Details im Traum


Es ist schon komisch: Da gibt es doch Träume, wo nach dem Aufstehen alles verwaschen ist und man sich nicht genau an alles erinnern kann und dann gibt es Träume, wo man sich an ganz bestimmte Details erinnern kann. Die sind manchmal so detailiert, zb hab ich jetzt geträumt, dass ich mir ein Ei koche und ich kann mich genau erinnern wie ich die Schale runtergenommen habe als es hart wurde und wie es runtergeflutscht ist, und zwar ganz detailiert.

Warum erinnert man sich an grosse Dinge, die im Traum passieren nicht, aber dann wieder manchmal an die kleinsten Details?

Die Frage ist überhaupt: Warum erinnere ich mich an einen Traum, an einen anderen nicht?

Boris
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"Es liegt eben in der menschlichen Natur,
vernünftig zu denken und unlogisch zu handeln." Anatole France
"Man will der sein der man ist." Otira
Lieber

die Frage hab ich mir auch schon gestellt, aber mich noch nie so ganz wirklich tief damit beschäftigt.
Nun, den Verstand haben wir des Tags und im Traum sehen wir mit dem Auge der Seele, unabhängig vom Verstand und vom Funktionieren der Sinne, auf die der Verstand ja angewiesen ist.
Gemeinsam zwischen diese beiden Zuständen ist das Herz. Das Herz beeinflußt uns am Tag und im Traum in der Nacht genauso. Wenn die Seele mir also etwas zeigt, im Traum, oder etwas sieht, was außerhalb des Interessensspektrums meines Herzens liegt oder zu liegen scheint, vielleicht ist das ein Grund, warum ich mich an bestimmte Träume nicht erinnere.
Jetzt mal eine etwas lustige Frage: "Ißt du gerne, ähm, sehr gerne, Eier?" Tags, mein ich, zum Frühstück, zum Beispiel.

Das würde "meine Theorie" "stützen".

Aber, ich weiß es sonst nicht. Eines aber, wenn ich plötzlich des Tags an etwas denke, ganz tief, dann fällt mir manchmal ein Traum ein, den ich in der Nacht hatte, und an den ich mich nicht erinnert hatte. Weil es keinen "Auslöser" für die Erinnerung gab. Das würde auch wieder die "Theorie" "stützen

Alles Liebe von
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"Es ist die Sehnsucht Gottes an diesem Tage, alle Menschen als eine Seele und einen Körper zu betrachten" (Bahá'u'lláh)
Ich versteh was Du meinst, Yojo...

Ich hab vor einigen Tagen angefangen wieder Eier zu essen, hatte schon einige Jahre kein einziges mehr gegessen. Und das war wahrscheinlich ein sehr wichtiger Moment

Boris
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"Es liegt eben in der menschlichen Natur,
vernünftig zu denken und unlogisch zu handeln." Anatole France
"Man will der sein der man ist." Otira
Wäre doch möglich, dass Dinge, die einem wichtig erscheinen oder auch belasten können, sich in Träumen widerspiegeln. So könnte ich mir das explizit den Traum von Boris vorstellen.

Mir geht das auch so, dass oft etwas, was mich fürchterlich aufregt oder was ich aus meiner Erinnerung abrufe und mich dann belastet, im Traum wiederkehrt, oder eben Dinge, die irgend einen wichtigen Platz einnehmen.

@Boris - guten Appetit jedenfalls
Wie ist das mit den Träumen, warum sind sie uns manchmal bewußt.

Dazu Ken Wilber:

http://integralesleben.org/il-home/.....itualitaet/reinkarnation/

Zitat:
..... wenn sich der GEIST nach außen verströmt, erschafft er einen kausalen Körpergeist. Der kausale Körpergeist existiert eindeutig ohne einen subtilen Körpergeist wie auch einen grobstofflichen Körpergeist, da beide noch nicht erschaffen wurden.

Zweitens, phänomenologisch: Sobald man sich jede Nacht schlafen legt und zu träumen beginnt, existiert kein grobstofflicher Körpergeist, und man befindet sich überwiegend in einem subtilen Körpergeist; ähnlich auch beim Übergang in den traum- und formlosen Tiefschlaf, wo es weder einen grobstofflichen noch einen subtilen Körpergeist gibt, sondern nur einen kausalen Körpergeist; und daher können phänomenologisch die übergeordneten Körpergeist-Einheiten unabhängig von ihren untergeordneten (Junioren) existieren.

Drittens existiert man in bestimmten außergewöhnlichen Wachzuständen – wie außerkörperlichen Erfahrungen (oder „Astralreisen“) – in einem subtilen Körpergeist und nicht nur in einem grobstofflichen Körpergeist. Und ebenso existiert man in formlosen meditativen Zuständen in einem kausalen Körpergeist, und nicht in einem subtilen oder grobstofflichen Körpergeist.

Die Traditionen behaupten daher, dass mit dem physischen Tod und der Auflösung des grobstofflichen Körpergeists die Seele, welche jetzt in einem subtilen Zustand existiert und von einer sehr realen, jedoch subtilen Energie (bzw. einem subtilen Körper) getragen bzw. unterstützt wird, durch eine Reihe von Bardo-Bereichen oder Stationen solange „wandert“, bis sie sich aufgrund verschiedener karmischer Faktoren zu einem neuen grobstofflichen Körpergeist hingezogen fühlt, woraufhin eine Wiedergeburt in einem physischen Körper stattfindet.


Was träumt in uns und warum erleben wir manchen Traum wie einen Film, der uns immer wieder vor Augen kommt, den wir manchmal nicht loswerden können ?

Gefunden im Balken über Träume und Traumdeutung auf Seite 23/24
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Vielleicht merkt man sich nur das allerwichtigste?
Es gibt auch Zeiten da möchte man fertig träumen und dann genau dann, schreit der Wecker, total fies.