Hilfe! Dämon hilflos ausgeliefert


Rentner hat folgendes geschrieben:
Allerdings muss man wissen, dass die Katholische Kirche ein bunter Haufen ist, in dem sich somanche Richtungen tummeln, die nicht immer in ihren Ansichten deckungsgleich sind. Die Katholische Kirche tut nur so, als sei sie ein einheitlicher Block, und Päpste und sonstige Würdenträger tun nur so, als seien sie die Vertreter der Mehrheitsmeinung. Die Katholische Kirche verfault schon seit Jahrhunderten von innen.

Gott sei Dank ist die Kirche dieser "bunte Haufen". Sie beansprucht ja katholisch, also allumfassend zu sein. Da muss sie ja vielschichtig, interessant und alle Kulturen durchdringend sein.
Was die Meinungsvielfalt anbelangt - auch die ist befruchtend und gut. Und Jesus hat eben das Papstamt eingesetzt, damit trotz aller Diversität die Einheit der Kirche bestehen bleibt - damit nicht jeder seine eigene Kirche gründet, sondern damit es Seine Kirche bleibt - die eine, heilige, katholische und apostolische.

Und ja - es gibt in dieser Kirche immer wieder "faule" Teile, die absterben. Aber das ist gut, weil so wieder Neues wachsen kann und der Leib gesunden kann.
Moin

Burkl hat folgendes geschrieben:
Grubi hat folgendes geschrieben:
Er erwartet aber schon von den Menschen ihn bedingungslos zu lieben, egal mit welchen Leiden er uns beglückt.

Ja - und Er kann das gerechterweise deshalb tun, weil Er selbst mehr getan und gelitten hat als jemals ein Anderer. Und Er die Ursache des Leides zwar nicht mit Worten erklärt hat und das Leidenmüssen nach wie vor ein Mysterium bleibt, aber Er ihm dennoch mit Seinem Leben, Sterben und Seiner Auferstehung Tiefen Sinn verliehen hat.

Die Liebe wirkt in ihren äußersten Formen für uns, die wir in der Liebe so schwach sind, sogar als Torheit: Die äußerste Selbsthingabe, die die wahre Liebe hervorbringt, kann auf uns geradezu wie das Gegenteil von Liebe wirken.


Nein, Liebe kann jeder Begreifen der von diesem Gefühl überwältigt wird.
Sie mag ein Mysterium sein, man muss sie aber nicht theologisch verklären und zu einer Angelegenehit machen die nur Eingeweihte einer bestimmten Konfession begreifen können, das ist mehr als überzogener Unsinn.
Zu den Androhungen von Höllenqualen gesellt sich nun noch die Unfähigkeit zu lieben wenn man nicht katholisch ist.
Burkl, bitte denke das nochmal durch, ich habe den Eidnruck du verlierst gerade ein bischen den Bezug zu den Verhältnismässigkeiten...
Es ist boshaft anderen Menschen die Liebesfähigkeit abzusprechen nur weil sie nicht in deinem Verein sind.

Zitat:
Die Philosophin Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz hat in diesem Zusammenhang einmal so treffend auf einen sehr oft gehörten Einwand gegen die christliche Definition von Liebe geantwortet:

"Es gibt ein modisches Raisonnement, wie Gott sich habe erlauben können, seinen Sohn für alle "schlachten" zu lassen und sein Blutopfer einzufordern als Abzahlung an die Gerechtigkeit.Bei einem solchen Vorwurf handelt es sich um ein grandioses Missverständnis.

[b]Nirgends geht es um kleinkrämerische Gerechtigkeit, es geht um die Preisgabe Gottes selbst:[/b] Bitter wie sonst nichts ist das Hergeben des Sohnes. Und dieses Hergeben bis ins Maßlose und Missverständliche führt zur Verwechslung der Liebe mit Prostitution - eben dasselbe geschieht Gott in solcher Anklage, er hätte doch einen Sohn nicht ausliefern dürfen. Damit ist Gott in die äußerste Verwechslung seiner Liebe eingetreten. Weil er eine Liebe gelebt hat, unter deren unverstandenen Vorzeichen die Menschheit mit ihm zu rechten beginnt, ob es eigentlich soviel "Verschwendung" gebraucht hätte.


