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Ja, Nasruddin,
ohne Frage kann man den Buddhismus in wenigen Sätzen verstehen, da gebe ich Dir vollkommen Recht. Nicht umsonst fand er beim "einfach Volk" genauso Zustimmung wie bei den "Gelehrten".
Aber die Frage nach "Gott im Buddhismus" ist entweder ganz leicht zu beantworten ("Es gibt in unserem Sinne keinen Gott"), oder aber sehr kompliziert, indem man alle Hintergründe des buddhistischen und hinduistischen Pantheons aufdröselt und in seinem historischen und sozialen Zusammenhang verstehen lernt.
Was ich nicht hilfreich finde, aus dem (besonders Pali-)Buddhismus einzelne Sätze herauszusuchen und diese mit UNSEREM theologischen/theistischen Hintergrund in die Diskussion zu werfen. Und genauso wenig hilfreich ist es, mal vom Pali-Buddhismus zu reden und dann wieder den Tibetischen Buddhismus zu thematisieren. Das wäre so, als würde ein streng-katholischer Exeget versuchen, seine Thesen mit dem Anliegen der liberalen und fast schon nicht-theistischen Quäker zu begründen und zu beweisen. Der Tibetische Buddhismus hat mit dem Pali-Buddhismus kaum mehr etwas zu tun, ausser der Grundlehre der Vier Edlen Wahrheiten. Schon beim Edlen Achtpgfad gibt es gravierende Abweichungen...
Übrigens geht so ein Herausnehmen einzelner Thesen selbstverständlich auch nicht mit dem Koran und mit der Bibel, da sind wir völlig einer Meinung.
>Die Unbeständigkeit von allem im Diesseits ist gewiss. Deshalb sollen wir auch nie stillstehen, uns immer weiterentwickeln und bewusst uns von unserem Karma befreien. ... "
Auch da stimmen wir überein, wobei ich das Karma etwas anders intereptiere als Du, aber das ist sekundär.
Lieben Gruss
PeBu
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@Pebu
übrigens:
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| Wenn wir die buddhistischen Texte in Bezug auf Gott, Mara (was nicht der "Teufel" ist, sondern eine Personalisierung des Bösen (wobei der Buddha solche Begriffe nur zum besseren Verständnis seiner Hörer verwendet hat)) usw. lesen, müssen wir UNSERE theistische Sicht von Gott als dem "Höchsten", dem "Allmächtigen", dem Einzigen Schöpfer fallenlassen |
Wenn im Koran steht:
| Zitat: |
Im Namen des barmherzigen und gnädigen Gottes.
1 Sag: Er ist Gott, ein Einziger, 2 Gott, durch und durch (er selbst)(?) (w. der Kompakte) (oder: der Nothelfer(?), w. der, an den man sich (mit seinen Nöten und Sorgen) wendet, genauer: den man angeht?). 3 Er hat weder gezeugt, noch ist er gezeugt worden. 4 Und keiner ist ihm ebenbürtig.
[Sure 112. Der Glaube ohne Vorbehalt: Der Koran, S. 1096 (vgl. Sure 112, 1-4) (c) Verlag W. Kohlhammer] |
Ich habe diese Formulierung, die weniger holprig ist:
| Zitat: |
Allah ist der alleinige einzige und ewige Gott.
Er zeugt nicht und ist nicht gezeugt.
Und kein Wesen ist ihm gleich. |
Wenn Allah nicht zeugt und nicht gezeugt wird.
Was glaubst Du Pebu?
Ist da vom Schöpfergott die Rede?
Und wenn kein Wesen ihm gleich ist.
Kann denn dann Brahma als Wesen "der aus der leuchtenden Art des Daseins verschieden ist und hier erschienen ist" , denn Allah sein?
Und kann es neben Allah, der allein und einzig ist noch andere Götter geben?
Ist die Ewigkeit nur auf das EINE vorbehalten, das immerwährend ist.
Als DASEIN. Als derjenige der Sagt: "Der der ich bin".
Und die Hindus. Was sagen die in der Atmanlehre?
| Zitat: |
Der Ursprung der Dinge.
Rigveda 10,129.
1.
Damals war nicht das Nichtsein, noch das Sein,
Kein Luftraum war, kein Himmel drüber her. -
Wer hielt in Hut die Welt, wer schloss sie ein?
Wo war der tiefe Abgrund, wo das Meer?
2.
Nicht Tod war damals noch Unsterblichkeit,
Nicht war die Nacht, der Tag nicht offenbar. -
Es hauchte windlos in Ursprünglichkeit
Das Eine, ausser dem kein andres war.
3.
Von Dunkel war die ganze Welt bedeckt,
Ein Ozean ohne Licht, in Nacht verloren; -
Da ward, was in der Schale war versteckt,
Das Eine durch der Glutpein Kraft geboren.
4.
Aus diesem ging hervor zuerst entstanden,
Als der Erkenntnis Samenkeim, die Liebe; -
Des Daseins Wurzelung im Nichtsein fanden
Die Weisen, forschend, in des Herzens Triebe.
5.
Als quer hindurch sie ihre Messschnur legten,
Was war da unterhalb? und was war oben? -
Keimträger waren, Kräfte, die sich regten,
Selbstsetzung drunten, Angespanntheit droben.
