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Lieber Positiv
Danke für Deine Ausführungen.
Ich werde Sie mehrmals durchlesen, da Du in die Tiefe gegangen bist.
Was mich aufrichtig erfreut. Da spornt mich an.
Ich sende Dir nun diesen Link.
http://www.palikanon.com/majjhima/m049n.htm#top
es ist ein Auszug von:
Majjhima Nikaya, Mittlere Sammlung
M. 49. Brahmas Heimsuchung - Brahmanimantanika Sutta (von K.E.N.)
Darin geht es um die Heimsuchung Brahmas Bako, zum Schweigen gebrachten Maro dem Bösen und dessem Netz in dem sich alles verfängt inkl. die Götter.
Sofern ich es richtig verstanden habe bezieht sich Bako auf Vishnu oder trimurti. So genau habe ich es nicht fertig analysieren können. Ich bin halt noch unbeholfen.
Aber diese Stelle hat mich auf gewisse Ideen gebracht, die mir jedenfalls nicht Fremd sind:
| Zitat: |
| Es gibt, Brahma, eine leuchtende Art des Daseins: aus dieser verschieden bist du hier erschienen, wo dir im Laufe deines ungemein langen Verweilens die Erinnerung daran entschwunden ist; daher kennst du und siehst sie nicht, die ich kenne und sehe. |
und
| Zitat: |
| Und es gibt, Brahma, eine strahlende Art des Daseins, und es gibt, Brahma, eine gewaltige Art des Daseins: die kennst du nicht und siehst sie nicht, die ich kenne und sehe. |
Nach Nasruddinischer Esels-Logik habe ich dieses leuchtende, strahlende und gewaltige Art des Daseins mit Allah assoziiert.
Gruss
Nasruddin
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Hallo, Nasruddin, guten Morgen.
Natürlich gibt es für den Buddha Brahma. Aber im Gegensatz zum Hinduismus sieht der Buddha ihn nicht als Gott im Sinne unseres theistischen Denkens und Glaubens, sondern als einen Bewohner des Götterhimmels (deva), in welchen JEDES Lebewesen hineingeboren werden kann, sofern er sich im Laufe seiner unendlichen Weltenwanderung/Wiedergeburten karmisch darauf vorbereitet und schult. Auch der Götterhimmel ist "endlich" (wenn auch in für den Menschen unvorstellbar langen Zeitdimensionen), jeder der dortigen Götter (auch der höchste Deva, Brahma!) muss irgendwann auch wieder sterben, und entweder, er wird dann in irgendeiner anderen Sphäre wiedergeboren (Götterhimmel, Gespensterwelt, Menschenwelt, usw., aber auch die sind alle zeitlich-endlich), oder aber er "endet" im Nirwana, wo er dann nicht wiedergeboren werden muss.
Wenn wir die buddhistischen Texte in Bezug auf Gott, Mara (was nicht der "Teufel" ist, sondern eine Personalisierung des Bösen (wobei der Buddha solche Begriffe nur zum besseren Verständnis seiner Hörer verwendet hat)) usw. lesen, müssen wir UNSERE theistische Sicht von Gott als dem "Höchsten", dem "Allmächtigen", dem Einzigen Schöpfer fallenlassen, sonst können wir die Texte gar nicht verstehen. Ich habe fast 10 Jahre gebraucht, um das alles auch nur ansatzweise zu begreifen (und ich habe mit intensiv damit auseinandergesetzt, mit Hilfe einer palibuddhistischen Lehrmeisterin), und seitdem ich mich vom Pali-Buddhismus entfernt habe, habe ich auch vieles wieder vergessen, weil das Ganze höchst kompliziert ist. Die Mönche des Theravada studieren ein ganzes Leben lang, bevor sie IN ANSÄTZEN von sich behaupten, sie hätte verstanden.
Eines ist wichtig: Wir können die buddhistischen Texte nicht 1 zu 1 mit unseren Vorstellungen von "Gott" deckungsgleich setzen. Das sind sie nicht.
Lieben Gruss
PeBu
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@UnbGeist
| Zitat: |
| Buddhismus ist eine der wenigen Weltanschauungen, die wirklich voll und ganz auf Frieden setzen. Ich mag den Buddhismus, auch wenn ich kein Buddhist bin. |
Antwort von Leer.
| Zitat: |
Ja, den Vorteil dieses Klischees genießen wir |
Bauen wir mal am Friedfertigkeit des Buddhismus und am Klischee der Friedfertigkeit herum.
Lassen wir Buddha selbst seine Aussage machen:
| Zitat: |
Auch Brahma hat da, Vasetther, Der ewige Jüngling, den Spruch gesagt:
'Der Krieger ist der höchste Herr
Von allen, die von Adel sind;
Der wissend, wandelnd ist bewährt
Ist höchster Herr bei Gott und Mensch.'
