zugestehen wollen.
Übrigens hatte ich ja, wie ich erwähnte, gestern das dritte Gespräch mit meinem Therapeuten - weil du gerade Moral erwähntest. Zu Moral gehört für mich auch Treue... Er erzählte mir von einem Mann, der ihn aufsuchte mit der Bitte, er möge ihn doch bitte dahingehend therapieren, dass er beim Ehebruch kein schlechtes Gewissen mehr hat... Er lehnte diese Behandlung ab, was ich auch richtig finde.
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| Auch finde ich es absolut falsch erst dann Eigeninitiative zu ergreifen, wenn die Gefährdung anderer Mitmenschen in Betracht gezogen werden kann (natürlich muss dann Eingegriffen werden!)! |
Ich verstehe schon, wie du das meinst... Aber das ist ein Paradoxum, sowohl ein gesellschaftliches als auch eines der Auslegung der Gesetze...
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Dann sollte man sich aber wirklich langsam wieder daran setzen....
Mag dieses Thema nicht unbedingt die Medien durchfluten, scheint es mir doch ein grosses Problem der heutigen gesellschaft zu sein und damit diskussionswürdig! |
Zahlen von durchschnittlich 11.000 vollendeten Selbstmorden und ca. das Zehnfache an Suizidversuchen allein in Deutschland sollten durchaus zur Diskussion anregen... Übrigens begehen die meisten, die einen oder mehrere Suizidversuche begangen haben, irgendwann tatsächlich Selbstmord... Warum dieses Thema immer noch tabuisiert wird, kann ich mir nur so erklären, dass vielleicht doch viele insgeheim darum wissen, dass sie "eigentlich" wenigstens einen Funken schlechten Gewissens oder zu Recht sich ein Quäntchen Mitschuld zuschreiben sollten.
Leuten wie Arno Funke oder dem Oetker-Entführer wird in den Medien ein Podium erteilt. Arno Funke ("Dagobert") kommt sogar noch ein nicht unerheblicher Teil Anerkennung zu *grübel* Rechtsradikale werden interviewt, und können ihre unwürdigen, niederträchtigen Parolen vor laufenden Kameras ablassen... Vergewaltiger und Kindermörder wie Diesterweg (vergewaltigte und ermordete Kim Kerkow) werden im Knast interviewt und erhalten Gelegenheit über sich zu reden...
Irgendwas läuft da vollkommen falsch. Oder ich peile wirklich zeitweise nichts.
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Hm...überall gibt es Grenzen und Einschränkungen!
Gerade in dem von dir unten erläutertem Beispiel der Kinderproblematik!
Ich denke mit jedem Menschen kann man reden, wenn man sich die Zeit nimmt (oder nehmen will)!!
Wer kann mit Sicherheit sagen, dass diese Frau sich wirklich bewusst war, was mit ihren Kindern nun wird?
Deine Mutter hat z.B. sofort ihrem mütterlichen Instinkt Folge geleistet (ein grosses Lob ), vielleicht hätte diese Frau ein bisschen mehr Zeit gebraucht!
Man weiss doch garnicht, warum sie zu den zeugen ging, was ihr gefehlt hat und inwieweit sie sich wirklich der Folgen bewusst war! |
Also, der Frau kann man wirklich keinen Vorwurf machen (so wie auch du dieses zum Ausdruck bringst). Ich habe damals erlebt, dass meine Mutter ganz schön bearbeitet wurde. Der Frau (die das Kind bekam) war sich eventuell der Folgen tatsächlich nicht bewusst. Aber ich kann mir vorstellen, dass sie in die Enge getrieben wurde.
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Ich denke auch Ärzte sind Menschen oder nicht?
Zwar sind diese an Gesetze gebunden (wie wir alle), was aber nicht bedeutet, dass diese Gesetze auch absolut korrekt sind! |
Mir fällt dazu ein Zitat ein:
"Politisch kann niemals richtig sein, was moralisch falsch ist." (Gladstone, ehem. brit. Premier)
sagt alles, oder nicht?
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Wenn sich in der Geschichte jeder an die hiesigen Gesetze gehalten hätten, möchte ich nicht wissen, wo Deutschland nun stehen würde!