Weiter oben hattest du geschrieben:
Zitat:
Er kann das gerechterweise deshalb tun, weil Er selbst mehr getan und gelitten hat als jemals ein Anderer.

Und nun geht es plötzlich nicht mehr um kleinkrämerische Gerechtigkeit, also immer so wie es dir gerade in den Kram past und sich die Geschichte besser verkaufen lässt.

Zitat:

Als Abraham seinen Sohn opfern wollte, hielt ein Engel den Arm des Geprüften auf. Auf Golgotha geschah keine Schonung: "Diesmal hing kein Widder mehr im Strauch" - weder für den Vater noch für den Sohn. So dass der Vater das Letzte gab, ja, dass er sich verschwendete, gratis, aber auch frustra - umsonst und bis ins Missverständnis hinein umsonst. Dieses große Umsonst der Liebe Gottes, das sich an unserem Begreifen bricht, ist die Stelle, an der sich die agape ins Unausdenkliche öffnet."

Liebe mag ein unbegreifliches Mysterium sein und bleiben, durchaus möglich.
Aber diese archaischen Opfergeschichten haben nichts mit Liebe zu tun, wer meint Liebe durch Blutopfer beweisen zu müssen, gehört in eine anständige Therapie.

Zitat Grubi
Zitat:
Es ist völlig legitim wenn jeder Mensch sein persönliches Gottesbild entwickelt, wer sich nicht nur mit dem Christentum beschäftigt darf gerne auch einen erweiterten Horizont in spiritueller hinsicht entwickeln.
Wie man da Bosheit rauslesen kann ist mir geradezu unbegreiflich...


Zitat Burkl
Zitat:
Nur hat es keinen Sinn, wenn sich jeder "seinen Gott zurechtzimmert". Er ist so, wie er sich offenbart hat und in den Sakramenten der Kirche lebt.
Die Bosheit das abzulehnen kann in einer subtilen Form von geistigem Hochmut bestehen, Gott so nicht anzunehmen, wie er zu uns gekommen ist und was Er getan und gegründet hat. Darum auch die Seligpreisung Jesu:"Selig ist, wer an mir keinen Anstoß nimmt!". Und das betrifft auch seine Kirche: Zu dem die Kirche verfolgenden Saul sagt er nicht: "Warum verfolgst du meine Anhänger?", sondern "Warum verfolgst du mich?". Er identifiziert sich also 1:1 mit seiner Kirche - eben weil sie sein Leib ist.


Es geht ja nicht darum sich einen neuen Gott zurechtzuzimmern weil man mit dem alten Gott nicht zufrieden ist.
Es geht darum dass jeder eine andere Sichtweise auf die Idee von einem Gott hat.
Nur weil jemand sein Gottesbild beschreibt und vermittelt, entsteht ja kein neuer Gott der dich irgendwie stören könnte.

Zitat:
Ein weiterer Aspekt - neben der mystischen Wirklichkeit der Einheit der Gläubigen im Leib Christi - der in die Anthropologie hineingeht ist der, dass wir ohne die uns tragende Gemeinschaft auf Dauer nicht ausharren können in einer Sache.
Dazu eine Parabel von Paulo Coelho - sie heißt "Die einsame Glut":


Die Geschichte hast du schonmal erzählt, sie ist ein weiterer Griff in das Gewissen denkender Menschen um ihnen das Gefühl von Verlorenheit und Hilflosigkeit zu geben damit sie endlich in deinen Verein kommen.
Die Verhältnismässigkeiten gleiten dir gerade wirklich schlimm aus den Händen....

Lass es mich mal so ausdrücken...
Jesus hat nicht die verstreuten und vermeintlich verlorenen Glutfunken zusammengekehrt und ins Feuer gebeten, er hat sich den einzelnen Glutfunken zugewandt die ausserhalb der Gemeinschaft standen...

LG
_________________
https://youtu.be/f2ROFnA4HRA
Es ist schon richtig, dass der Mensch ein Gemeinschaftswesen ist. Das bedeutet aber nicht, dass er zwangsläufig ein katholisches Herdentier sein muss.
Ebend...

