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| Mit einem kleinen Unterschied: Höllengeschichten sind zu 100% Spekulationen...
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Lieber Nebulös!
Ich denke, man sollte einen Ansatz nicht so aufstellen, dass er bereits "die" oder eine "echte" Wahrheit ausdrückt. Dies umso mehr mit der Begründung, dass hier niemand beweisen kann, welche Möglichkeit zutrifft.
Beweise bei Überlegungen und Spekulationen zu verlangen führt dahin, andere Möglichkeiten abzublocken. Etwa so: Solange du mir nicht das Gegenteil beweisen kannst, ist das richtig, was ich nun einmal feststellen möchte. Und genau das ist bei dir eingebaut, als du fix feststelltest:
"Und wenn man tatsächlich einen freien Willen hat und damit böse Taten Folge einer bösen Grundeinstellung sind, dann würde das bedeuten, dass man so böse auf die Welt gekommen ist. Dann stellt sich die Frage, wo hat man diese Bosheit her."
Meine Analyse dazu: Wieso können und sollen böse Taten im freien Willen nur die Folge einer bösen Grundeinstellung sein? - Ungültig. Der freie Wille ist nie an irgendeine Grundeinstellung gebunden, weder an diese noch an jene.
Und deshalb führt deine Schlussfolgerung, dass man böse auf die Welt gekommen ist, ins Leere. - Die Frage, woher die Bosheit komme, folgt zwar dem Zusammenhang, steuert aber bereits eine völlig andere Ebene an.
Also: Eine Prämisse ist dann aus dem Prinzip der Logik falsch, wenn sie zugleich die angestrebte, gültige Schlussfolgerung zu sein hat.
Ich will aber dennoch auf die Beweislage zurückkommen. Hier lässt sich für den Grund, wieso es den freien Willen gibt, kein üblicher Beweis erbringen. Aus religiöser Sicht liegt dieser Grund darin, dass Gott freie Gotteskinder haben will und dass er deshalb die Menschen mit einem freien Willen ausgestattet hat, der dann auch im Jenseits weitergeht.
Der Beweis für die Tatsache des freien Willens liegt in der Häufigkeit und erbringt sich von allein. Er ist über die ganze Menschieit verteilt, auch wenn manche behaupten, alles sei determiniert, ist bis ins Letzte festgelegt. Der freie Wille sei nur eine Täuschung.
Doch es obliegt wiederum dem freien Willen, was für einer Meinung du dich anschließt, meint mit lieben Grüßen - reinwiel
www.balanceamweg.de.ki
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| Zitat: |
| reinwiel: Doch es obliegt wiederum dem freien Willen, was für einer Meinung du dich anschließt, meint ... |
Gott gibt dem Menschen seinen Freien Willen - doch wenn alles aus Gott kommt, wir sozusagen Teil von ihm sind - also Göttliche Funken - dann tun wir, was aus Gottes Geist kommt, wenn der Geist auch in uns ist. Also dürfte es wieder passen.
Da gibt es so einen schönen Abschnitt aus "Geist und Geistigkeit":
"Je weiter der Mensch in seiner Entwicklung fortschreitet, je mehr er erkenntnisfähig, auf höhren Stufen zudem einsichts-, gefühls- und liebesfähig geworden ist, umso weniger benötigt er Instinkte. Wenn er also bspw. Kinder hat, so braucht er zu ihrer Pflege keine Instinkte_Impulse, denn er liebt sie und handelt nach den Regeln der echten Liebe. - Kommt er also allmählich in die Lage, aufgrund seiner Erkenntnisse und später aufgrund seiner Einsichten zu handeln, und kann er in die Tat umsetzen, was er für richtig hält, so braucht er keine vorprogrammierte Lenkung, keine vorgeschriebenen Verhaltensmuster mehr. ER kann sich dann aufgrund seines bewußten Wissens und seine rEinsicht selber entscheiden, wie er seine Triebe befriedigen und seine Lebensbedingungen meistern soll, ohne dabei rücksichtslos zu sein, ohne nachher ein schlechtes Gewissen haben zu müssen und ohne daß seine allmählich erwachten seelischen und geistigen Ansprüche und Wünsche zu kurz kommen."
"Der Mensch - die Seele - braucht die Hilfe der Höheren Führung selbst dann noch, wenn er seine äonische Entwicklung abgeschlossen hat. Und die Geistigen Führer stehen ihm genauso bei, wie sie es bereits zu Beginn und während des ganzen Entwicklungsweges immerzu schon getan haben, dann freilich auf einer unverhältnismäßig höheren Ebene."
