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@ solution_1
Durchaus ist das Bildungsfeindlichkeit. Habe ich das bestritten ? Meine Kritik galt Deiner Prämisse in deinem Threaderöffnungsbeitrag. Da hast Du nämlich die theologischen Grundlagen des Islams für diese Bildungsfeindlichkeit der islamischen Länder für schuldig erklärt.
Ansonsten stimme ich Dir doch voll zu.
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| Kannst du mir dafuer bitte eine Quelle nennen? |
Für islamische Wissenschaftler im Bereich der Wissenschaftsmehtode? Da sei wohl vor allem Alhazen, sein eigentlicher arabischer Name ist Abú 'Alí al-Hasan ibn al-Hasan ibn al-Haytham, mit seinem 'Buch über die Wahrnehmungslehre', zu Arabisch Kitáb al-Manazir, aus dem Jahr 1021, wo er als erster Mensch eine nach den heutigen Maßstäben wissenschaftliche Methode anwendet und insbesondere die Experimentalphysik begründet.
Dieses und andere Werke gelangten später über Spanien, Sizilien und Venedig nach Europa und wurden ins Lateinische übersetzt. So kam die wissenschaftliche Methode nach Europa.
Andere bedeutende Wissenschaftler, welche die wissenschaftliche Methode entwickelten und bahnbrechende Erfolge auf ihren jeweiligen Gebieten hatten waren Geber, zu Arabisch Dschábir ibn Hayyán; Al-Bukhari, mit vollem Namen Muhammad ibn Ismail al-Bukhari; Alkindus, zu Arabisch Abú Yúsuf Ya'qúb ibn Isháq al-Kindí; Avicenna, zu Arabisch Abú 'Alí al-Husayn ibn 'Abd Alláh ibn Síná; Al-Biruni; mit vollem Namen Abú Rayhán Muhammad ibn Ahmad al-Bírúní; Ibn Zuhr, mit vollem Namen Abú Merwán 'Abdal-Malik ibn Zuhr und Ibn Khaldun, mit vollem Namen Abú Zayd 'Abdu r-Rahman bin Muhammad bin Khaldún.
Ich denke das man sogar ihre Namen zum Teil latinisiert hat spricht Bände. Ganz nett zu dem Thema:
Turner, Howard R.: Science in Medieval Islam (1997, University of Texas)
http://www.utexas.edu/utpress/books/tursci.html
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sag mal, willst du das nicht verstehen?
Wenn ein Land die Bildungsmethoden der Koranschulen auf das gesamte Bildungssystem bis hin zu den Universitaeten anwendet und unreflektiert beibehaelt, so ist das ein eindeutiges Zeichen fuer Bildungsfeindlichkeit.
Die Konsequenzen habe ich zur Genuege aufgezeigt. |
Nur weil das heute so ist, muss das aber nicht immer so gewesen sein und dem war auch nicht immer so, wie wir dir dargelegt haben. Es liegt also nicht am Islam selbst, sondern an der heutigen islamischen Lebensweise.
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| Nur weil das heute so ist, muss das aber nicht immer so gewesen sein und dem war auch nicht immer so, wie wir dir dargelegt haben. Es liegt also nicht am Islam selbst, sondern an der heutigen islamischen Lebensweise. |
Darin dürfte wohl das Hauptproblem liegen.... *seufz*
Gruß
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Naja es stimmt schon, dass es in vielen "islamischen" Staaten die Machtinhaber allgemeine, wissenschaftliche Bildung weniger schätzen als "islamische" Schriften. Aber wenn man sich das Christentum im Jahre 1429 (von der islamischen Zeitrechnung in das Gregorianischen Kalender umgeschrieben) ansieht dann war das mit der wissenschaft auch nicht besser. Schon alleine die Behandlung von Galileo Galilei (der übrigends mehr als 100 Jahre als 1429 n.Chr. gelebt hatte) reicht aus um zu wissen, dass eben auch christliche Machtinhaber im Mittelalter nicht besser waren.
Deshalb finde ich es auch oft problematisch religiöse Machtinhaber für das ganze Volk inklusive Andersgläubigen und Nicht-Theisten einzusetzen.
Damit keiner einen falschen "Widerspruch" jetzt mit den vorher genannten Aussagen von mir "entdeckt". Damals wollte ich einfach sagen, dass man es nicht auf das ganze muslimische Volk diese Bildungsfeindlichkeit zurechnen kann und es noch genug große muslimische Gruppen gibt, die sehr gebildet sind. Ich sehe das Problem, dass viele muslimische Machtinhaber die Menschenrechte so wie wir sie kennen nicht umsetzen wollen und dazu gehört auch eben die schlechte Bildung.
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