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Frage zum Thema "Kriegerische Religion"












@Gnostik

Guten Tag Gnostik. Entschuldige, das ich mich einmische. Aber gewisse Informationen die Du hier angibst sind für mich zu verallgemeinernd, zu flach und indoktrinierend.

Zitat:
Da gab doch schon x Diskusionen über die Rolle von Jesus im Islam. dass sie ihn als Propheten anerkennen usw.


Nicht nur Jesus allein.

Zitat:
aber Mohammed ist eben ihr Prophet und für sie wichtiger.


Mohammed ist nicht unser Prophet, sondern er ist Gottes Prophet. Ein Gesandter Gottes. Es steht nirgendwo, dass Mohammed der Menschen Prophet ist. Aber das er der Gesandte Gottes ist, wie Jesus und andere Propheten. Auch Buddha.

Zitat:
Genauso gut kannst du fragen warum sie sich nicht an die Gebote Buddahs halten. oder die Gesetze ihres jeweiligen Landes.


Fanatiker haben nie etwas gemeinsames mit der in Ihrer Umgebung. Das gilt für alle ob Christen oder Juden oden Muslime oder Hindus oder sonstwelche Irre!
Gläubige werden aber immer daran erinnert ihre jeweiligen Regionalen Regeln einzuhalten. Diese ist die grosse stille Masse. Die Schafe und die Lämmer der Gesellschaft.

Zitat:
Solange Jesus für sie Lehmvögelchen fliegen läßt, finden sie ihn ja ganz nett aber ansonsten ? müßen sie wohl eher gegen das christliche Verständnis (Gottessohn) argumentieren.


Es beeindruckt mich nicht die geringste Bohne, dass Christus anscheinend Lehmvögelchen fliegen liess. Das kann jeder Prophet, wenn es ihm von Gott erlaubt wird...

Das Christliche Verständnis vom alleinigen Gottessohnschaft Jesu ohne die restliche Menschenheit einzubeziehen, lehne ich auch ab. Es ist eine verdummende Ansicht!
Denn dann bleibt der Mensch aussen vor.
Kann das sein?

Wenn jemand aber von unserem gemeinsamen Vater spricht, dann habe ich keinerlei Argumente dagegen, da hiermit alle Menschen und auch alle Geschöpfe und unser Universum und überhaupt die gesamte Schöpfung damit einbezogen wird ...

Ein Vorschlag.
Wie wäre es, wenn sich Christen als Brüder von Jesus ( des Menschensohn - Adams-Sohn ) betrachten würden?

Ein weiterer Vorschlag.

Wie wäre es, wenn Muslime sich als Freunde von Allah und nicht als Parteigänger des Mohammedanertums betrachten würden?

Ein letzter Vorschlag.

Wie wäre es, wenn Fanatiker auf allen Seiten von Anfang an in einen Topf geworfen und dann mit einem Deckel darauf abgekocht würden?...
Das ist vielleicht anmassend aber solange sich die Politik Vorteile darüber verschafft, dass mit dem Fanatismus die Welt regiert wird, solange wird es immer wieder "Kriegerische Religionen" geben.

Die nächste "Kriegerische Religion" wartet an der Tür...

Zitat:
Deine Beiträge in dieser Beziehung wirken oft wie Missionierunsversuche und deshalb meine Schlußfolgerung der Kommunikationsverhinderung.


Das lasse ich mal unkommentiert.


Gruss
Nasruddin
Sakina

hallo nasruddin
Zitat:
Aber gewisse Informationen die Du hier angibst sind für mich zu verallgemeinernd, zu flach und indoktrinierend.

Es war eine eher flapsiger Kommentar für positiv.
meine Position z.Z. ist eher die dass ich am liebsten erst mal alle zum "Unglauben" bekehren würde.und dann von da aus, auf einer rationalen Ebene weiterdiskutieren würde.
Aber soviel ich von "Moslems" weiß ist das noch schlimmer als jemanden zu töten.ich erspare mir die Angabe der Koransure. etc.(verallgemeinernd, zu flach und indoktrinierend) ich weiß.
Wir stehen ja nicht isoliert in der Geschichte als autonome Persönlichkeiten.
Und "unsere" Propheten und Lehrer auch nicht.

