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Aggresive Muslime












@ positiv

Ich verstehe ehrlich gesagt das Problem nicht. Du verlangst von einem Moslem eine agnostische Haltung gegenüber seinen Glaubensgrundsätzen , was völlig absurd ist. Dein Verlangen nach Agnostizismus ist nämlich unberechtigt.

Ob der Anspruch des Islam für einen nicht Moslem die Wahrheit darstellt oder nicht ist doch völlig irrelevant. Wenn ein Moslem daran glaubt, dass der Koran das diktierte Wort Gottes ist,ist es für den Moslem auch so, da muss der Moslem keinesfalls Rechenschaft ableisten oder sich dem gegenüber diesbezüglich agnostisch verhalten.

Der Moslem muss nicht so tun, als ob er nicht davon überzeugt wäre, dass der Koran das Wort Gottes darstellt.

Kommen wir zurück zum Thema Aggressivität bei muslimen Jugendlichen:

Ich schließe mich Tobias an, wenn ein Mensch nicht genug andere Dinge im Leben hat über die er sich erfreuen und mit denen er sich ebenfalls identifizieren kann ist die Religion und die Nationalität das letzte was ihnen bleibt.

Wenn man dann die Fundamente dieses letzten geistigen Hab und Guts erschüttert wird es für den betreffenden Moslem gewiss keine fundierte Diskussion sondern innerhalb seiner Wahrnehmung ein Angriff und zwar völlig verständlich ! Zwar eben nicht gut und gewiss nicht optimal aber verständlich.

Man muss meiner Meinung nach Menschen ihr Fundament auch lassen, denn diese sind wichtig, um überhaupt auf etwas bauen und weiterkommen zu können - egal ob gut oder schlecht.
Liebe Freunde

Was mich bei dem "Diktat" des Koran direkt aus "Gottes Geist" durch den Erzengel Gabriel bis hin zur Feder Mohammeds zur Zeit noch interessiert ist, warum Gott die Inhalte des Alten Testments, Abrahams und der frühen jüdischen Propheten dem guten Mohammed so ganz ganz anders diktiert haben soll, als er das viele Jahrhunderte vorher anderen Schreibern "diktiert" hat.

Diese Frage bitte ich von einem entspannten Muslim oder einem klugen Bahai beantwortet zu bekommen.

Grüsse,
Andreas
Lieber Andreas,

Die Mission einer Religion ist nicht nur die Vereinigung der Menschen mit Gott, sondern auch die Vereinigung untereinander. Sie möchte die Vereinigung von Kulturen, Stämmen, Völkern und somit Menschenherzen. Die biblischen Überlieferungen im Koran stammen aus arabischen Evangelien und arabischen Ausgaben des alten Testaments. Die Mission des Islam hätte nicht auf die Weise gut fruchten können, wenn Gott anders diktiert hätte, als die Araber es bereits in der Hand hatten.

Beispielsweise hatten die Araber das Kindheitsevangelium nach Thomas in der Hand. Von da stammt die Geschichte über das Wunder Jesu einen Vogel aus Schlamm geformt und zu Leben erweckt zu haben.

Deswegen sagt Bahaullah auch, dass die Verschiedenheiten der Offenbarungen von den entsprechenden Umständen abhängen. Diese seien allerdings nicht der wesentliche Kern der Sache Gottes.

Was da für eine Weisheit dahintersteckt, dass verschiedene Überlieferungen im Umlauf waren, weiss nur Gott, der Erhabene, höchstpersönlich.

Gruß,
Rahiym
@Rahyim

Was den Jugendlichen angeht, schon verstanden...

Zu dem Anderen, was den "Diktat" Anspruch angeht. Solange ein Moslem, kannst auch einen Christen nehmen, egal, davon ausgeht, dass Aussagen aus dem Koran oder der Bibel oder oder für den Betroffenen ein Glaubensbild darstellt, sehe ich darin für diesen menschen und seine Glaubensgemeinschaft kein Problem.

Problematisch wird es, wenn wie offensichtlich in der islamischen Glaubenswelt, dieser Glauben auf die Allgemeinheit übertragen wird. - Die Ergebnisse in der früheren Missionsgeschichte der christl. Kirchen haben doch die gleichen Folgen gehabt. Intoleranz und Gewalt.

Wenn Muslime in Anspruch nehmen, dass auch für einen Nichtmuslimen der Koran als ein Diktat Gottes zu betrachten ist, abgesehen davon, dass dann das Ende der Religionsfreiheit eingeläutet ist, dann ist das nicht mehr nur eine Sache des einzelnen Muslimen. Und diese Praxis ist offensichtlich kein Einzelfall mehr. - Ein Bekannter aus Mainz hat eine ähnliche Erfahrung gemacht wie ich hier in Heilbronn. Es mag Zufall gewesen sein, ich hoffe es. Leider höre ich von meiner früheren Arbeitsstätte anderes, und das macht mich dann betroffen.

Gruß
Lieber Rahiym

Ersteres verstehe ich gut:

Zitat:
Deswegen sagt Bahaullah auch, dass die Verschiedenheiten der Offenbarungen von den entsprechenden Umständen abhängen. Diese seien allerdings nicht der wesentliche Kern der Sache Gottes.


Ich denke aber eher, dass sich das auf äussere Dinge der Religion wie z.B. Riten, Gebräuche, Alltagsgesetze bezieht. Der eine darf Schweine essen, der andere nicht. Der eine findet Kühe heilig, der andere isst sie. Das ist tatsächlich nicht der Kern der Religion.

Aber die Entwicklungsgeschichte unserer abrahamischen Glaubensrichtungen einfach verdrehen .... ?

Zitat:
Was da für eine Weisheit dahintersteckt, dass verschiedene Überlieferungen im Umlauf waren, weiss nur Gott, der Erhabene, höchstpersönlich.


Das ist mir klar. Das sag ich auch manchmal ... in bestimmten, schwierigen Situationen

Und die am Pragmatismus der Überzeugungskraft des Wortes gemessene Begründung verstehe ich schon. Klar funktioniert die Mission dann besser. Mir ist die Begründung aber etwas zu pragmatisch und wenig wahrheitstreu.

Ich meine die Geschichte Abrahams wird im Koran so anders erzählt... das kann doch nicht sein. Wo ist da die Wahheit? Und hat Gott es nötig Halbwahrheiten zu verbreiten, damit sein Wort die Kraft hat zu überzeugen?

Gruss,
Andreas
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