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Was ist der wahre christliche Glaube?












Hallo alle zusammen!

Ich hoffe ihr könnt mir dazu ein paar wissenschaftliche, theologische oder andere Anregungen geben!


Mich beschäftigt schon seit langen die Frage "Was ist der wahre christliche Glaube wirklich". Es gibt 4 offizielle Evangelien, die das "neue Testament" verkörpern.
Aber es gibt ja noch mehr Evangelien, viele mehr.
Auf dem Konzil von Nizäa um 328 n.Chr. wurde unter Kaiser Konstantin festgelegt, welche Evangelien für das "neue Testament" tragbar sind und welche nicht. Es gab und gibt ja sehr viele Evangelien z.B. die Gnostiker-Evangelien, das Judas-Evangelium, das Maria von Magdala (Maria Magdalena)-Evangelium und viele andere. Heutzutage verschwunden oder wieder endeckt oder unter Verschluß gehalten.
Auch beschäftigt mich die Frage: Wann hatte Jesus wirklich Geburtstag? Aber da bin ich schon etwas dahinter gestiegen, vielleicht weiß von Euch aber jemand mehr darüber.
Ich weiß nur das die Christen bis um 4. Jahrhundert vor Kaiser Konstantins Zeit, Jesus Geburtstag am 6. Januar feierten. Kaiser Konstantin war aber Heide und betrieb den Sol-Invictus-Kult. Für den Sol-Invictus Kult war jedoch der 25. Dezember der wichtigste Tag des Jahres - das Fest der Geburt (oder Wiedergeburt) der Sonne, wenn die Tage länger zu werden beginnen. Auch in dieser Hinsicht viel es dem Christentum nicht schwer, sich der herrschenden Meinung anzupassen. Von der Staatsreligion stahl es ebenfalls gewisse Beigaben; so wurde die Lichtaureole, die das Haupt des Sonnengottes krönt, zum christlichen Heiligenschein.
Zum Beispiel verfügte Konstantin 321 die Schließung der Gerichte am >verehrungswürdigen Tag der Sonne> und erklärte ihn für den Ruhetag. Bis dahin hatte das Christentum den jüdischen Sabbat, den Sonnabend, geheiligt. Die Christen paßten sich an und verlegten ihren heiligen Tag auf den Sonntag.
Auch sind sich der Sol-Invictus-Kult und der Mithras- Kult sehr ähnlich. Beide verehrten die Sonne, beiden war der Sonntag heilig, und beide feierten am 25. Dezember ein großes Geburtsfest. Und da der Mithras-Kult außerdem die Unsterblichkeit der Seele, ein jüngstes Gericht sowie die Auferstehung von den Toten lehrte, ließen sich um so mehr Parallelen zum Christentum ziehen.
Das Christentum, was sich zu Konstantins Zeit herrausbildete und Gestalt annahm, war eigentlich eine Mischung, die bedeutsame, vom Mithras-Kult und vom Sonnenkult abgeleitete Gedankenstränge enthielt. Das Christentum, so wie wir es heute kennen, steht in mancher Hinsicht jenen heidnischen Glaubenssystemen näher als seinen eigenen jüdischen Ursprüngen, die Jesus vertrat.

Hayagriva
Wenn Du auf die Kernaussage hinaus willst, kannst Du den Kram alle vergessen. Die Nächstenliebe ist der Angelpunkt!

Gruß
Hallo,

ich weiß nicht wo du das her hast aber es wird immer wieder vorgebracht aber es bleibt nun mal auf deutsch gesagt "Schmarn":

"Auf dem Konzil von Nizäa um 328 n.Chr. wurde unter Kaiser Konstantin festgelegt, welche Evangelien für das "neue Testament" tragbar sind und welche nicht."

Erstens, auf dem Konzil wurde nicht die Bibel kanonisiert noch irgendwelche Evangelien ausgewählt noch irgendwelche hebräische Urschriften vernichtet, wie es meist aus den polemisch agierenden islamischen Quellen berichtet und propagandiert wird. Und zweitens fand das Konzil von Nicäa nicht 328 n. Chr. statt sondern 325 n. Chr..