Wenn ich mir z.B. einen Quintus Septimius Florens Tertullianus
http://de.wikipedia.org/wiki/Tertullian
anschaue.(den Erfinder der christlichen Hölle)(möglicherweise auch der moslemischen) dann weiß ich, dass nicht nur ein Paulus und Petrus das Christentum gemacht haben .
sondern ganz wesentliche Elemente von solchen "Fanatikern" wie Tertullian erfunden (fantasiert)(gepredigt) wurden.
und diese Elemente in der Lehre (im Volksglauben ) fröhlich weiterhin rumgeistern, und bei passender Gelegenheit, auch das Verständnis und Handlungen beeinflußt.
Eine kritische Haltung seinem eigenen "Glauben" gegenüber würde ich mir vermehrt wünschen.

Wieso sind z.B. Denker wie Philon von Alexandria fast unbekannt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Philon_von_Alexandria
Mogliche Antwort :damit kann man doch keinen manipulieren.
:die Leute könnten anfangen selber zu denken.etc.

mfffgggg gnostik
Aus dem genannten Link -

Gott und die Welt [Bearbeiten]Philon vertritt die völlige Trennung – nicht nur die Unterscheidung – von rein geistiger Welt (kosmos noêtos) und sinnlich wahrnehmbarer Welt (kosmos aisthetos). Die Trennlinie wird von Philon so streng gezogen, dass ihm Gotteserscheinungen im biblischen Sinn unmöglich erscheinen. Da Gleiches nur durch Gleiches erkannt werden könne, sei eine wirkliche Erkenntnis Gottes für den Menschen unmöglich. Das jüdische und christliche Konzept der Selbstoffenbarung Gottes rückt bei Philon in den Hintergrund. Ausgehend von dieser Trennung sucht Philon nach einer Antwort auf die Frage, wie dennoch die Vermittlung zwischen Gott und Welt geschehen kann. Philos Lösung: Wir können zwar nie das Sein selbst, also Gott, wahrnehmen, aber doch seine Kräfte (dynameis). Diese Kräfte sind biblisch auch durch die Gottesnamen theos und kyrios ausgedrückt. Obwohl die Kräfte eigentlich ohne Zahl seien, nennt Philon meistens drei oder auch sechs. Seine Dreizahl der Kräfte Gottes wurde bei der Ausformulierung der christlichen Trinitätslehre aufgegriffen. Die Trias besteht bei Philon meistens aus Gottes Güte und Autorität, die beide durch Gottes Logos zusammengehalten werden. Der Logos ist der Aspekt Gottes, der in Beziehung zur geschaffenen Welt steht; manchmal wird er jedoch auch als eigene Hypostase behandelt und bisweilen sogar deuteros theos (zweiter Gott) genannt. Die Kräfte Gottes, mit denen er in der Welt wirkt, identifiziert Philon dann auch mit den Engeln der Bibel sowie mit den daimones der griechischen Philosophie.

Zitat:
gnostik: die Leute könnten anfangen selber zu denken.etc.


Ohne Denken, Sprache, Arbeit wäre der Mensch nicht Mensch. Nur denkt der Mensch - jeder Einzelne - in ganz andere Richtungen. In der Vielfalt des Denkens gibt es gewissen Strömungen und ob sie dem Menschen bewußt sind oder nicht - diese verschiedenen Denkweisen haben sich auch niedergelegt in der Geschichte der Entstehung der Bibel und des Christentums. Allgemein in der Entwicklung der Menschheit. Verfolgen wir die Philosophien des alten Griechentums - bei den Römern und noch weitere zurück, so kann man erkennen, daß gewissen Wahrheiten sich immer durchsetzen, daß es immer Menschen gab, die mit ihren Gedankenansätzen weitere Menschen beeinflußten, die diese Ansätze weiter entwickelten.

