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Kampfansage an die "neuen Atheisten"












http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/806243/

Alexander Kissler: "Der aufgeklärte Gott. Wie die Religion zur Vernunft kam", Pattloch Verlag, München 2008, 287 Seiten

In seiner Streitschrift setzt sich der Kulturjournalist Alexander Kissler mit dogmatischen Vertretern des "neuen Atheismus" wie Richard Dawkins auseinander. Er entspinnt in seinem Buch "Der aufgeklärte Gott" eine pointierte Kollisionsgeschichte von Glaube und Vernunft.

Frei nach Kant formuliert Kissler: "Vernunft ohne Glaube ist gewissenlos, Glaube ohne Vernunft ist blind." Beide sind entgegen landläufigem Vorurteil keine konkurrierenden Sinnsysteme. Beide sind aufeinander angewiesen. Der Untertitel des Bandes "Wie die Religion zur Vernunft kam" deutet dies zumindest an.

Woher kommen, wohin gehen wir? Was ist der Mensch, was Leben? Diesen Fragen widmen sich seit jeher Theologie und Philosophie. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts jedoch, so Kisslers Beobachtung, treten Naturwissenschaften und Biotechnologie als vermeintlich sinnstiftende Instanzen auf. Sie besetzen das Feld, das Theologie und Kirche längst haben räumen müssen.

Entnommen als Anregung aus:

Ebenfalls in der neuen WIE: ein unterhaltsamer Leitfaden durch die Welt der neuen Atheisten – jener lautstarken Denker und Autoren, die ein für alle Mal mit dem religiösen Glauben Schluss machen wollen. In diesem Artikel beleuchten wir die Argumente in dieser neuen Auflage des Kampfes für und wider Gott.

http://www.wie.org/de/j28/j28.asp

Atheisten mit Anspruch
http://www.tagesspiegel.de/magazin/.....-Atheismus;art304,2522614

Schmidt-Salomon ist der Vorstandssprecher der religionskritischen Giordano-Bruno-Stiftung und bisher war Religionskritik auch das Anliegen, mit dem er am meisten aufgefallen ist. „Neuer Atheismus“ heißt das Schlagwort und es war eine Zeit lang in aller Munde, schmückte Titelblätter großer Magazine und Zeitungen, beschäftigte Talkshows. Das „Neue“ am neuen Atheismus war die Entschiedenheit, mit der er religiösen Einstellungen entgegen trat, der Verzicht auf Respekt gegenüber religiösen Überzeugungen. [/color[color=blue]]„Der Mensch muss als Mensch immer respektiert werden“, findet Schmidt-Salomon, viele menschliche Überzeugungen aber hätten keinen Respekt verdient: „Religion darf Unsinn sein, man darf sie aber auch Unsinn nennen.“ Mit dieser Einstellung war Ärger programmiert.

Da werden wir in der Zukunft auf so manche Streitgespräche vorbereitet sein müssen.

http://brightsblog.wordpress.com/20.....thik-des-neuen-atheismus/

google: die Welt der neuen Atheisten
Alles gut und schön, Gabriele, aber sind die Grundfragen der Menschheit, oder des einzelnden Menschen, wirklich damit beantwortet, das man diese negiert, Religion negiert und ablehnt, und das man sich in einen "Nichtglauben" flüchtet?

Ich sehe es seit vielen Jahren, wie Atheisten sich oft mühevoll ein Gottesbild aufbauen, um dieses dann wieder argumentativ zu zerstören (es ja aus "Glaubensgründen"müssen), diese Zerstörung findet aber wiederum auch nur mit und durch Dogmen, Vor und Leitbildern, Vor und Nachdenkern statt.

Nun denn, wieder jeder meint, sage ich da.

