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Islam - Verfangen in sich selber?












Der Koran, als Überlieferung von Mohammed, wird als das Wort Gottes/Allahs dargestellt.
Es werdn hieraus, insbesondere aus der Zeit seiner Entstehenung Forderungen gestellt, die nicht nur in unserer heutigen Zeit nicht akzeptabel sind, insbesondere, was den europäischen Raum angeht. Die Zeit ist fortgeschritten, die Interpretation des Korans offensichtlich weniger.

Die Gegebenheiten der Sitten zur Zeiten Mohammeds sind nicht mehr gültig, dennoch werden auf Grund von Traditionen und anderen Gebräuchen an diesen Riten festgehalten.

Letztendlich erfolgt für viele Muslime innerhalb des Lebensraumes Westeuropa keinerlei Integration, sondern ganz im Gegenteil, eine Ausgrenzung, da offensichtlich eine zeitnahe Interpretation des Korans an die heutige Ziet mit allen möglichen Mitteln verhindert wird.

Die Chancen und der Vorgang einer textkritischen Analyse der Suren im Koran sind immer noch im Anfang, werden aber natürlicherweise von den konservativen Kräften bekämpft.

Der Fortschritt läßt sich aber nicht aufhalten. Wie denken unsere europäischen Muslime darüber, wie diese Entwicklung weitergehen wird? - Von Polemik bitte ich abzusehen, - Danke!

Gruß und in der Hoffnung auf eine fruchtbare Diskussion. bzw. Gesprächsrunde!
Zitat:
Die Gegebenheiten der Sitten zur Zeiten Mohammeds sind nicht mehr gültig, dennoch werden auf Grund von Traditionen und anderen Gebräuchen an diesen Riten festgehalten.


Das kann man so nicht generell sagen. Diese reformistische Tendenz kam erst im 19. Jahrhundert auf, als europäische Ideen massiv in den Orient vordrangen und man dann Angst um die islamische Geisteswelt hatte, da bezog man sich auf 'alte Wurzeln'.

Der heutige Fundamentalismus ist also nicht allein aus dem Islam heraus entstanden, sondern aus einer Kombination aus dem Verfall in der islamischen Welt, der Übernahme einiger europäischer Ideen, wie Rassenlehren und Nationalismus und der massiven Verwehrung gegen die Europäisierung, den europäischen Kolonialismus und Imperialismus.

Zitat:
Letztendlich erfolgt für viele Muslime innerhalb des Lebensraumes Westeuropa keinerlei Integration, sondern ganz im Gegenteil, eine Ausgrenzung, da offensichtlich eine zeitnahe Interpretation des Korans an die heutige Ziet mit allen möglichen Mitteln verhindert wird.


Besonders (!) in Westeuropa, fast mehr als in keiner anderen Region der Welt. Recht interessant dazu sind die Darstellungen von Oliver Roy.


Nur so einige Kommentare am Rande.
Ich denke, dass vor allem die Gelhrten und Imame einen zu großen Einfluss haben für das Fortschreiten. Ich dafür, dass sich eine Gruppe mit der Interpretation des Korans befasst.
Was ist ein Ungläubiger? Jemand der den Islam nicht annimmt? "Sprich: Oh ihr Ungläubiger wir dienen nicht dem, dem ihr dient" Sind Juden z.B. also Ungläubige, da sie ja nicht dem Islam folgen, aber wir glauben an den gleichen Gott (aus islamischer Sicht)!
Die Gruppe sollte sich einfach von den Hadtihen ein wenig lösen (nicht ganz auf geben sondern nur ein wenig lösen) und selber denken.
Gehen hier nicht Theorie eines Glaubensgebildes und deren Praxis weit auseinander?

Und wenn ich die Praxis hier in der BRD ansehe, Kleidungsvorschriften werden zur Mode kreiiert - klar nur eine Randerscheinung - aber wo findet eine wirkliche Integration statt?

Bewußt vernachlässige ich hier die bemerkenswertigen Bemühungen, die in meiner Umgebung, bspw. Heilbronn stattfinden. Ich kann leider nicht beurteilen, wieweit sie repräsentativ sind!

Gruß!
Es kommt auch darauf an, was man unter 'Integration' versteht. Gleichmacherei kann das genausowenig sein, wie das Abkapseln in Parallelgesellschaften.
Meine Beobachtung ist folgende: Ersteres wird oft von der 'Gastgeberkultur' unreflektiert als _die_ Lösung vorausgesetzt: "Werdet einfach so wie wir und Problem gelöst!" Und Zweiteres wird oft von den Zuwanderern, bzw. in der fremden Kultur Lebenden praktiziert: "Wir wollen mit euch nix zu tun haben!"

Man kennt den anderen nicht und will ihn auch nicht kennen und zwar von beiden Seiten aus. Und auch von beiden Seiten aus besteht der Anspruch, dass man doch bitte vorbehaltlos so akzeptiert wird, wie man ist. Leider ist das, wie positiv völlig richtig bemerkt, in einigen Punkten einfach nicht möglich. Da hört die Toleranz dann auf und es beginnt der Kampf um Unterordnung und Vorherrschaft.
Und den führen wir gerade.

Es ist den Muslimen nicht so ohne weiteres möglich ihre Vorstellungen von dem, wie man leben sollte den westlichen Vorstellungen davon unterzuordnen... wir müssen davon ausgehen, dass sie fest davon überzeugt sind, dass ihre Art zu Leben ihnen von Gott so vorgeschrieben wurde! Das muss man sich dann mal überlegen, was es für diese Leute bedeuten würde, wenn sie das aufgeben müssten! Gottes Gebote in Frage stellen! (Für uns normal, aber für sie...)
Andererseits: Was wenn dieser Prozess nicht in Gang kommt? Was wenn es zu einer Konfrontation der üblen Sorte kommt?

LG
Forum -> Islam


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