Foren-Übersicht
Login | Registrieren | Forum | Suche | Impressum

Frage zum Thema "Kriegerische Religion"












Zitat:
Eben nicht, seine Existenz ist nach allen vorhanden Quellen sehr wahrscheinlich.


Sachlich also doch nicht "so richtig" bewiesen..... - Welch herrliche Haarspalterei!

Gruß
Das habe ich auch nie behauptet, wirklich 100% beweisen, lassen sich Dinge, zumindest nach dem kritischen Rationalismus sowieso nicht. Es sei denn, es handelt sich um Tautologien.
@Tobias

Teil1:
Zitat:
Nein, aufgrund der Quellenlage, aber diesen Fakt ignorierst und verzerrst du immer wieder effektiv

Ich ignoriere und verzerre Fakten?
Also gut fangen wir nochmal an:

Was sind deine Quellen?
Koran und Hadithe und Biographien.
Habe ich etwas vergessen?

So.
Frage 1: Wann wurden diese geschrieben?
Beim Koran: aus welchem Jahrhundert datieren die aeltesten Fragmente die einen Prpheten Mohammed unmissverstaendlich als Person darstellen?

Frage 2:
Ist es nicht plausibel, das es weitere Dokumente geben sollte, die die von Chronisten geschrieben, sich mit den Kriegen Mohammeds beschaeftigen?
Ist es nicht plausibel, das es weitere Dokumente geben sollte, die Zeitzeugen Mohammds waren und ihn zu Lebzeiten beschrieben?
Ist es nicht plausibel, das es Muenzen geben sollte, die ihn darstellen?
Ist es nicht plausibel, das es irgendwelche archeologischen Artefakte geben sollte, die eindeutig auf die Existenz eines Propheten Mohammeds hinweisen.
Ist es nicht plausibel, das es irgendwelche weitere Dokumente geben sollte, die in arabischer Sprache verfasst wurden und aus der Zeit Mohammeds stammen?

Nun, wenn es keinerlei zeitgenoessische Dokumente, keine Muenzen, keine archeologische Artefakte gibt, ist die Frage nach der Existenz m.E. berechtigt. Josef van Ess legt dar, dass es nur wenige frühe Zeugnisse gebe, für das erste Jahrhundert Hidschra nur einige Inschriften, z.B. am Felsendom in Jerusalem und an der Omaiyadenmoschee in Damaskus.

Es bleibt deshalb unerklärlich, wieso die Bildung islamischer Großreiche keine Zeugnisse hinterlassen haben soll, noch nicht einmal bei den Gegnern der Araber, den viel schreibenden Byzantinern, oder bei Juden und Christen unter angeblich islamischer Herrschaft.
Teil 2

Bedenklich ist zudem die Tatsache, das mht (mohammed) auch als der Gelobte, der Knecht Gottes uebersetzt werden kann. Durch die Abkoppelung dieses Prädikats von der ursprünglichen Bezugsperson Jesus, wie in Inschriften früher christlich-arabischer Münzen dokumentiert, war der Weg im vorislamischen, christlich-arabischen Christentum dafür frei, das neutralisierte Epitheton muhammad (gelobt sei = der Gelobte) ( vergleichbar der aus dem Jahre 691 stammenden Inschrift Abd el-Maliks im Innern des Felsendoms) jeder beliebigen Person zuzuweisen.
Die Übertragung dieses Attributs auf den Propheten des Islam konnte sich so in der späteren Sira, der Prophetenbiographie des Ibn Hischam (gest. 828), um so leichter vollziehen, als die griechisch– bzw. aramäischsprachigen Christen Syriens und Mesopotamiens diese für sie fremde Bezeichnung Jesu von Anbeginn der arabischen Ära (Omayyaden-Dynastie) für den Namen eines neuen Propheten der Araber hielten. Dies geht u.a. aus den griechisch verfassten Schriften des Johannes von Damaskus (gest. 749/750) hervor. In dem Kapitel „über die Häresie 100“ spricht er von der Religion der „Ismaeliten“, die man auch „Hagarener“ und „Sarakenen“ nenne. Unter ihnen sei seit der Ära des Heraklius (gest. 641) und „bis in unsere Tage“ ein Pseudoprophet namens Mamed aufgetaucht. (Jean Damascène, Sources Chrétiennes N° 383, Paris 1992, S. 211/212)
Erst im Verlaufe des 9. Jahrhunderts wurde der zunehmend abstrakt verstandene und von der Person Jesu losgelöste Begriff “muhammad” sekundär mit neuen theologischen und biographischen Inhalten gefüllt, bis schließlich die islamische Historiographie zur Zeit der Bagdader Abbassidenherrschaft im Wege der historischen Projektion ein festgefügtes Geschichtsbild schuf, in dem ein in Mekka und Medina wirkender arabischer Prophet gleichen Namens im Mittelpunkt steht.

Auch der Koran fußt auf einem syrisch-arabischen Christentum, zu dem sich im 7. Jahrhundert viele Stämme im Vorderen Orient bekannten. Sie haben das Christentum angenommen in einer Zeit, als das Konzil von Nizäa im syrischen Raum noch nicht bekannt war.
(Arius hatte es 325 auf dem Konzil von Nizäa abgelehnt, von Jesus als Gott zu sprechen. Er unterlag seinem Gegenspieler Athanasius und wurde verfolgt. 381 wurde die Trinitaet durch das erste Konzil von Konstantinopel noch verstaerkt)

Noch einmal die Nachweise: Münzen, Inschrift Abd el-Maliks im Innern des Felsendoms, Schriften des Johannes von Damaskus.

So lieber Tobias, jetzt bist du an der Reihe, diese Argumentationskette zu entkraeften.

lg
@solution_1
Laß doch bitte eine (Hinter)Tür - als Überlebenschance! Wenn das mal wieder nicht eskaliert. Natürlich sprechen die Ereignisse gegen so manches Wunschdenken aus dieser Sichtweise.... Aber muß man denn so radikal....

Gruß
Forum -> Islam

Zurück  
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20,
21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40,
41, 42, 43  Weiter
Ähnliche Themen
Das göttliche Selbst und "Das bin nicht ich"
Kur - An Wenn "An" Gott von Allem ist ...
Mal eine Frage zum Forum
Was bedeutet "evangelikal"?
Erbitte Unterstützung bei Abschlussarbeit zum Thema Todesang
Religion - Gott - Ersatz für unerfüllte Wünsche?
Islam "lernen"
Umfrage "Tier im Christentum"
Ist das mit der Baha'i Religion vereinbar?
Frage: Warum Christenverfolgungen