|
|
|
@solution
könnte man nach deiner Herangehensweise an dieses Problem nicht eigentlich generell die Existenz von so ziemlich jeder historischen Person anzweifeln?
|
|
|
|
@solution_1
| Zitat: |
| Nur an seine Existenz wird wenigstens nur geglaubt und nicht als Wahrheit dogmatisiert. |
Diesen Unterschied, übertragen auf die Bibel (Glaubensüberlieferung) und den Koran ("Gottesüberlieferung") wird offensichtlich seitens des Islams verkannt. Plötzlich werden offensichtlich biblicxhe Texte, die als Glaubensüberlieferung auch gelten, als Wahrheitsdarstellung umdefiniert. Alleine aus der Warte heraus kann der Koran keine göttliche Übertragung in dem Sinne sein, da viel zu viele Elemente einer früheren Glaubensüberlieferungen enthalten sind.
Aber mache das einem gläubigen Muslime einmal verständlich?
Gruß
|
|
|
|
@Tobias
| Zitat: |
| Ja falsifiziere uns doch einmal bitte die Existenz des Propheten Mohammeds? |
Da offensichtlich keine unabhaengige Quelle seine Existenz bestaetigen kann und nicht einmal abhaengige Quellen existieren die zeitgleich verfasst wurden, ist die Beweislage m.E. erheblich zu duenn um deshalb eine Existenz als erwiesen ansehen zu koennen. Das sagt einem schon der gesunde Menschenverstand.
Die wissenschaftlichen Anforderungen (nach Popper)an einen Beweis sind noch schaerfer und keinesfalls erfuellt.
Nun ist ein zu untersuchender Sachverhalt unbewiesen, so ist das Prinzip Ockhams anzuwenden.
Ist die Existens Mohammeds als geschichtliches Ereignis im 6. Jahrhundert notwendig? Nein!
Also ist der einfachere Fall vorzuziehen. Die Nichtexistenz!
Das zumal sehr plausibele Alternativerklaerungen fuer das Entstehen des Islams existieren!
| Zitat: |
| Anhand von Quellen kannst du das kaum, da dort vom Ihm berichtet wird. |
Dummerweise sind diese Quellen zum Teil erheblich juenger, mindestens jedoch rund 100 Jahre nach seinem angeblichen Tod angefertigt worden.
| Zitat: |
| Seine Existenz lässt sich also, wie dies bei einigen historischen Dingen so ist, weder falsifizieren, noch bestätigen |
Du vergisst Ockhams Rasiermesser!
| Zitat: |
| Schließlich hätte es ja doch eine gigantische Verschwörung zur Erfindung Mohammeds gegeben haben. |
Keineswegs. Hier wurde schon das Prinzip der stillen Post angesprochen. Weitere sind die der Psychologie und vor allem der Massenspychologie, (Vergl. Le Bon - Psychologie der Massen - Psychologie des foules Psychologie der Massen (1895) Übersetzung: Rudolf Eisler, 1911 www.textlog.de/le-bon-psychologie.html)
So laesst sich die Entstehung des Islams recht problemlos ohne einen Propheten nachweisen.
Schliesslich bleibt anzumerken, dass, wie positiv richtig beschrieb, der Koran ganz offensichtlich eine Wissens und Glaubenszusammenstellung seiner Zeit ist. Diese Sammlung nach Zusammenstellung als goettlich zu deklarieren ist, wie ich finde sehr plausibel um Verfaelschungen vorzubeugen. (Wer will schon Gott ins Handwerk pfuschen!)
Den Schluss von einer zu tiefst menschlichen Deklaration als goettliches Buch zum Glauben der Koran sein von Gott ist wiederum massenpsychologisch recht gut erkaerbar.
lg
|
|
|
|
| Nur, daß diese - vom Menschen - vorgenommene göttliche Authorisierung für die Folgezeit eine katastrophale Unbeweglichkeit hervorgerufen hat....
|
|
|
|
yup, positiv, ich gebe dir vollkommen recht!
War wohl ein klassisches Eigentor
|
|
|