6.
Doch, wem ist auszuforschen es gelungen,
Wer hat, woher die Schöpfung stammt, vernommen?
Die Götter sind diesseits von ihr entsprungen!
Wer sagt es also, wo sie hergekommen? -
7.
Er, der die Schöpfung hat hervorgebracht,
Der auf sie schaut im höchsten Himmelslicht,
Der sie gemacht hat oder nicht gemacht,
Der weiss es! - oder weiss auch er es nicht?
[Anonyme Werke: Brahmana's und Upanishad'n. Die Bibliothek der Weltliteratur, S. 81512 (vgl. Veden, S. 3-4)]
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Gruss
Nasruddin
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Lieber Nasruddin,
ich kann dazu nichts sagen. Im Gegensatz zu vielen anderen hier masse ich mir nicht an, mich zu einer Religion zu äussern, die ich nicht kenne. Den Islam und den Koran und den Hinduismus kenne ich nicht bzw. kaum.
Liebe Grüsse
PeBu
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Lieber Pebu
Es geht schnell die Schreiberei:
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| Aber die Frage nach "Gott im Buddhismus" ist entweder ganz leicht zu beantworten ("Es gibt in unserem Sinne keinen Gott"), oder aber sehr kompliziert, indem man alle Hintergründe des buddhistischen und hinduistischen Pantheons aufdröselt und in seinem historischen und sozialen Zusammenhang verstehen lernt. |
Gott oder Götter gibt es im Buddhismus. Das ist für mich ohne weiters nachvollziehbar und beweisbar.
Denn:
Buddha spricht selbst von seinen Dialogen mit den Göttern...
Vor allem mit Brahma ( dem Schöpfergott ). Aber Brahma ist nicht der Einzige, denn auch Shiva oder Vishnu wird angetönt.
Doch es gibt ausserhalb der Götterwelt noch etwas weitergehendes.
Dies ist Samsara und Nirvana zugleich. Für meine Begriffe.
Und geht hinüber zur begriffslosigkeit. Als Das ist und nicht ist.
Und Deine Aussage:
| Zitat: |
| Was ich nicht hilfreich finde, aus dem (besonders Pali-)Buddhismus einzelne Sätze herauszusuchen und diese mit UNSEREM theologischen/theistischen Hintergrund in die Diskussion zu werfen. |
Du wirst vielleicht gemerkt haben, das ich keinerlei Beschränkungen kenne. Insbesondere trenne ich mich bewusst von theologischen/theistischen Hintergründen UNSERER Kultur...
Was nun aus einzelnen Sätzen entsteht ist ein Hinweis - den Link für den ganzen Auszug habe ich aber mitgeliefert -.
Aus diesem Hinweis nehme ich gemäss Mengenlehre eine andere Lehre, schaue ob diese interpretativ ( Sinngemäss ) hineinpasst, und...
Bind dem Wahrheitsgehalt einer Aussage näher als derjenige Schriftenkenner in seinem Bedingten selbstgesetzen Rahmen aus Glauben Teilwissen, Aberglauben und in Unkenntnis der damaligen Hintergründe.
Also die Synthese ist eine Wissenschaft ( der kleinste gemeinsame Nenner, bzw. die Schnittmenge ) , die es auch dem einfachsten Menschen möglich macht, mit verschiedenen Aussagen über Etwas in verschiedenen Kleidungen aber mit gleichem Inhalt, zu erkennen.
Und glaube mir.
Diejenige die Unterscheiden haben, im Gegensatz zu den nicht Unterscheidern ( Synthetikern ), grosse Probleme beim Erkennen.
Denn zum Erkennen ist der Unterschied zum Unterschied ein Hindernis.
"Maro lässt in seinem Netz genau diese Fische zappeln..."
Nicht umsonst hat Mohammed gesagt.:
"Wir machen keine Unterschiede!"
Gruss
Nasruddin
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@_leer
| Zitat: |
| Buddha selber stammt aus der Krieger-Kaste, er benutzt einige Metaphern, die mit etwas wie Kampf zu tun haben. Zum Beispiel bedeutet das Ideal des späteren Buddhismus, der Bodhisattva - ein mitfühlendes Wesen, das zugunsten anderer auf die Erleuchtung verzichtet - auch Krieger. Es geht hier mehr aber um einen inneren Kampf. |
Lieber Leer.
Auch wir Mohammedaner interpretieren den Krieg als den Inneren Kampf mit uns selbst.
Dass gewisse selbsternannt Muslime noch Kriege nach Aussen führen ist ein tragisches Missverständnis und falschinterpretation des Korans.
So wie auch im Christentum ( welches ein Auge dennoch aussreissen kann - Wie brutal ! ) geneigt sein will, die andere Wange hinzuhalten, und dennoch Menschen verbrannt und in Kriegen Menschen umgebracht hat.
Dasselbe gilt auch bei den Buddhisten bei der gewaltsamen Bekehrung der Mongolei und der Hinrichtung ihrer Schamanen mit dem Glauben an Tengrismus und Schamanismus.
Real und unerbittlich sage ich:
Wir haben alle, aber alle Dreck am Stecken!
Und das ist eine Gewaltige Sch .. sse !
Gruss
Nasruddin
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