Das Konzil wurde von Konstantin einberufen, da Konstantin bedacht darauf war, dass in seinem Reich Einigkeit herrscht. Damals führten die griechisch sprachigen Bischöfe mit den lateinisch sprachigen Bischöfen heftige Debatten um das Verhältnis zwischen "dem Wort" oder "Sohn Gottes", verkörpert in Jesus Christus, und Gott selbst, der jetzt als "der Vater" bezeichnet wurde. Nun wurde auf Grund dessen von Konstantin 325 n. Chr. das Konzil nach Nicäa einberufen - das Ergebnis war, dass nach heftigen Debatten das nizäische Glaubensbekenntnis formuliert wurde.

"Es gab und gibt ja sehr viele Evangelien z.B. die Gnostiker-Evangelien, das Judas-Evangelium, das Maria von Magdala (Maria Magdalena)-Evangelium und viele andere. Heutzutage verschwunden oder wieder endeckt oder unter Verschluß gehalten. "

Ach Ja, die ewigen Verschwörungstheorien - nur mal so viel, ohne die Hinterlassenschaften der frühen Kirchenväter würden wir heute nicht mal wissen, welche Evangelien es gab und welche nicht. Und ohne die Koptische Kirche würde von deinem erwähnten Judas Evangelium auch nichts näheres bekannt sein, geschweige denn vorhanden sein. Und ohne die katholischen Gelehrten, die mit jüdischen Gelehrten und unabhängigen Wissenschaftlern zusammen arbeiteten, würden die Qumran Rollen bis heute viell. noch nicht übersetzt sein.

Adios
Hallo Flip,

ok, ich habe mich vertippt, das Konzil von Nizäa war 325 , aber nicht wie Du sagst wegen der Einigkeit im Reich, denn das war schon 313 durch die Mailänder Edikete. Konstantin verbot die Verfolgung aller Formen von Monothonismus im Reich. Da sich die Edikete auch auf das Christentum bezog, wurde Konstantin praktisch zu einem Erlöser, denn er befreite die christliche Gemeinde aus jahrhundertelanger Marter durch das Imperium. Es stimmt auch das er der römischen Kirche ebenso wie anderen religiösen Institutionen gewisse Privilegien einräumte.
Aber zurück zum Konzil von 325. dem Kaiser Konstantin vorsaß. Bei diesem Konzil waren die wiederstreitenden Formen des Christentums gezwungen, sich einander zu stellen und ihre Unterschiede so weit wie möglich zu überbrücken. Als Ergebnis von Nizäa wurde Rom zum offiziellen Mittelpunkt der Orthodoxie, und jede Abweichung von diesem orthodoxen Glauben galt nicht mehr als bloße Verschiedenheit von Meinung oder Interpretation sondern als Häresie. (Da begann auch die Verfolgung und Tötung der Gnostiker.) In diesem Konzil von Nizäa wurde die Göttlichkeit Jesu - und der Charakter seiner Göttlichkeit - mit Hilfe einer Abstimmung festgelegt.

Aber ich weiß auch dass das viele der gläubigen Christen nicht war haben wollen. Ich habe sogar mal mit einem katholischen Priester über den Geburtstag von Jesus, also dem 6. Januar gesprochen und er hat gesagt, das sie dies in ihrem Studium auch lernen und auch neue Erkenntnisse, aber die Gläubigen wollen es nicht hören, sondern dass die alten Sachen beibehalten werden.

Hayagriva
@Flip
Zitat:
auf dem Konzil wurde nicht die Bibel kanonisiert noch irgendwelche Evangelien ausgewählt

Kanonisiert nicht, das stimmt, aber aussortiert, da hast du leider Unrecht. Und die Methoden dazu waren recht zweifelhaft. Sie hatten keinerlei fachlichen Hintergrund, da sich die lieben Kirchenväter auf keine fachliche Basis einigen konnten, aber Aktion war angesagt, da ansonsten das Machtgefüge unmittelbar bedroht war. Das zur Kirchengeschichte!

Gruß
Forum -> Gott


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