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Lieber Andreas,
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| Allgemeinwissen hin oder her. Was Sakon sagen will, da bin ich mir sicher, wisst ihr auch und ihr stimmt sogar alle zu: |
Leider bin ich mir da nicht so sicher, vor allem da ich seinen Werdegang etwas kenne. Und ehrlich gesagt wird mir etwas schlecht, wenn Sakon hier Serbien in den Himmel lobt, aber nicht einmal um die menschenverachtenden Aktivitäten von Milosevic weiß. Wobei ich noch hoffe das er es nicht weiß und er es nicht bewusst gut heißt, dass dieser 1000ende muslimische Zivilisten ermorden ließt und fast eine Millionen vertrieb. Für Nazis jeder Art habe ich nämlich wenig Verständnis.
Verzeihung wenn das jetzt hart klingt, aber bei Mord hört der Spaß auf und bei Massenmord erst recht.
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| Dass religiöse Völker, mit einer wirklichen Religiösität einen stabilen und reineren Geist hätten, als wenn sie nicht religiös wären und damit eine höhere Chance haben auch weltlichen Reichtum zu erwerben ist für mich schon plausibel: die Religion fördert tendenziell die Leistungsbereitschaft, steigert die Moral, die Stabilität der Familien und die Öffentliche Sicherheit. All das sind gute Voraussetzungen für ökonomischen Erfolg. |
Nun, das klingt in der Theorie gut, nur zeit die Realität, dass die Religiosität vor allem in Kriesenzeiten steigt und in Wohlstandsgesellschaften auf dem absteigenden Ast ist. Ist das Wirtschaftswunder in der BRD durch die tiefe Gläubigkeit der Menschen zu erklären? Auch wohl kaum, oder?
Der Wille Gottes und der Glauben der Menschen kann die Welt bewegen, aber man sollte aufpassen, das man sich nicht solche Dinge zurechtlegt. Die wahabitische Propaganda in Saudi-Arabien will den Menschen auch klar machen, dass die Ölvorkommen deswegen da sind, weil die Araber eben der wahren Gruppe im Islam angehören und so fest im glauben sind. Dabei wird in Saudi-Arabien wohl mit die niederträchtigste Auslegung des Islams betrieben.
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Natürlich kann es dann immer noch sein, dass ein Volk mit keinem oder einem degenerierten, also wenig wirksamen Glauben, mehr Reichtum erreicht, z.B. durch Erdölvorkommen oder sonstwas.
Generell kann man schon feststellen, dass sich christliche Länder auf einem wirtschaftlich besseren Stand befinden - und das auch schon lange. Und das obwohl die Jungs im Süden das Öl haben. |
Was auf die Industrialisierung zurückgeht, und auf den Imperialismus der westlichen Industrienationen, gleichzeitig verlor das Christentum selbst aber mehr und mehr an Basis. Nun glaube ich durchaus, dass Gott etwas mit der Veränderung der Welt in den letzten 200 Jahren zutun hat, nur hat das wohl eher mit dem Beginn eines neuen Zeitalters etwas zutun.
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| Deutschland ist ein interessanter Fall, wenn man den Zusammenhang von Religiösität und wirtschaftlichem Erfolg eines Volkes untersucht: Deutsche sind mittlerweile zu grossen Teilen materialistische Atheisten oder "halbspirituelle". Es gibt sicher noch einige Millionen mehr oder weniger starke Christen und auch einige Muslime und Juden. Aber der Materialismus ist wohl die beherrschende Geisteshaltung, ich hoffe da sind wir uns einig. Dennoch ist Deutschland reich - aber wie lange noch? Sind die Zeichen des Verfalls nicht schon erkennbar? Und gründen nicht all die grossen Unternehmen auf einem Geist des Humanismus und des Christentums, der zu verfallen scheint und auf Ideen, die aus einer gläubigeren Zeit kommen? Siemens, die Automobilindustrie, Allianz... Und all die Unternehmen ... können sie in 20 bis 30 Jahren, nach weiterem demographischem Verfall der Deutschen und Bildungschaos unter den nachwachsenden jungen Leuten diesen Standort und diesen Standard halten? |
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| Aber: Das muss natürlich nicht zwangsläufig daher kommen, dass das Christentum besser ist als der Islam. Tobias, es kann auch daran liegen, dass der Islam, so wie er gelebt wird in den bekannten Ländern, degeneriert ist. Zudem scheint er mir in seiner gegenwärtigen Form Bildung nicht gerade zu fördern. Gestern war ich in einem Technikmuseum: so viele kleine Juden habe ich noch nie auf einem Haufen gesehen. Kopftücher gabs keine... und das obwohls in Winterthur sicher mehr Muslime als Juden gibt. Das nur als Beispiel. |