Was aber nicht bedeutet, dass ich hier Anarchie fordere! Ich fordere lediglich kritische Betrachtung und gespür für soziale Werte gepaart mit Liebe und sozialem Verständnis! |
Auch hier stimme ich dir vollstens zu. Weißt du, meine Eltern waren beide noch kleine Kinder, als die Nationalsozialisten an die Macht kamen. Es wurde ja der Umgang mit Juden verboten. Die Eltern meiner Mutter haben eine jüdische Familie versteckt und unterstützt, ihnen später, bzw. den Eltern und der Tochter, die Flucht nach England ermöglicht. Der Sohn, Martin, wurde nach Auschwitz deportiert ("deportiert"... diesen Ausdruck allein schon finde ich menschenverachtend!) und kam auch dort um. Meine Großeltern konnten es nicht verhindern. Meine Mutter schleppte man als Kind zum Verhör. Weil sie von zuhause instruiert war, dass sie über die Vorgänge nichts verraten dürfe, sagte sie auch nichts... Ihr wurden die Zähne eingeschlagen. Mein Onkel, der Bruder meiner Mutter, wurde im Krieg eingezogen. Als seine Truppe in Russland war, kamen sie durch ein kleines Dörfchen. Er hörte Schreie und Gejammer und ging diesem nach. Da war eine Mutter mit ihren Kindern. Alles, was ihr geblieben war, war eine Ziege. Die brauchte sie wegen der Milch für ihre Kinder. Die anderen der Truppe wollten ihr die Ziege wegnehmen. Mein Onkel ging dazwischen und jagte sie heraus. Sie konnte ihre Ziege behalten und ihre Kinder wenigstens mit der Milch ernähren. Dafür hätte er erschossen werden können.
Hätten sich meine Großeltern und mein Onkel an die damaligen Gesetze gehalten, wäre die eine Familie garantiert umgekommen und die Kinder der Frau wären verhungert.
*abgeschweiftbin* ... fand ich aber als Beispiel nicht mal so verkehrt und unwichtig.
Ich glaube, dass du dieses in etwa so meintest. Dass du keine Anarchie forderst, hatte ich auch so aufgefasst. Es wäre eben wirklich wichtiger, zu reden (reden zu dürfen), zu verstehen und, wenn es darauf ankommt, Moral über Gesetze zu stellen.
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Stimmt, wobei ich auch der Meinung bin, dass auch Glaubensgründe für das Gesetz nicht unbedingt ein Grund sein muss, jmd einfach sterben zu lassen, erst recht nicht dann, wenn dieser "Gläubige" nun einen Schutzbefohlenen unter sich hätte.
Desweiteren würde diese Begründung auch gefährlichen Sekten und deren Ansichten (die im Gesetz weitere Lücken finden) Freibriefe gewähren! |
Ich könnte mir vorstellen, dass diese Gesetzesgrundlage Ärzte zum Verzweifeln bringen kann. Ich meinerseits hätte meinen Job schon längst verloren, weil ich garantiert nicht mit ansehen würde, wie jemand stirbt, der eigentlich nicht sterben müsste, und sicher auch nicht würde sterben wollen.
Mit den gefährlichen Sekten stimme ich dir ebenfalls zu. Sie stellen eine größere Gefahr dar, als man zuweilen anzunehmen vermag. Siehe bspw. die Sonnentempler.
Das wiederum finde ich gut und richtig!
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Ich habe beim ersten lesen einen Klos im Hals bekommen udn auch jetzt beim zweiten mal, werden meine Augen feucht! (Ich habe natürlich Intersse, wenn du erzählen möchtest!)
Ich kann deinen Schmerz, deine Enttäuschung, deine Hilflosigkeit nachempfinden....
Das muss unheimlich schmerzvoll und grausam sein!
Ich hatte letzes Jahr eine Stunde bevor ich in die Türkei geflogen bin eine ähnliches Erlebniss....
Mir wurde es zwar nur angedeuet, aber ich wusste sofort bescheid....
