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Lieber Freunde,
die Schicksale von uns Menschen sind kompliziert und Vieles lässt sich nicht allgemein beantworten.
Wir alle waren jedenfalls schon Opfer aber auch Täter in vergangenen Leben.
Wichtig ist wie wir ein Leben beendet haben, ob wir z.B. gemerkt haben, dass wir gestorben sind, was wir da im letzten Augenblick gedacht, gefühlt haben etc.
Wenn wir daran arbeitet, sollte wir das mit Demut tun, und aufpassen, welche Motivation wir haben, denn je mehr Einblick wir erhalten, desto mehr wächst auch die Verantwortung, die Ehrfurcht und der Respekt vor allen Wesen.
Eine interessante Geschichte zur Ergänzung:
Jemand war überzeugt von seinem Leben als angesehene Persönlichkeit. Er hatte sehr viele Details so in der Rückführung beschrieb, wie es einem Außenstehenden niemals möglich gewesen wäre. Viel später stellte sich heraus, dass er ein sehr nahestehender Diener gewesen ist, der sich im vergangenen Leben aus Hingabe völlig mit seinem Herrn identifiziert hatte....
Lieber Andreas,
bei Deinem Traum oder im Halbschlaf bist Du in einem sehr entspannten halbwachen Zustand, wie in einer Rückführung.
Die Wiederholung weißt darauf hin, dass da etwas von Dir nicht verarbeitet wurde. Die Frage ist, was Du für ein Gefühl hast, wenn Du das siehst?
Herzliche Grüße
Maradevi
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Liebe Maradevi
Das Gefühl ist verschieden. Ich träumte über Jahre hinweg, dass ich mich alleine ins Auto setze und einfach nach Norden fahre, bis ich an der Nordspitze Norwegens oder Schwedens angekommen bin und dann dort durch den Wald laufe.
Erst vor einiger Zeit ging der Traum dann weiter, in ein Bild der Vergangenheit zurück, indem ich in diesem Wald in Skandinavien in ein Blockhaus komme, das meines war. Ich sah die Einrichtung sehr genau vor mir, und da es ein Halbschlafzustand war, war ich bei Bewusstsein und konnte mich fast "umsehen", wie es dort aussah. Jedoch lagen meine Frau und mein Kind tot in dem Haus und dann wurde ich, noch in der Eingangstür stehend von hinten niedergeschlagen.
Dann endete es. Ich war danach sehr bewegt und hatte soetwas noch nie vorher erlebt.
Mein Gefühl bei dem Traum, in dem ich ins Auto steige und nach Norden fahre, war eher immer ein angenehmes Gefühl der Freiheit und Losgeslöstheit.
Mein Gefühl nach dem Ende im Eingang des Blockhauses war eher Entsetzen.
Ich bin mir aber wie gesagt nicht sicher, woher die Informationen dieser Visualisierung kommen. Sind sie Erinnerungen meiner Seele, oder Erinnerungen, die in meiner Seele enthalten sind, aber nicht mir individuell zuzurechnen sind.
Gruss,
Andreas
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Lieber Andreas,
das klingt dem 1. Eindruck nach so, als wäre es Deine Erinnerung an Deinen Tod in einem früheren Leben.
Du hast die positiven Gefühle am Anfang gespeichert, wo noch alles gut war und es wird wohl eine glückliche Zeit vergangen sein, bis es zu diesem dramatischen Erlebnis kam.
Hier würde ein Rückführungsgespräch ansetzen, das Sinn macht, wenn Du Klarheit über dieses Sterben und es nachträglich verarbeiten willst.
Gruss, Maradevi
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Maradevi spricht ein paar wichtige Punkte an.
Erstens, dass wir nicht nur Opfer, sondern auch Täter waren. Im Scientology-Auditing, exakter: in der Unterabteilung Dianetik, werden immer vier sogenannte Flows abgearbeitet: was man selber von anderen erlitten hat, was man anderen zugefügt hat, was andere anderen zugefügt haben und was man sich selbst zugefügt hat. Man ist nie NUR Opfer gewesen. Tatsächlich hat man immer selbst "angefangen", und sei es nur aus Irrtum, und dann kamen die entsprechenden Gegengeschehnisse zu einem selber zurück.
