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Namaste an alle,
Habt ihr schon Erfahrungen mit Ashrams in Indien gemacht? Mich würde sehr interessieren was ihr dort erlebt habt? Hattet ihr vorher beispielsweise schon Yogaunterricht oder Meditation praktiziert?
Wie seid ihr mit dem ungewohnten Tagesablauf und der Kultur zurecht gekommen?
Ich selber spiele durchaus mit dem Gedanken für einige Zeit in einen Ashram zu gehen, erst mal circa 1-2 Monate ,zum "schnuppern".
Ich könnte mir sehr gut vorstellen mein Leben ganz Gott zu widmen und eventuell auch für länger dort zu leben und ich hoffe sehr ,dass ich ganz bald meinen persönlichen spirituellen Lehrer finde, der mich leitet. Denn im Moment weiß ich einfach nicht wohin ich gehöre. Den Kontakt zu Freunden habe ich abgebrochen,da sie mich einfach nciht verstehen (die meisten sind nur auf Party,Saufen usw aus).Der Gedanke an ein asketisches Leben lässt mich nicht mehr los. Es gibt so viele Heilige ,die Got gefolgt sind und in ständiger Demut und Religion gelebt haben. Ich wünsche mir sehr,dass Gott mich meinen Auftrag für dieses Leben wissen lässt, denn ich möchte ihn so gern erfüllen.
Bitte antwortet mir,
ich freue mich sehr
A.
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Lieber Namaste
Ich habe leider keine Erfahrungen mit Ashrams. Aber vielleicht gibt es Bücher von Menschen, die in solchen Gemeinschaften gelebt haben.
Ich habe z.B. ein ganz interessantes Buch über das Leben der Karthäuser Mönche, die Einsiedlermönche sind und am weltfernsten unter allen Mönchsorden in stetem Gebet und Meditation leben.
Vielleicht gibt es sowas auch für Ashrams.
Viel Erfolg jedenfalls auf der Suche nach deiner Bestimmung.
Gruss,
Andreas
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Hallo Andreas80,
Danke für deine Antwort.
Könntest du mir bitte sagen wie dieses Buch genau heißt? Bei Amazon.de gibt es einige Bücher über die Karthäuser Mönche und wenn du mir schon eines empfehlen kannst,dann würde mich das sehr freuen. Kennst du den Film Die große Stille? Der handelt ja auch vom Karthäuser Orden und auch wenn in sicher viele langweilig finden oder nichts damit anfangen können- ich fand ihn sehr inspierend. Ein Film der ganz ohne Worte auskommt.
Zum Leben in einem tibetischen Kloster gibt es übrigens auch ein tolles Buch: Tenzin Palmö-Weibliche Weisheit vom Dach der Welt. Das kann ich jedem nur wärmstens empfehlen. Dieses Buch steckt wirklich voller Weisheit.
Allerdings suche ich soetwas eben auch noch für Indien.
P.S: Ich bin weiblich,aber das kannst du ja nicht wissen
Viele Grüße
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Liebe Namaste
Bitte entschuldige vielmals, dass ich dich mit "Lieber" angesprochen habe! Ich glaube häufiger sind es Männer, die den Wunsch nach Abgeschiedenheit von der Welt und reine, ungestörte Suche nach dem Grösseren in Klöster treibt. Deswegen hatte ich einfach angenommen du seist männlich.
Ich finde deine Sichtweise beeindruckend! Gerade da du schreibst, dass du in einem Freundeskreis mit "Partyleuten" zu sein scheinst und diese dich nicht verstehen. Ich glaube viele sensible Seelen, die wirklich zu Gott wollen, beginnen den Weg nicht einmal, weil das heutige Umfeld ihnen suggeriert, das sei nicht wichtig. Deshalb: Hut ab vor dir!
Also das Buch, das ich empfehle siehst du hier:
[url]http://www.amazon.de/Stille-vieler-kleiner-Stunden-Kartäuser-Novizen/dp/3442337763[/url]
Es ist von der Frau eines ehemaligen Karthäusermönchs geschrieben und bietet Einblicke in das Leben dieser zumindest für den Katholizismus maximal asketischen Lebensweise, das seit 1100 a.D. quasi unverändert ist.
Den Film "Die grosse Stille" kenne ich nicht, aber ich muss v.a. auch nach der Lektüre des Buches sagen, dass ich nicht für ein Klosterleben geschaffen bin. Ich strebe eher nach der Erkenntnis Gottes durch die Welt - ich bin sicher passiv zur Welt, aber in der Welt - und auch, wenn ich sie - klassisch katholisch - als Jammertal sehe, so sehe ich auch immer wieder Gottes Antlitz in ihr und das zu vermehren und spiegeln und weiterzutragen ist mir zuviel Antrieb um ganz abzutauchen. Gerade in unserer Zeit ...
Danke für deine Buchempfehlung! Dabei kommt mir, dass uns heutzutage wahrscheinlich gerade die weibliche Weisheit fehlt. Die Weisheit (=Sophia) ist ja ursprünglich sogar weiblich Es gibt Theologen, die sagen, dass der Heilige Geist (= z.T. die göttliche Einsicht und Weisheit) eigentlich weiblich ist. Die Weibliche Seite, die ruhige Kraft, fehlt uns Katholiken und den Muslimen vielleicht, um Ausgleich und Ruhe herzustellen. Naja ... viele Gedanken lassen sich spinnen, um eine komplizierte Welt
Viele Grüsse,
Andreas
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Namaste Namaste!
Meine Eltern haben Entwicklungshilfeprojekte in Südindien.
Ich kam daher nach Indien.
Bei meinem 2. Aufenthalt ging ich zum ersten Mal in einen Ashram.
Das war in Rishikesh am Fuße des Himalaja am heiligen Ganges.
Der Ashram hieß Ved Niketan Ashram nur für ca. 40 Leute.
Mirgens gegen 4:30 wurde man mit einem großen Gong geweckt.
Dann Meditation, später frühstück.
Dann Hatha Yoga
Später indische Mythologie.
Der Preis belief sich bei ca. 50 Cent bis einen Euro pro Tag.
Ich war dort ca. 3 Monate.
Mit einen 5 Jahre Visum kam ich zurück nach Indien.
Dann ging ich in den Sai Baba Ashram.
Dort war ich über 4 Jahre.
Der Tag ging für mich meist um 2:45 Los und endete um 21:00.
Es war eine wertvolle und kostbare Zeit.
Und ich hatte (wie Du an den Zeiten siehst) unbändigbare Energie.
Mit Essen kommst Du unter einem Euro pro Tag weg.
Sai ist nun allerdings sehr gebrechlich.
Von ihm hast Du nicht mehr viel, denn persönliche Gespräche sind kaum noch möglich.
Den Osho-Ashram würde ich meiden.
Schon über dem Tor stand: Aids-free-Zone.
Das fand ich ziemlich abstoßend.
Wie können Kranke nur ausgeschlossen werden - und warum wohl?
Dann gibt es noch den schönen Yogananda-Ashram in Puri (Bengalen)
Natürlich noch den Shivananda Ashram ebenfalls in Rishikesh.
In Rishikesh lohnt es sich überhaupt, sich umzuschauen. Lasse am besten Deine Reise dort beginnen, dort sind die meisten Ashrams.
Ach ja: und kein Ganja rauchen! Das ist Marihuana und wächst dort wie bei uns die Brennnesseln. Und wer erwischt wird landet im Knast und kommt nur über eine Kaution von mehreren 10 000 Euro wieder frei. So verdient sich die Polizei dort ein kleines Zubrot.
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