Und da ich nichts machen konnte, nicht wusste an wen ich mich wenden konnte, einfach überhaupt keine Möglichkeit hatte, irgendetwas zu machen, bin ich völlig aufgelöst gewesen und auch heute noch, schmerzt es, wenn ich darüber nachdenke, was die Welt verloren hat! |
Nun gut, ich werde es erzählen. Aber als Extra-Antwort.
Ich kann wirklich nachvollziehen und vollstens verstehen, wie du dich gefühlt hast und fühlst. Solltest du - was ich nicht hoffe und dir von Herzen nicht wünsche - noch einmal in eine solche Situation geraten, dann wäre der beste Weg, sich einen psychosozielen Notfalldienst oder die Polizei zu wenden. Es gibt auch im Internet Adressen für Suizidprävention und Krisentelefone bzw. Telefonseelsorge.
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| Vielleicht hat ihr Tod (so makaber das klingt) dir geholfen zu erkennen, dass die person, die die Polizei gerufen hat, ein wundervoller Mensch war! Und das dein Leben auch anderen Menschen viel bedeutet, soviel, dass du es nicht ertragen könntest, diese Menschen leiden zu lassen, indem du dein Leben einfcah auslöschst! |
Für ihn hatte ich anfangs überhaupt kein Verständnis. Ich war ja auf der Geschlossenen. Am ersten Tag kam ein Pfleger und sagte, für mich wäre jemand am Telefon, ein J.R. (ich schreibe mal den Namen nicht, tut ja auch nix zur Sache, denke ich). Er fragte mich, wie es mir ginge. Ich war total verwirrt und fragte ihn, woher er denn wisse... J. sagte, er habe doch die Polizei gerufen. Daraufhin nannte ich ihnen "B lödmann" nach dem anderen und sagte, dass ich nun wegen ihm hier gelandet sei... Er hörte sich das an und war nicht einmal beleidigt darüber. J. rief jeden Tag an. Mit der Zeit legte sich auch meine Wut gegen ihn. Verständnis hatte ich noch nicht für seinen Schritt. Er kam mich dann auch extra besuchen. Muss dazu sagen, dass er nicht gerade "um die Ecke", sondern in einem anderen Bundesland wohnt. Als ich entlassen war, telefonierten wir von zuhause aus öfter miteinander. Und als ich dann - wie ich schreib - von dem Selbstmord erfuhr, fing ich an, ihn zu verstehen. Habe ihm das aber auch gesagt. Den "B lödmann" habe ich vorher schon zurückgenommen Er hatte mir das auch nicht übel genommen.
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Doch, ich kann das nachvollziehen!
Ich glaube es gibt einen Punkt im Leben, ab dem einem alles egal ist! man hat einfach keine Kraft mehr zu kämpfen, man hat keine Lust mehr, diesen Schmerz und diese Trauer zu empfinden, man fühlt sich unverstanden, allein und nicht geliebt!
Völlig hilflos ..... |
Das habe ich bemerkt, dass du - und die anderen, die gleich auch noch ihre Antwort kriegen ^^ - fähig und willens sind, zu verstehen und nachzuvollziehen. Das ist sehr wichtig, wenn man nicht das Gefühl hat, belächelt oder als "bekloppt" hingestellt zu werden.
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verzeih mir bitte, ich habe mich falsch ausgedrückt mit "gesunden Menschenverstand"!
Ich wollte damit nur sagen, dass man sich zwar bewusst zu diesem Schritt entscheiden kann, man aber sicher nicht in einem gesunden Seelenzustand befindet! Das bedeutet für mich, dass die Seele oder das Herz (wie man es auch nennen mag) von offenen Wunden überflutet ist! |
Nein, da ist nichts zu verzeihen Ich hatte das, wohl weil ich bei diesem Thema ziemlich sensibel reagiere, wohl etwas falsch aufgefasst. Hatte ja heute schon geschrieben, dass ich meine Schärfe in meiner Antwort zurücknehme. Und vor allem wollte ich damit natürlich niemandem persönlich vor den Kopf stoßen...
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| Ich hoffe, du hast mich nun verstanden, ich wollte damit sicher nicht andeuten, Selbstmörder seien verrückt! |
*verstanden sir/in*
Ich sende dir allerliebste Grüße
und sage einfach "danke", dass du dir so viel Zeit genommen hast
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