Was wohl vielmehr etwas mit dem generell schlechten sozialen Status der Muslime in Deutschland zutun hat. Leider ist die soziale Mobilität nicht sonderlich groß, das heißt wenn die Eltern eine schlechte Bildung hatten, so wird dies leider auch bei den Kindern meist der Fall sein. Wie du sicher weißt, sind die meisten Muslime als schlecht ausgebildete Hilfsarbeiter nach Deutschland gekommen und dann wurde man sie nicht mehr los. Nein, kein Ausländerhass, aber so lief es nun einmal bei den damaligen Regierungen. In den 90igern ist dann den Leuten aufgefallen das da ja Millionen von Türken rumlaufen, für welche man keine Arbeit mehr hatte und welche sozial völlig ausgegrenzt waren. Doch statt etwas zu unternehmen hat man lieber noch ein wenig gemeckert und am Kopftuch rumgenörgelt. Ich sage nur: Willkommen bei Freunden! (Man erinnere sich an den Spruch zur WM 2006)
Nun, so schlecht wie immer gedacht wird steht es um die Bundesrepublik gar nicht. Wirklich besonders bedenklich ist, meiner Meinung nach nur, die mangelnde Wachstumsrate der Bevölkerung (die ist selbst mit Immigration negativ) und die wachsende ungleiche Verteilung des Reichtums (sinkende Reallöhne bei Unter- und Mittelschicht, wachsender Reichtum in der Oberschicht), welche jedoch im Rest der Welt noch viel schlimmer ist. Als Folge des letzteren dürfen wir wohl in den nächsten Jahren bei einem gewissen Zuwachs bei kleineren Parteien rechen. größere Gewinner waren bis jetzt die Grünen und die Linke, aber regional auch die Rechten. Bei diesem Verlauf wird man sich wohl langfristig mit einer 10-15%igen Linken im Bundestag anfreunden, es sei denn man unternimmt etwas.
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Ich wüsste nicht das eine der großen deutschen Firmen ein sonderlich christliches Menschenbild vermittelt. Von Nächstenliebe spürt man da zumindest wenig. Vielmehr sind diese Betriebe wohl das Ergebnis des deutschen Wirtschaftsliberalismus. Von VW reden wir mal gar nicht...
Siemens und diverse Automobilfirmen haben übrigens gut verdient im 2. Weltkrieg...
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| Ich denke nicht ... Gott gibt uns Zeit, aber wenn wir die Zeichen nicht sehen, verlieren wir die süssen Früchte unseres ehemals guten Geistes. Zu Recht. Gott lässt uns noch davon kosten, vielleicht aus Verpflichtung gegenüber unseren gläubigen Vorfahren aus christlicherer Zeit... |
Nun, alles ist machbar.
Sicher gibt Gott uns Zeit und Zeichen. Nur sehe ich dieses neue Zeitalter selbst als das Zeichen und die Wahl gab Gott den Herrschern der Welt damals, als die Sterne im Land der Geheimnisse fielen (die Aufforderungen Bahá'u'lláhs aus Adrianopel an die Herrscher der Welt am Größten Frieden mitzuwirken, was jedoch alle völlig ablehnten, außer Victoria, welche sich neutral verhielt, heute übrigens die einzige der Dynastien, welche noch existiert, alle anderen verloren den Thron), die Wahl, sie entschieden sich dagegen. Die Ergebnisse folgten (1. Weltkrieg, 2. Weltkrieg, Atomare Bedrohung...). Heute stehen die Menschen vor der Wahl:
Ob der Friede erst nach unvorstellbaren Schrecken erreichbar ist, heraufbeschworen durch stures Beharren der Menschheit auf veralteten Verhaltensmustern, oder ob er heute durch einen konsultativen Willensakt herbeigeführt wird, das ist die Wahl, vor die alle Erdenbewohner gestellt sind. Zu diesem kritischen Zeitpunkt, da die hartnäckigen Probleme der Völker zur gemeinsamen Sorge aller werden, wäre das Versäumnis, der Flut von Konflikt und Unordnung zu wehren, gewissenlos und unverantwortlich. (Universales Haus der Gerechtigkeit, Die Verheißung des Weltfriedens [1985] S. 7)
Liebe Grüße, Tobias
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Ich weiß nicht, hätte dieser Kriegsverbrecher Christen dahinschlachten lassen, wie dann das Echo gewesen wäre.... Warum bei Moslems manche die Klappe halten, dazu halte ich jetzt erst mal meine Klappe, will keinem Unrecht antun.