Das aber ist da, Vasetther, ein Spruch, den Brahma, Der ewige Jüngling, recht gesungen, nicht unrecht gesungen, recht gesprochen, nicht unrecht gesprochen hat, der sinnig ist, nicht unsinnig, dem ich zugestimmt habe. Auch ich, Vasetther, sage das:
Der Krieger ist der höchste Herr
Von allen, die von Adel sind;
Der wissend, wandelnd ist bewährt
Ist höchster Herr bei Gott und Mensch.«
[Aus der Längeren Sammlung: 3. Teil. Buch des Patikaputto. Die Reden Buddhas, S. 3421 (vgl. Buddhos Bd. 2, S. 487-488)] |
Und wenn ich nicht falsch informiert wurde, wurden die Mongolen mit Gewalt bekehrt, indem ihre Schamanen ermordet wurden. "Ermordet" im Sinne des Schreibstils von Gnostik und anderen Mohammed-Kennern.
Wer Kriege führt und Krieger ist, der wird auch von Buddha als höchster Herr angesehen ...
Mann eure Träumereien uns Selbstlobhudeleien möchte ich haben! ...
Dann könnte auch ich Endlich, ja endlich mal den schönen Schlaf des (Selbst- ) Gerechten auskosten...
Gruss
Nasruddin
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Brahma konvertiert übrigens in der buddhistischen Mythologie, wie viele andere Götter und Wesen auch, zum Buddhismus und schützt nun den Dharma/Lehre.
Buddha selber stammt aus der Krieger-Kaste, er benutzt einige Metaphern, die mit etwas wie Kampf zu tun haben. Zum Beispiel bedeutet das Ideal des späteren Buddhismus, der Bodhisattva - ein mitfühlendes Wesen, das zugunsten anderer auf die Erleuchtung verzichtet - auch Krieger. Es geht hier mehr aber um einen inneren Kampf.
Dhammapada:
03-105:
Ein größerer Krieger
als der,welcher
tausendmal tausend Männer
besiegt, ist der, welcher nur
einen --
sich selber
besiegt.
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@pebu
Lieber Pebu. Danke für Deine Hinweise.
| Zitat: |
| Eines ist wichtig: Wir können die buddhistischen Texte nicht 1 zu 1 mit unseren Vorstellungen von "Gott" deckungsgleich setzen. Das sind sie nicht. |
Dies gilt übrigens für den Koran auch.
Denn die letzen 3 Erkenntnisse, die dem Brahma in der Götterwelt vergessen hat, sind für mich aber überhaupt nicht kompliziert und vor allem sehr einfach zu verstehen...
| Zitat: |
| Es gibt, Brahma, eine leuchtende Art des Daseins: aus dieser verschieden bist du hier erschienen, wo dir im Laufe deines ungemein langen Verweilens die Erinnerung daran entschwunden ist; daher kennst du und siehst sie nicht, die ich kenne und sehe. |
und
| Zitat: |
| Und es gibt, Brahma, eine strahlende Art des Daseins, und es gibt, Brahma, eine gewaltige Art des Daseins: die kennst du nicht und siehst sie nicht, die ich kenne und sehe. |
Diese 3 Erkenntnisse über das Dasein reichen mir mit den Kenntnissen des (Hinduistischen Bhagavat-Ghita - Gleich am Beginn ) um es zu verstehen.
Zu "Kennen", das kann ich nicht sagen, da ich kein Buddha und diese 3 Erkenntnisse noch nicht erlebt habe.
Aber die Esels-Logik des Nasruddins sagt:
Genau diese Art des Dasein das wir "Kraft Gottes" nennen oder als Allah bezeichnen oder als das EINE ( unteilbare ) oder Energie kann uns befreien, Dazu gehört die Ergebenheit in dieses Dasein bei der Geburt. Und im Tode kann uns diese Ergebenheit aus dem Kreislauf des Lebens ( Samsara ) befreien.
Mit dieser inneren Haltung kann, wie auch im Tibetanischen Totenbuch beschrieben, schon bereits am Anfang nach dem Tod die Befreiung ( Erlösung ) erreicht werden...
Aber man muss sich ihr bewusst und in Gänze hingeben. Dann wird sich uns weder Maro noch die Götterwelt entgegenstellen.
Die Unbeständigkeit von allem im Diesseits ist gewiss. Deshalb sollen wir auch nie stillstehen, uns immer weiterentwickeln und bewusst uns von unserem Karma befreien. ...
Das habe ich von Buddha gelernt...
Gruss
Nasruddin
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