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Teil 2
Ja, ok, das verstehe ich schon. Auch dass das alles nur ein Beispiel sein soll. Aber hätten nicht die Geschichten in Ihrer richtigen Form auch dieser Sache gedient? Warum musste man sie dazu verdrehen? Hat Gott sie verdreht oder ein Mensch? Verdreht Gott Geschichten?
Ich will dazu sagen, dass ein Grossteil der Ablehnung, die der Koran durch Juden und Christen erfährt, seit alters her, auf dieser Falschdarstellung vom Leben der alten Propheten beruht, die der Christ und v.a. der Jude eben schon seit langem ganz anders kennt. Du musst zugeben, dass das nicht gerade Vertrauen schafft und dass das durchaus den Willen an die Gottesgesandtschaft Mohammeds und das Gottesdiktat des Korans untergraben kann. Selbst wenn ich wollte, könnte ich das nicht glauben, verstehst du?
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| Wie auch Tobias schon darauf hingewiesen hat, geht es nicht um ein materielles Ziel, sondern um die Erleuchtung der Menschenseelen. Wie genau Abraham jetzt wirklich lebte bzw. die Richtigstellung der Überlieferungen ist in Punkto Heilslehre nicht zwingend relevant. |
Klar, geschenkt. Auch hier unterschreibe ich sofort. Mir ist auch der Weg zur Erleuchtung der Herzen wichtig, nicht die Geschichten, die man aussenherum schnürt. Aber diese Abweichungen sind einfach ein Beleg, dass diese Geschichte mit dem Diktat des Korans durch den Erzengel Gabriel nicht stimmen kann. Ich meine, das ist für mich nicht das den Koran verwerfende Argument. Ich kritisiere damit nur die Vermessenheit zu behaupten, er sei von Gabriel diktiert. Einem Christen ist so eine Vorstellung fremd - wir sehen unsere alten Propheten und Evangelisten, also die Schreiber der Bibel, als inspiriert.
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Die Menschen werden nicht durch die richtige Überlieferung friedlicher, selbst wenn sie eine authentische Videoaufzeichnung von Abrahams leben in der Hand hätten.
Bedenke gerade Du als Christ: Wie viele Zeitgenossen Jesu Christi haben Ihn, den Sohn und Geist Gottes, verworfen selbst als sie mit eigenen Augen die Wunder, die Er vollbracht hat erlebten ? |
Hier zuletzt gebe ich Dir natürlich Recht. Ich meine auch nicht, dass das Thema kriegsentscheidend ist. Aber ich finde das Thema zwingt einen einfach auf ganz logische und verständliche Weise den Glauben aufzugeben, dass der Koran von Gott diktiert sit. Denn dieser Glauben ist einer der Pfeiler des islamischen Fanatismus, den man von hier im Abendland aus schon seit so vielen Jahrhunderten kritisch beäugt.
Schriften sind nie diktiert: sie sind göttlich inspiriert aber von Menschen verfasst. Und das ist der Grund für die Abweichungen. Da gehe ich mit Baha'u'llah überein. Denn diese Menschen lebten in verschiedenen Zeiten und Kulturen und deshlab hat die eine Wahrheit, die sie aufschrieben verschiedene Gesichter. Aber der Erzengel Gabriel hat Mohammed sicherlich nicht ein einziges Wort diktiert. So stehe ich dazu jedenfalls.
Gruss,
Andreas
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[/quote]Schriften sind nie
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diktiert: sie sind göttlich inspiriert aber von Menschen verfasst. Und das ist der Grund für die Abweichungen. Da gehe ich mit Baha'u'llah überein. Denn diese Menschen lebten in verschiedenen Zeiten und Kulturen und deshlab hat die eine Wahrheit, die sie aufschrieben verschiedene Gesichter. Aber der Erzengel Gabriel hat Mohammed sicherlich nicht ein einzige Wort diktiert. So stehe ich dazu jedenfalls.
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Danke Andreas, genau das ist das, was ich bei dem Anspruch zur Identität des Korans auf's heftigste kritisiere und auch ablehne, nämlich dass ein göttlicher Gedanke unfiltriert über den Menschen zu Menschen gelangt ist. Dem Menschen wird hier eine Art Unfehlbarkeit zugeschrieben, um die Authorität Gottes aufrecht zu erhalten.
Diese Auffassung ist in unserer westlichen Welt völlig unbekannt und auch kaum einsichtig. Daher auch der Widerstand auf diese muslimischen Ansprüche.
Über christliche Randgruppen, die gleiches mit einer Bibel praktizieren, wird gelächelt oder der Kopf geschüttelt, als "Randgruppe" sind sie toleriert. Die muslimische Gruppierung hat zuviele Unbekannte, und da wechslen sich - bedingt durch Nichtwissen - Angst und Sorge - Vorurteile miteinander ab!
Gruß
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Lieber Andreas - Teil 1
Gott zum Gruss.
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| Aber der Erzengel Gabriel hat Mohammed sicherlich nicht ein einzige Wort diktiert. So stehe ich dazu jedenfalls. |
Bevor wir ganz sicher sein können, dass der Erzengel Gabriel etwas diktiert oder nicht diktiert, schauen wir uns mal diesen Link an:
http://www.peters-bilderwelt.ch/IMG.....NB/Erzengel%20Gabriel.pdf
Der Inhalt für die nicht-Link-verfolger:
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Der Erzengel Gabriel wird auch als weibliches Wesen dargestellt. Er ist der Engel der Verkündigung, der Auferstehung und der Gnade.