Das einzige was mich stört ist - das der Atheismus im Grunde auch keine Lösungsvorschläge für des ewig gleiche Dilemma der Menschheit anbeitet (müssen sie ja auch nicht, aber dann sollte sich der Atheismus auch nicht als missionierende Ersatzreligion gebärden), das der Atheismus der Menschheit keine positiven Impulse geben kann, und das dieses bis zum Erbrechen skandierte - es gibt keinen Gott und ich bin sein Prophet - doch im Kern oft nur ein verzweifelter Aufschrei für die Auswegslosigkeit der Moderne ist, was immer man darunter nun auch vertehen oder zusammen fassen mag, ist für mich genauso menschlich wie verständlich.

Atheismus wirklich als die geistige Befreiung des Menschen, als Ausweg aus der vermeintlichen Enge religiösen Glaubens, welchen Glaubens auch immer?

Die Entscheidungsfindung liegt bei jedem selbst, natürlich, aber diese Entscheidung ist (fast) niemals Endgültig. Das sagen mir viele Jahre der Erfahrung, gewonnen aus den Glaubensgesprächen mit religiösen Menschen (fast) aller Religionsformen (und natürlich auch den Anhängern des Atheismus).

Liebe Grüße

Mebus
Hi, mebus, ich denke, es ist in der Geschichte der Menschheit immer mal vorgekommen, daß mehr oder weniger Religion zum Thema wurde.

http://www.3sat.de/3sat.php?http://.....e/delta/116553/index.html

Um menschliches Zusammenleben zu beschreiben, unterscheidet Niklas Luhmann verschiedene Teilsysteme. Solche Teilsysteme, wie zum Beispiel die Religion, sind jedoch miteinander verbunden. Religion ist anderen Gesellschaftssystemen wie Wirtschaft, Recht, Politik, Kultur oder Wissenschaft nicht übergeordnet, sondern gleichwertig.

Wie denkt Gott ? Was hat er für Ziele ? Welche Funktion nimmt der Mensch in seinem Plant ein ?

Wir haben doch immer wieder Fragen. Auch ich bin lange noch nicht ohne Fragen.

Atheistisch aufgewachsen, fühlte ich doch immer etwas in mir - aber ich konnte es nicht definieren.

Kann man ohne Kirchenzugehörigkeit auch religiös sein ?

Sicherlich ja: denke ich.

Denn es sind seltsame Wege, die wir gehen, wenn wir eines Tages zurück blicken können.

Was macht den speziellen Sinn der Religion aus?
Privat- und Patchworkreligionen nehmen zu


Wie betrachtet man Weltgeschehen aus der Sicht Gottes ? Wie sieht man Weltgeschehen und Menschheitsgeschichte aus Gottes objektivem Schauen ?

Ich glaube, um sich weitergehende Gedanken machen zu können, braucht es Literatur - wegweisende Literatur - aus allen Geistesrichtungen.

Vielleicht können wir uns erst dann eine Art "Bild" machen, daß nicht mehr nur aus einseitiger Sichtweise betrachtet werden kann.

Die Menschheit schreitet vorwärts und sie hat viele verschiedene Phasen durchlebt.


google: religion in der Menschheitsgeschichte

Gruß
Eine Kampfansage? Muss das sein? Bin eher friedlich.




Mebus,

Zitat:

Das einzige was mich stört ist - das der Atheismus im Grunde auch keine Lösungsvorschläge für des ewig gleiche Dilemma der Menschheit anbeitet (müssen sie ja auch nicht, aber dann sollte sich der Atheismus auch nicht als missionierende Ersatzreligion gebärden),


Zumindest der modernere Atheimus beschäftigt sich auch mehr mit dem akzeptieren des Dilemmas als mit seiner Lösung.
Und das sich der Atheismus als Ersatzreligion "gebärdet" kannst du wohl auch nur an einigen, auch unter Atheisten nicht oft geliebten, Fürsprechern festmachen, oder? Warum so verallgemeindernd?

Nachtrag an Mebus:
Kann es sein das du gezielt auf die "Brights" anspielst?

Gruß
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