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| Gottesfurcht, Demut, Gehorsam und Pflichtbewusstsein.* |
Steht nicht im Konflikt zum wissenschaftlichen Arbeiten oder der Kreativität.
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| Nun, bis heute gilt der Prophet Mohammed als Idealfigur der Moslems auf aller Welt. |
Für fast alle, nicht für alle.
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| Dessen Leben, welches ja in den Hadithen beschrieben wird, soll nachgeeifert werden. |
Hadithe sind keine Biographie von Mohammeds Leben. Dafür gibt es extra Prophetenbiographien.
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| Der Islam ist eine "Verbotsreligion": Alles was nicht ausdruecklich erlaubt ist, ist verboten. |
Stimmt einfach generell nicht.
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| Deshalb fordert der gute Moslem ja auch eine Fatwa (islamisches Rechtsgutachten), wenn er unsicher ist, wie er sich zu verhalten hat (anstatt selbststaendig nachzudenken) |
Das ist gelebtes Taqlid, welches heute dominant ist, ich verwies hier mehrmals auf Ijtihad, welches eben auch lange dominant war.
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| Abu Hamid Muhammad ibn Muhammad al-Ghazali (auch al-Gazzali, lateinisch Algazel; * 1058 in Tus bei Maschhad, heute Iran; † 1111 ebenda) war ein persischer islamischer Theologe, Philosoph und sufistischer Mystiker. |
Und ein Vertreter des religiösen Skeptizismus. Damit sorgte er zwar zum erheblichen Teil für den Untergang der islamischen Philosophie im Osten, gleichzeitig aber auch für deren Blüte im Westen. Seine Werke waren also durchaus verschiedenartig interpretierbar. Zugegeben war er aber einer derer, welche 'die Tore des Ijtihad' schließen wollten.
Aber das kannst du kaum auf den Islam an sich ummünzen.
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| Man muss soviel Wissen besitzen, das man die Prinzipien des Itikat (Glaubensgrundsätze) befolgen kann |
Klar und deutlich.
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Man soll auch nicht über Glaubensfragen zu viel mit anderen Personentiefgehend diskutieren bzw. Streitgespräche führen.
Eine der unheilbaren Krankheiten ist, über diese Sache mit anderen zu Streiten. Die Menschen, die durch solche Auseinandersetzungen vom richtigen Weg abgekommen sind , kann nur Allah der Barmherzige retten. |
Also Diskussionen sind verboten.
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| Wenn überall Ehlisünet – Wissenschaftler (diejenigen, die den unverfälschten Weg des Propheten folgenden) vorhanden sind, die sich mit Tevhid - Wissenschaften beschäftigen, die alle Fragen beantworten und alle Zweifel des Gläubigen ausräumen können, die Herzen von Irrglauben fernhalten, den Glaubensfeinden, den Reformisten entgegentreten können, dann ist es für die übrigen Gläubigen nicht Pflicht das tiefgehende Wissen zu besitzen. |
Also Authoritaeten anerkennen und nicht hinterfragen.
Quelle:
Der Weg der Weisen
( Minhadsch ül arifin ; Der Weg der Diener Allahs)
Kapitel 1
Imam-i Gazali
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| Ja und? Das kann er doch gern erzählt haben, deswegen ist es für Muslime perse nicht verbindlich, auch wenn die Rechtsschulen sich dieser Ideologie natürlich gern bedient haben. Das Ganze ist nichts weiter als ausformuliertes Taqlid.
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| ...deswegen ist es für Muslime perse nicht verbindlich |
Nein, natuerlich nicht.
Aber faktisch halten sich (fast alle) Moslems an diese Struktur.
Und deshalb postuliere ich einen Zusammenhang zwischen diesen Grundsaetzen und dem gravierenden islamischen Bildungsdefizit des heutigen Islams.
lg
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| Naja was er da macht ist eine recht genaue Beschreibung des Taqlid, welches heute als oberstes gut in der islamischen Theologie gilt, daher verwundert das nicht. Auf die Bemühungen von Reformmuslimen in eine Gegenrichtung wies ich hier bereits hin.
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