"Es ist die Sehnsucht nach Gott, welcher die Seele motiviert, zu Gott zurück zu kehren. Damit aber die Seele zu Gott gelangen kann, muß sie sich entwickeln."
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"Gott freilich erweckt in der Seele nie einen Wunsch, nie eine Sehnsucht, ohne dafür zu sorgen, daß die Seele erfährt, wie sie den Gedanken verwirklichen, ihre Sehnsucht stillen kann. Er legt in sie auch das Wissen, wie sie das ihr Aufgetragene ausführen kann, und er gibt ihr die nötigen Impulse und die erforderliche Kraft."
"Es ist der Geist, den Gott in der Seele nach und nach erweckt und durch den er die Seele auf ihrem langen Entwicklungsweg führt."
Geist ist nicht gleich Seele.
Ludwig Klages: Der Geist als Widersacher der Seele
http://www.muellerscience.com/SPEZI.....ie/Klages_Widersacher.htm
"Da Geist und Seele nicht einfach identisch sind, wäre es irreführend - wie dies vielfach geschieht - den Ausdruck " Geistseele" zu gebrauchen. Dennoch wohnt der Geist in einem bestimmten Sinne der Seele inne."
"Der Geist legt in die Seele das Wissen um die Mittel, mit deren Hilfe die Seele all das, wozu sie genötigt wird, realisieren kann. Es sind ihre Anlagen, ihre Fähigkeiten, die sie heranbilden und zu entfalten hat."
"Der Geist ist in der Tat jene Größe, die Erregung und Ergriffenheit auslösen kann. Was aber erregt und ergriffen wird, ist die Seele."
"Der grundlegende Unterschied zwischen Geist und Seele ist damit bereits angezeigt: Der Geist ist aktiv, die Seele passiv. Der Geist spornt an; die Seele benötigt Impulse, um ihre Passivität zu überwinden und sich vorwärts zu bewegen. Der Geist legt in die Seele die Antriebe zur Individualisierung und zur Entfaltung ihrer Anlagen; die Seele vollzieht, wozu sie gedrängt wird."
"Die Seele muß sich also der Wirkung des Geistes aussetzen, ohne Widerstand zu leisten. Dies ist gemeint, wenn es heißt: sie müsse ihr "natürliches Wachstum" zulassen. Denn nicht sie, nicht die Seele: der Geist weiß, wie Wachstum und Entwicklung vor sich gehen."
Wenn wir also allmählich darum wissen, dann können wir auch bald unterscheiden.
Oder nicht ?
Gruß
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| Zitat: |
Ich denke, man sollte einen Ansatz nicht so aufstellen, dass er bereits "die" oder eine "echte" Wahrheit ausdrückt. Dies umso mehr mit der Begründung, dass hier niemand beweisen kann, welche Möglichkeit
zutrifft. |
Du bist gut, Reinwiel! Du gehst doch selber ständig von deiner eigenen Wahrheiten aus. Und ich beschränke mich ja nicht mal nur auf meine Wahrheit, sondern lasse sogar alle anderen möglichen auch noch zu.
| Zitat: |
| Wieso können und sollen böse Taten im freien Willen nur die Folge einer bösen Grundeinstellung sein? - Ungültig. Der freie Wille ist nie an irgendeine Grundeinstellung gebunden, weder an diese noch an jene. |
Wie sollte es denn sonst sein? Wenn der Wille wirklich frei ist (also letztendlich nicht entscheidend von äußeren Einflüssen beeinflusst) dann sind böse Entscheidungen Folge eines böschen Charakters. Und wenn der Wille wirklich frei ist, dann wird der Charakter nicht entscheidend durch äußere Einflüsse geprägt, sondern er wird durch inneres Sein bestimmt, und dieses Sein war dann schon seit Geburt an so. Oder wie sonst kann man das erklären? Sag mir, wie man das auch anders erklären könnte, würde mich wirklich interessieren!
| Zitat: |
| Der Beweis für die Tatsache des freien Willens liegt in der Häufigkeit und erbringt sich von allein. Er ist über die ganze Menschieit verteilt, auch wenn manche behaupten, alles sei determiniert, ist bis ins Letzte festgelegt. Der freie Wille sei nur eine Täuschung. |
Ob es einen freien Willen gibt oder nicht, brauchen wir gar nicht erst anfangen zu diskutieren. Das ist ja ein völlig anderes Thema und da kommen wir eh nie zu einem Ergebnis, welches alle akzeptieren. Darum sollten wirs einfach für beide Fälle durchspielen. Oder von mir aus, nimm einfach den Fall, der dir besser passt...
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