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Islam - Verfangen in sich selber?












Ja, die Bayern in Lederhosen sind ja eigentlich urdeutsch, und die Sorben, die schon seit Jahrhunderten hier wohnen, müssen ihre Sprache und Trachten mühsam pflegen, damit sie nicht ganz untergehen (vielleicht gibt es noch 100-jährige Sorben, die tatsächlich kein Deutsch können). Und Ausländer sind sie nie gewesen, nicht einmal die Ostfriesen, über die ja deshalb auch böse Witze gerissen werden. Zugegeben, irgendwie scheinen auch die Bayern selber eine gewisse Abgrenzung gegen die Saupreißen vorzunehmen, aber das ist eher liebevoll scherzhaft. Die deutschen Gaue zeichnen sich durch ihre Eigentümlichkeiten aus, und das ist ja das Besondere an Deutschland, dass da so manches Eigenartige gedeihen kann.
Und dann sehe ich gespenstische Gestalten über den Godesberger Theaterplatz watscheln, schwarze ovale Tonnen mit einem Schlitz dort, wo man den Kopf vermuten kann. Stört auch weiter nicht, aber befremdlich ist es schon, und man realisiert durchaus, dass es sich um einen Ausländer (oder Ausländerin?) handeln muss. Zumal ein misstrauisch äugender kleiner schwarzhaariger Mann der vermummten Gestalt hinterherläuft. (Das war jetzt ein mehr scherzhaft gemeinter Satz.)

Ähm, was war eigentlich die Frage?

Ah ja, ob es an der Religion liegt. Die dient natürlich ein bisschen der Selbstidentifikation und fördert noch ein wenig die Isolierung, wenn es eh schon hapert. Die primäre Ursache für die Probleme ist der Islam sicher nicht, wie die vielen wohlhabenden Teppichhändler aus Persien und die Schneider aus der Türkei belegen. Denken wir mal an die einzige europäische muslimische Kultur, und zwar in Bosnien. Das hat einige Jahrhunderte lang ganz gut funktioniert, und es waren dann nicht die Muslime, die das freundlich distanzierte Neben- und Miteinander kaputt gemacht haben.

Liebe Grüße,
Fipps
Ah, ich sehe, dass man beim Hymen angekommen ist, das in der Religion eine so bedeutsame Rolle spielt. Bei der Jungfrau Maria hat sich Gott mühelos darüber hinweggesetzt. Und nun machen die Katholiken und Muslime gemeinsame Front zur Hymenbewahrung. Das muss als positiver Ansatz zu einer Verständigung gesehen werden. Nicht immer die Differenzen betrachten, sondern die Gemeinsamkeiten!
Zitat:
Ja, die Bayern in Lederhosen sind ja eigentlich urdeutsch,


Das sehe ich als Preuße aber ganz anders.

Zitat:
Und die Sorben, die schon seit Jahrhunderten hier wohnen, müssen ihre Sprache und Trachten mühsam pflegen, damit sie nicht ganz untergehen (vielleicht gibt es noch 100-jährige Sorben, die tatsächlich kein Deutsch können).


Na da gibt es schon noch mehr, und große Teile der Sorben sehen sich eben als solche und nicht als Deutsche.

Zitat:
Und dann sehe ich gespenstische Gestalten über den Godesberger Theaterplatz watscheln, schwarze ovale Tonnen mit einem Schlitz dort, wo man den Kopf vermuten kann. Stört auch weiter nicht, aber befremdlich ist es schon, und man realisiert durchaus, dass es sich um einen Ausländer (oder Ausländerin?) handeln muss. Zumal ein misstrauisch äugender kleiner schwarzhaariger Mann der vermummten Gestalt hinterherläuft. (Das war jetzt ein mehr scherzhaft gemeinter Satz.)


Ja nun, warum dürfen aber die einen und die anderen nicht. So ganz lösbar ist das nicht.

Zitat:
Ah ja, ob es an der Religion liegt. Die dient natürlich ein bisschen der Selbstidentifikation und fördert noch ein wenig die Isolierung, wenn es eh schon hapert. Die primäre Ursache für die Probleme ist der Islam sicher nicht, wie die vielen wohlhabenden Teppichhändler aus Persien und die Schneider aus der Türkei belegen. Denken wir mal an die einzige europäische muslimische Kultur, und zwar in Bosnien. Das hat einige Jahrhunderte lang ganz gut funktioniert, und es waren dann nicht die Muslime, die das freundlich distanzierte Neben- und Miteinander kaputt gemacht haben.


Es geht mir hier auch nicht darum alles auf den bösen Islam zu schieben.

Zitat:
Ah, ich sehe, dass man beim Hymen angekommen ist, das in der Religion eine so bedeutsame Rolle spielt. Bei der Jungfrau Maria hat sich Gott mühelos darüber hinweggesetzt. Und nun machen die Katholiken und Muslime gemeinsame Front zur Hymenbewahrung. Das muss als positiver Ansatz zu einer Verständigung gesehen werden. Nicht immer die Differenzen betrachten, sondern die Gemeinsamkeiten!


Ich wüsste nicht, dass es im Katholizismus so einen Kult um das Hymen gibt. Auch im Islam scheint sich das erst mit der Zeit, vor allem in der extrem patriarchalen Kultur, entwickelt zu haben. Hier sei nur daran erinnert, das Mohammeds Frauen meist schon verheiratet waren und gewiss keine Jungfrauen mehr.

Das Keuschheit in Europa inzwischen verlacht ist, das stimmt. Aber das spricht nicht gerade für die europäische Kultur. Derweil entsteht daraus meist die oft übertriebene Gegenreaktion von Immigranten.


Liebe Grüße, Tobias
Lieber Tobias,
Hast ja Recht, wie so oft. Das mit dem unversehrten Hymen ist in vielen Patriarchaten traditionell ein wunder Punkt.
Nun fiel mir vor kurzem ein gewisser evangelischer Theologieprofessor (Paul Schwarzenau) in die Hände, der eine große Liebe zum Koran entwickelt hat und feststellt, dass es sich hier wohl tatsächlich um eine eigenständige Entwicklung des Judenchristentums handelt, die vom paulinischen Christentum in Gestalt des römischen Reichschristentums erst einmal plattgewalzt worden war. Schon in den Uranfängen, also im NT kann man die Feindseligkeit zwischen beiden Richtungen wahrnehmen. Vielleicht schwelt hier ein unterirdischer Brand, der ein wenig begründen könnte, weshalb diese beiden Richtungen einander nur mit äußerster Vorsicht wiederbegegnen können.

LG, Fipps
@Tobias
Zitat:
Das ist aber kein absoluter Punkt. Wobei ich Keuschheit als geistige Eigenschaft sehe, nicht als körperliche.

Gerade bei sportlich aktiven Frauen, kann das Hymen ja auch ohne sexuellen Verkehr beschädigt werden. Da hat das eine nichts mit dem anderen zu tun.

Ich wüßte nicht, dass ich von etwas Absolutem geschrieben hätte, also bitte keine Interpretation und daraus folgern! Ich schrieb von "eher"!

Keuschheit - ob körperlich oder geistig - war in den traditionellen Religionen ohnehin der Beginn zur Haltungseinstellung einer beginnenden Körperfeindlichkeit. Aus dieser Startposition begann auch der Zölibat - was die Psyche angeht, von anderen Aspekten hier mit Absicht nichts geschrieben!

Gruß
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