Ich habe auch eher in Erinnerung dass Jesus seine Jünger ausgesandt hat um die Menschen zu erreichen.
Er hat ihnen nicht gesagt baut neue prozigere Tempel und fordert einen regelmässigen Besuch der Tempel ein damit alle gerettet werden können...

Verflucht, jetzt komme ich schon mit Bibelgeschichten um die Ecke um Burkl erreichen zu können*grummel*

LG
Grubi hat folgendes geschrieben:
Nein, Liebe kann jeder Begreifen der von diesem Gefühl überwältigt wird.

Liebe ist eben viel mehr als ein Gefühl. Sie zeigt sich in der "Verliebtheit" nur flüchtig und schattenhaft. Der Kern der Liebe ist "Ausharren in der Treue", wie Papst Benedikt XVI. das formuliert hat. Du siehst dieses Wesen der Liebe bei der heiligen Jungfrau Maria und dem Apostel Johannes, die standhaft unter dem Kreuz ausharren. Diese äußerste Form der Liebe, die stärker ist als der Tod, hat mit Gefühl und "Schmetterlingen im Bauch" gar nichts mehr zu tun. Die Verliebtheit ist die "Einstiegshilfe" in den Zug der Liebe. Menschen, die schwach in der Liebe sind, taumeln ständig von oberflächlicher Verliebtheit zu Verliebtheit ohne die wahre Liebe jemals zu finden.

Zitat:
Es geht darum dass jeder eine andere Sichtweise auf die Idee von einem Gott hat.
Nur weil jemand sein Gottesbild beschreibt und vermittelt, entsteht ja kein neuer Gott der dich irgendwie stören könnte

Gott ist keine subjektive "Idee", sondern eine ganz objektive Realität. Und die ist für alle Menschen gleich. Sie ist unabhängig davon, wie ich sie haben will. Dinge anders sehen zu wollen als sie sind ist wiederum Hochmut - also das Gegenteil des "Wandelns in der Wahrheit", das Kennzeichen der Demut ist.

Und das Maximum an Erkennbarkeit und Erfahrbarkeit dieser Realität des dreifaltigen Gottes ist in Jesus Christus zu finden, der nach seiner Auferstehung und Himmelfahrt in seiner Kirche bis zum Ende der Zeit fortlebt, um dann ein Urteil über die gesamte Geschichte und jeden einzelnen Menschen zu fällen. Der Urteilsmaßstab wird er selbst sein.
Grubi hat folgendes geschrieben:
Er hat ihnen nicht gesagt baut neue prozigere Tempel und fordert einen regelmässigen Besuch der Tempel ein damit alle gerettet werden können...

Jesus war sehr oft im prunkvollen Jerusaler Tempel und hat mit keiner Silbe erwähnt, dass Gotteshäuser und Gottesdienst nicht reich geschmückt und würdig sein dürften. Im Gegenteil - als das kostbare Nardenöl über ihn ausgegossen wird lobt er die Frau dafür. Judas, der Verräter, wendet ein: "Welche Verschwendung - man hätte das Geld den Armen geben sollen!"

Grubi hat folgendes geschrieben:

Verflucht

"Denn wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund." Mt 12,34
Papaloooo hat folgendes geschrieben:
Ein Gott, der gefürchtet werden muss!
Nein Danke! ! !

Burkl hat folgendes geschrieben:
Was wäre dir lieber? Ein Tu-Was-Du-Willst-Gott? Das wäre doch völlig sinnlos. Gleichgültigkeit ist doch das Gegenteil von Liebe.

Das habe ich nicht gesagt:
Handeln hat Konsequenzen.
Aber die Konsequenzen können in der Gerechtigkeit nicht das Maß der Handlung übersteigen.
Ich würde einer Seele die Mündigkeit zugestehen, ihren Weg zu wählen.
Der Weg mag mal bergauf führen, mal bergab.
Wie auch der Wanderer so kann sich die Seele nicht entscheiden:
JETZT will ich oben sein!
Sie muss den Berg schon erklimmen.

Gott ist für mich nicht gleichgültig, sondern unendlich geduldig und nachsichtig.
_________________
Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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Papaloooo hat folgendes geschrieben:
Gott ist für mich nicht gleichgültig, sondern unendlich geduldig und nachsichtig.