Hier im Inhalt des Links denkt auch einer, aber es ist nur Einer von Vielen, und es werden sich wieder viele Andere finden, die dem Inhalt widersprechen werden.

In diesem Link schreibt der Autor:
http://www.klarblicker.de/forum/viewtopic.php?t=3940

"Mit Philon haben wir aber den Beweis, dass es diese allegorische Denkweise schon gab, bevor die Evangelien verfasst wurden. Wenn wir das akzeptieren, was eigentlich offensichtlich ist - nämlich, dass die Evangelien einen allegorischen Schriftsinn transportieren -, dann kehrt sich diese Perspektive um. Dann steht nämlich die allegorische Sichtweise am Anfang der Evangelien. "

Manchmal denke ich, daß, je weiter wir in der Geschichte zurückgehen, desto mehr erkennen wir, daß die Vergangenheit uns verfolgt bis in die weitere Zukunft. Es sind wohl zu viele Philosophien, die geschrieben und ausgedrückt wurden - wir finden sie in der Neuzeit immer wieder - in allem, was "neu" geschrieben wird. So gesehen basiert unsere heutige Weisheit auch nur auf dem bereits vor Jahrtausenden Erkanntem.

Oder sollte ich mich täuschen, dann bitte ich, mich zu korrigieren.

Gruß
Sakina

@Gabriele
Zitat:
So gesehen basiert unsere heutige Weisheit auch nur auf dem bereits vor Jahrtausenden Erkanntem.

Basieren natürlich.
aber wenn ich mir heute eine x beliebige Bio-Doktorarbeit anschaue, lese.
dann verstehe ich nur noch Bahnhof. nämlich absolut garnichts mehr.
Während ich mit dem vor Jahrtausenden geschriebenen keine Probleme habe. Das heist für mich dass das heutige spezial Wissen um einige Dimensionen entwickelter ist als Bibel und Koran etc.
Aber alles philosophische theologische Phantasieren Denken wird sich wohl immer irgendwie gleich bleiben.
Zu Philon noch eine Bemerkung- ich habe und muß nicht die gleichen Ansichten haben wie er, aber sein Denkansatz und seine Methoden gefallen mir.

mffffggggg gnostik
@Gnostik und Gabriele

Hallo und ein "Danke schön", für diesen Hinweis zu Philon.
Habe wieder mal vieles dazugelernt.

Gabriele: Seine Aussagen sind für mit überhaupt nicht Fremd. Diese werden im Islam auch vetreten. Zum Beispiel die völlige Trennung von rein geistiger Welt ( kosmos noetos - Jenseits ) und sinnlich wahrnehmbarer Welt ( Kosmos aistheotos - Diesseits).
Diese Trennung findet bei uns durch einen Schleier statt.

Das wir wohl die Kräfte Gottes ( dynameis, dynamik ? ) wahrnehmen können, aber das Sein als solchen nicht volständig erkennen können, ist bei unserer Gemeinschaft im Koran sehr deutlich verankert! ...
Und das diese Kräfte als Engel oder daimones ( dämonen, - Dschinn ? ) bezeichnet werden, habe ich in meine Kindheit schon eingetrichtert bekommen.

Und die Trinität aus dem Judentum ( Kabbala ? ) in der Christliche Lehre?
Wann begann eigentlich die Trinität eine Rolle im Christentum zu spielen?

Da das Christentum auf das Judentum und das Mohammedanertum auf das Christentum aufbaute kann Philo als eine Schnitstelle ( Interface ) zwischen diesen Konfessionen des Islams angesehen werden.

Hier würde nach Nasruddin Philo die Treppe zu Gott für Jesus sein, der damit den Aufstieg zu Gott vornahm.

Wenn es Schnitstellen gibt, dann müsste doch auch eine Treppe für Mohammed existieren!

Wer weiss da etwas!

Avicenna war übrigens auch eine Schnitstelle ...

Gruss
Nasruddin
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