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Ich (Christ) bin mit einem Moslem zusammen...Problem












Hallo zusammen,
ich (Christ) bin seit 19 Monaten mit einem Moslem (Türke) zusammen. Wir sind beide noch jung, aber wir lieben uns so sehr, dass wir für immer zusammen bleiben wollen und auch zusammen wohnen wollen. Sein Vater ist aber total dagegen, das er mit einer Deutschen zusammen ist. Seine Mutter (u.deren Familie) habe ich allerdings schon kennengelernt und sie haben auch nichts dagegen das mein Freund mit mir zusammen ist.
Das Problem ist also allein sein Vater.
Mein Freund hat mir gesat wenn es nicht anders geht, will er mit mir nach seiner Ausbildung abhauen. Ich habe aber Zweifel ob er das auch wirklich macht, denn seine Mutter und seine Schwestern liegen ihm sehr am Herzen und er müsste sie ja dann aufgeben. Das will ich aber nicht von ihm verlangen..doch er sagt, er will mit mir zusammenbleiben und wenn es nicht anders geht, will er mit mir weg. Mein Wunsch ist es aber, dass sein Vater unsere Beziehung akzeptiert oder mich wenigstens erst einmal kennenlernen will. Was kann ich tun, das sein Vater unsere Beziehung akzeptiert? Ich habe schon mit meinem Frend darüber gesprochen, dass ich eventuell sogar meinen Glauben ändern würde (allerdings will ich mich erst einmal genauer darüber informieren). Aber mein Freund meinte, auch wenn ich das tun würde, wäre sein Vater dagegen, da ich Deutsche bin. Ich würde so vieles machen, damit sein Vater unsere Beziehung akzeptiert, doch es scheint als würde sein Vater es nie akzeptieren, egal was ich machen würde.
Ich bin echt ratlos und wäre für jeden Tip/jede Antwort dankbar.
Vielen Dank schon mal.
Viele Grüße
Jenny
Hallo Jenny,

Dieser Satz von dir sagt schon alles aus:

Zitat:
Ich habe schon mit meinem Frend darüber gesprochen, dass ich eventuell sogar meinen Glauben ändern würde


Bitte nenn dich nicht Christin, denn du bist keine, würdest du eine sein, so würdest du nichtmal eine Sekunde darüber nachdenken wegen der Liebe deinen Glauben ändern zu wollen.
Würdest du Christin sein, so wüde dir dein Glauben mehr bedeuten als deine Liebe, denn Liebe auf Erden ist vergänglich und der Glaube schenkt dir ewiges Leben. Dieses Geschenk wegen einer Partnerschaft einfach abzulehnen, prägt von Unwissenheit, Unreife, Naivität und Dummheit, so hart es auch klingen mag, es ist nunmal so.

Hättest du die Bibel eventuell mal gelesen, so würdest du jetzt gar nicht mit deinem Freund zusammen sein und ich bin sicher du hast sie nicht gelesen, hast du sie aber doch gelesen, dann aber ohne über die Sätze wirklich nachzudenken.

Das war jetzt mal eine Antwort meinerseits aus religiöser Sicht, harte Worte, aber wenn du dich "Christ" nennst, dann solltest du dir diese Worte zu Herzen nehmen.
Ich wünsch dir alles Gute.

Baruch
Hey Jenny,

Du würdest Deine Religion für ihn ändern - aber würde er das Gleiche auch für Dich tun und würde er seine Kinder christlich oder säkular erziehen?

Falls nein, dann ist ihm seine Religion wichtiger als Du - und dann würde ich mir schleunigst jemand anderen suchen.

Falls ja, dann solltet ihr lieber Christen werden - schließlich ist das hier ein christlich/säkulares Land, und als Muslima hast Du einen sehr schlechten Stand in der Beziehung.

UG
Ein christlicher Land? Du glaubst doch nicht ernsthaft nicht, dass Deutschland ein christliches Land ist? Es ist eher christlich geprägt.
Liebe Jenny

Einfach ist deine Situation nicht. Ich beneide dich nicht. Ich würde mich bei einer Entscheidung zwischen Familie und der Frau meines Lebens aber eindeutig für die Frau meines Lebens entscheiden, wenn ich mir mit ihr sicher wäre.

Aber erstmal kann ein Moslem natürlich eine Christin heiraten. Es ist ihm von seiner Religion her erlaubt. Mohammed verlangt sogar von den Muslimen, dass sie, wenn sie christliche Frauen heiraten, diese ihren Glauben leben lassen müssen. Insofern ist es erstmal kein Problem.

Wenn seine Eltern etwas anderes sagen, verstossen sie gegen ihre eigene Religion. Wie du sagst ist das grösste Problem des Vaters aber, dass du Deutsche bist. Und da, glaube ich, kannst du noch soviel konvertieren. Der Mann ist ein Rassist: Er lehnt dich wegen deiner Herkunft ab.

Zudem musst du nicht gleich die ganze abendländische Kultur und Jesus Christus abstreifen, wegen der Liebe zu einem Mann. Zwar enthält der Koran auch ein wenig über Jesus, aber 80% seiner Weisheit werden dort einfach verschwiegen. Mischbeziehungen gibt es dagegen oft und sie funktionieren!

Weisst du, die Familie ist das Fundament eines Menschen, seine Basis, sein Ursprung, da kommt er her. Deshalb ist es für deinen Freund schwer sich gegen seinen Vater zu stellen. Der Lebenspartner aber, ist seine Zukunft, dort geht der Mensch hin. Warum sollte jemand also seine Zukunft aufgeben zugunsten der Vergangenheit? So jemand hätte ja kein Glück in der Zukunft zu erwarten!

Und warum solltest du dich in einen anderen Glauben zwingen lassen, der so viel anders ist? Ich finde ehrlich gesagt, das habe ich ja schon erwähnt, muslimisch-christliche Mischehen ganz witzig: hilft beiden: dem Christen stärker zu glauben und mehr auf Gott konzentriert zu sein, dem Muslim, mehr zu lieben, weniger fanatisiert zu werden. Ein schönes gegenseitiges Korrektiv, das nachweislich gut funktioniert.

Die Entscheidung aber, liegt bei deinem Freund, er muss stark sein und, christlich ausgedrückt, sein Kreuz auf sich nehmen. Er kann da von seiner Familie nicht mehr Verständnis erwarten, als sie haben können und auch von dir nichts aussergewöhnliches erwarten. Ein Mann muss stark sein im Leben, auf die ein oder andere Weise. Und einseitige Selbstaufgabe ist nicht Liebe... und ich meine, wie sähen das deine Eltern?

Viele liebe Grüsse und Ausdauer,
Andreas

P.S.: Und vielleicht wird er ja Christ, oder ihr beide werdet Bahai

Lieber Baruch

Anstatt sie zu beschimpfen, solltest du ihr lieber helfen. Das wäre christlicher.

Lieber Karim

Deutschland ist leider zu einem rein materialistischen Land verkommen, das nur noch ein paar echte gläubige Christen hat. Da hast du leider Recht. Aber das Christentum wird enorm erstarken in den nächsten Jahrzehnten. Man spürt es schon an der hohen Anzahl "zurückkehrender" Erwaschsenentäuflinge. Die Menschen verstehen langsam, dass es ohne Glauben und Spiritualität nicht geht.
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