Zweitens gibt es den Vorgang, dass jemand bei einer Rückführung die Geschehnisse einer überlegenen, übermächtigen Person findet. In der Scientology spricht man davon, dass jemand "out of valence", d.h. nicht er selber ist. Daher so viele Caesare, Napoleons, Martin Luthers, Kaiserinnen Katharinas und sogar Jesusse usw. Die eigene Bedeutung wird als so gering empfunden, als so völlig von einer anderen Figur beherrscht, dass man einfach die "Valenz" wechselt und sich für die siegreiche Person hält. Ich hatte als Auditor mal einen Fall, der praktisch jede berühmte Persönlichkeit war, die man sich denken kann. Er brauchte nur etwas über eine grandiose Gestalt zu lesen, schon war es eine frühere Inkarnation von ihm selber. Der Fallüberwacher und der Auditor wissen dann natürlich, dass sie es mit einer Person zu tun haben, die sich im gegenwärtigen Leben völlig untergebuttert, bedeutungslos und hilflos fühlt. Die Reinkarnationssitzungen werden dann erst einmal beendet, und die Person wird einigermaßen "diesseitig" und in der Gegenwart mit milden Verfahren auf die Höhe gebracht. Niemals dürfte man dem armen Kerl sagen, dass das, was er da gefunden hat, alles Unsinn sei. Das würde ihn noch mehr am Boden zerstören. Und manchmal erwischt man tatsächlich eine Berühmtheit, was ich selber aber noch nie erlebt habe.
LG, Fipps
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@Gabriele
Es kann schon vorkommen, dass man in Geschehnisse gebracht wird, die man noch nicht bewältigen kann. Aus diesem Grund sind ehemalige Psychiatriepatienten und Drogenabhängige grundsätzlich von den meisten Auditing-Prozessen ausgeschlossen und werden gar nicht erst in die Scientology hineingelassen. Ansonsten kann eigentlich nicht viel mehr passieren, als dass man sich zwei oder drei Tage lang etwas unglücklich fühlt. Restimulierte, aber nicht verarbeitete Geschehnisse sinken schnell wieder ins Vergessen zurück. Um keine Dinge dranzunehmen, mit denen der Betreffende derzeit überfordert wäre, arbeitet man in der Scientology mit dem berühmte E-Meter. Bevor etwas drankommt, muss es auf dem E-Meter eine deutliche Anzeige erzeugt haben, wovon der "Patient" bzw. "Preclear" aber nichts weiß. Der Auditor macht ein sogenanntes "Assessment", d.h. er fragt den Preclear nach psychosomatischen Schmerzen, unerwünschten Gefühlen usw. Dabei achtet er auf die E-Meter-Anzeigen und schreibt deren Größe zusammen mit dem betreffenden Schmerz oder Gefühl auf. Nur diese werden in der Reihenfolge der Größe der E-Meter-Anzeige dann auch in den Auditingprozess aufgenommen.
Du siehst, dass man da ein ganz hübsches Know-how erwerben muss, bevor man das machen kann. Daher die vielen Kurse und Übungen (und die vergleichsweise hohen Kosten). Was der Auditor tun, wird nachträglich anhand seiner Aufzeichnungen vom Fallüberwacher angeschaut, und wenn Fehler vorgekommen sind, gibt es sofort zusätzliches Training, bevor der Auditor wieder auditieren darf. Es gibt da noch eine weitere Kontrollinstanz gleich nach der Sitzung, der sogenannte "Examiner". Der sieht sich den Preclear an, der gerade aus der Sitzung kommt, und nimmt ihn in seinem Examiner-Stübchen noch einmal an ein anderes E-Meter, um zu sehen, "ob die Nadel schwebt". Letzteres ist ein bestimmtes E-Meter-Verhalten, das anzeigt, dass der Preclear derzeit von keiner aktuellen mentalen Ladung belastet wird. Ist das nicht der Fall, gibt es sofort eine Reparaturaktion.
Aus alledem kann man schon sehen, dass es sehr genau und pingelig zugeht im Scientology-Auditing.
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