Das ist Er sicher. Aber Gott respektiert auch unsere Freiheit. Ein endgültiges Nein zu Ihm ist möglich. Denn sonst wäre auch das freie Ja nichts wert.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Das ist Er sicher. Aber Gott respektiert auch unsere Freiheit. Ein endgültiges Nein zu Ihm ist möglich. Denn sonst wäre auch das freie Ja nichts wert.

Und darin unterscheiden wir uns eben!
Ich glaube an einen Gott, der die Berichtigung eines Irrtums zulässt:
Das nennt man Güte!
Denn dann bliebe ja immer die Frage bestehen:
Ab wann ein Nein denn ein endgültiges Nein sein solle und ab wann noch nicht?

Und das beantworten erschreckend viele Christen mit:
Ab dem falschen Glaubensbekenntnis.
(Muslime übrigens auch)!
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Burkl hat folgendes geschrieben:
Long Road hat folgendes geschrieben:
sorry, aber das hat etwas von "des Kaisers neue Kleider"

"Wenn du gut bist siehst du Gott, aber wenn du boshaft und hochmütig bist zeigt er sich nicht. Ich kann ihn sehen und erfahren... "

Dieses Märchen ist ein gutes Beispiel dafür wie nur ein Kind, das von Natur aus demütig ist, die Wirklichkeit so sieht und benennt wie sie tatsächlich ist.


Nur so nebenbei: Welches Kind ist von von Natur aus demütig?

Aber das ist nebensächlich: Das Märchen hat eine andere Aussage und die hat nichts mit Kindern zu tun

Zitat:
Die Erzählung wird gelegentlich als Beispiel angeführt, um Leichtgläubigkeit und die unkritische Akzeptanz angeblicher Autoritäten und Experten zu kritisieren – vergleichbar mit Kleider machen Leute und dem Hauptmann von Köpenick. Aus Furcht um seine Stellung und seinen Ruf spricht wider besseres Wissen niemand, nicht einmal der treueste Minister des Kaisers, die offensichtliche Wahrheit aus; vor die Entscheidung „Ansehen und Wohlstand oder Wahrheit“ gestellt, entscheidet man sich letzten Endes gegen die Wahrheit und für die materiellen und ökonomischen Vorteile. In der mittelalterlichen spanischen Vorlage geht es nicht wie bei Andersen um mangelnde Amtstüchtigkeit, sondern das Gewebe wird angeblich von jenem nicht gesehen, der nicht Sohn dessen ist, der als sein Vater gilt (was neben der Schande auch fatale erbrechtliche Konsequenzen hätte). Zudem ist es nicht ein „unschuldiges Kind“, das die Wahrheit ausspricht, sondern ein schwarzer Rossknecht, der sich bewusst ist, ohnedies am Fuß der sozialen Rangordnung zu stehen, sodass ihm gleichgültig ist, ob er tatsächlich Sohn dessen ist, der als sein Vater gilt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Des_Kaisers_neue_Kleider


Zitat:
Die Heilige Teresa von Avila nennt die Tugend der Demut das "Wandeln in der Wahrheit". Und die erste und grundlegende Wahrheit ist die, dass wir nichts sind und nichts haben vor Gott und ihm ausnahmslos Alles verdanken. Diese Wahrheit anzuerkennen ist Grundvoraussetzung für den Glauben. Solange man das nicht tut ist Gott unsichtbar
.

Da hast du ein Problem mit Ursache und Wirkung: Wenn du nicht glaubst, dass Gott existiert, glaubst du auch nicht, dass wir Gott alles verdanken, was Grundvoraussetzung für den Glauben ist...

Da braucht man entweder einen große Portion "Glaubensvorschuss" oder eben einen guten Glaubensgrund. Wenn man den Glaubensvorschuss bereit ist zu bezahlen, kann man dann leicht wie der Kaiser in die Lage kommen, dass man eine "Lüge" mit aller Gewalt aufrecht erhält um nicht zugeben zu müssen, dass man sich getäuscht hat.

Zitat:
Gott ist keine subjektive "Idee", sondern eine ganz objektive Realität. Und die ist für alle Menschen gleich.


Da lehnst du dich weit aus dem Fenster: Dann zeig mir deine objektive Realität. Ich bitte darum.