Sein Name kommt aus dem hebräisch und bedeutet‚ Gott hat sich stark gezeigt’.
Im Alten Testament richtete Gabriel den zu Bodengestürzten Daniel auf, erklärte ihm seine Geschichteund prophezeite ihm die Ankunft des Messias.Zugleich wird er auch im Testament als der Schutzengel des erwählten Volkes bezeichnet.
Die Muslime glauben, dass Mohammed, der Prophet Allahs (570-632 n. Chr.), durch die Vermittlung des Erzengels Gabriel, arabisch >Djabril – Engel der Offenbarung<, die göttlichen Offenbarungen im Koran niedergeschrieben hat und dann in den Himmel gefahren worden ist.
Gabriel wird – wie Michael – Archistrategos genannt und für >göttlich schön< gehalten.
Er gilt den Christen als der Engel, der die Gebete der Menschen überbringt.
Auch Joseph erschien Gabriel im Traum, mit der frohen Botschaft von der Geburt Jesu (Matthäus-Evangelium 1,20) und hat diese auch Maria und den Hirten verkündet.
Gabriel hat Zacharias im Tempel die Geburt seines Sohnes Johannes des Täufers verkündet.
Die Volksüberlieferung kennt Gabriel als den, der die- dabei stets protestierende - Seele aus dem Paradies holt und während der neun Monate der Schwangerschaft erzieht. |
Wenn wir nun die Funktion und das Wesen des Jüdisch-Christlich-Muslimischen Engels Gabriel ( Cebrail, Djabril ) erkennen, wird die Sicherlichkeit Deiner Überzeugungen entkräftet, sofern Du auch wirklich Christlichen Glaubens bist...
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Lieber Andreas - Teil 2
Nun zu den "Korrekturen" der Aussagen des AT und des NT, die im Koran stehen.
Kann es objektiv betrachtet sein, dass die Bibel immer Recht hatte oder doch verfälscht wurde?
Kann es objektiv betrachtet sein, dass die Aussagen eines bestätigenden Koran's die Rosarote Brille der selbsterfundenen Geschichten zerschmettert?
Sind die Aussagen, die im Koran stehen weniger Wahrheitsvoll als die in der Bibel?
Wer weiss. Wer kann sich darin so sicher sein...
Wer war damals dabei, als das er "aus erster Hand" berichten könnte?
Was ist, wenn der eigene Intellekt aus purer irrationaler Angst der unbequemen Wahrheit nicht ins Gesicht schauen will?
Nicht das die Muslime nun die Wahrheit sehen. Auch sie verschliessen die Augen und werden Fanatisch, wie die Christen und die Juden es mal waren.
Nur haben die fanatischen Juden und die fanatischen Christen "Ihre schreckliche Abrechnung" bekommen.
Wenn die Zeit reif ist, kannst Du Dir gewiss sein, dass auch die Fanatiker im Islam "ihre Abrechnung" erhalten...
Denn Gott ist Gerecht. Jeder bekommt seinen wohlverdienten Lohn.
Die einen früher die anderen später. Das ist eine der Kernaussagen des Korans. Sie schrekt diejenigen ab, die mit Konsequenzen zu rechnen haben. Doch nicht alle.
Denn gerade diejenigen, die die Menschen zu Gott zwingen wollen, sind diejenigen ohne Gott... Das ist eine weitere Kernaussage im Koran.
Eine weitere Kernaussage im Koran ist. Du kannst Dir nie sicher sein, das Du richtig handelst. Wärest Du Dir sicher, dann hättest Du bereits die Barmherzigkeit erlangt. Dann aber könntest Du nicht handeln...
Lass Dich nicht wegen gewissen sogenannt unvereinbaren Aussagen Dir den Weg zu Gott versperren. Denn diese Aussagen sind nicht Deine Aussagen. Diese kommen von Aussen... ( Das denke ich jedenfalls )
Du braucht nicht den Koran zu lesen oder zu bestätigen.
Es reicht, wenn Du an Erzengel Gabriel und seine Funktion glaubst.
Vielleicht überbringt er dann Deine Gebete auch zu Gott...
Gruss
Nasruddin
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Lieber Nasruddin
Du nimmst meine Intention vollkommen falsch war.
Ich wollte nicht den Koran widerlegen weil er nicht von einem Engel diktiert worden sei, sondern ich wollte genau darauf hindeuten, dass man daraus keinen Allgültigkeitsanspruch per se ableiten kann, da es bildlich gemeint ist.
Ich weiss doch, dass der Engel bildlich gemeint ist. Das muss du mir nicht erklären!
Erkläre es lieber den Muslimen, die das so auslegen, als wäre das tatsächlich und wortwörtlich so gemeint. Viele verstehen es so, dass Gott fast selbst den Koran diktiert hat. Und das macht sie so arrogant gegenüber Andersgläubigen - dieses Fehlverständnis ist die Wurzel vielen Übels!
Denn dies ist eine der Säulen des Fanatismus, der, auch da gebe ich dir Recht, bestraft werden wird, wie auch der Fanatismus anderer Religionen bereits bestraft worden ist.
Gruss,
Andreas
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