Gruß
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Lieber Tobias
Du überfährst mich und meine Argumente leider mit einer Masse an Text und Argumenten, die in meinen Augen aber gar keine sind. Nur alle zu widerlegen würde einen Dialog entfachen, den man zu einem Buch binden könnte
Nur mal die wichtigsten kurz erwähnt:
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| Leider bin ich mir da nicht so sicher, vor allem da ich seinen (Sakons)Werdegang etwas kenne. |
Beurteilst du ihn aufgrund seiner Vergangeheit oder doch, wie es vielleicht besser wäre aufgrund seiner Gegenwart oder noch besser: seines Potentials für die Zukunft...? Wie urteilst du?
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| Ist das Wirtschaftswunder in der BRD durch die tiefe Gläubigkeit der Menschen zu erklären? Auch wohl kaum, oder? |
Du weisst viel, aber hast du schon gemerkt wie Gott wirkt? Er wirkt über Ursache-Wirkungs-Ketten.
Das Wirtschaftswunder ist direkt vielleicht nicht durch Religiösität entstanden. Aber evtl. seine Determinanten und damit indirekt auch das WW. Alles gute kommt von oben! Schon mal gelesen? Ich empfehle hierzu Meister Eckharts Predigt Nr. 4 aus den deutschen Predigten.
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| Der Wille Gottes und der Glauben der Menschen kann die Welt bewegen |
Hier hast du es erfasst! Sogar so sehr, dass der Glaube, so klein wie ein Senfkorn, einen Berg versetzen kann. Hier ist natürlich kein echter Berg gemeint, und auch kein Ölvorkommen. Aber doch ein "Berg" in der Welt der Menschen. Also auch ein wirtschaftlicher Aufschwung oder eine wissenschaftliche Überlegenheit oder anderes.
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| Was auf die Industrialisierung zurückgeht, und auf den Imperialismus der westlichen Industrienationen |
Was wiederrum auf die wissenschaftliche Überlegenheit des Abendlandes zurückgeht. Was wiederrum auf den Geist zurückgeht, in dem wie gesagt die Ursache für alles liegt. Mal ehrlich: ohne weltweiten Know-How Transfer, sässen Nordafrika und Saudi-Arabien auch technologisch noch im Mittelalter und sie hätten auch nicht die Voraussetzungen für die grosse Bevölkerungsexplosion gehabt. Diese Voraussetzungen hat der Westen geschaffen und erdacht. Auf der Basis seines Geistes.
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| Was wohl vielmehr etwas mit dem generell schlechten sozialen Status der Muslime in Deutschland zutun hat |
Ich spreche von Winterthur in der Schweiz. Hier hat niemand einen sozial schlechten Status. Von einer Generation auf die andere kann man wenn man will alles erreichen.
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Ich wüsste nicht das eine der großen deutschen Firmen ein sonderlich christliches Menschenbild vermittelt. Von Nächstenliebe spürt man da zumindest wenig. Vielmehr sind diese Betriebe wohl das Ergebnis des deutschen Wirtschaftsliberalismus. Von VW reden wir mal gar nicht...
Siemens und diverse Automobilfirmen haben übrigens gut verdient im 2. Weltkrieg... |
Ich habe auch nicht behauptet, dass diese Firmen Erfolg haben und hatten, weil sie eine rein christliche Unternehmensethik haben. Aber sie sind in einem christlich-humanistisch geprägten Land enstanden. Hier waren Menschen mit Bildungshunger, Leistungsethik, guten Werten und einer soliden Fortpflanzung, als diese Unternehmen entstanden und gross wurden.
Und dann noch zuletzt, da stimme ich dir zu:
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| Nun, so schlecht wie immer gedacht wird steht es um die Bundesrepublik gar nicht. Wirklich besonders bedenklich ist, meiner Meinung nach nur, die mangelnde Wachstumsrate der Bevölkerung |
Aber auch hierfür ist der Geist die Ursache. Und wenn Gottes Geist die Menschen nicht stärkt werden ihre Familien instabil. Und sie treiben Unzucht und vermehren sich doch nicht, wie es im AT sinngemäss über die Heiden heisst. In der Folge wird dieses Phänomen zwar nicht nur aber auch unsere Wirtschaft stark belasten, wenn nicht ruinieren.
Gruss,
Andreas
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