Pascalsche Wette


Pascalsche Wette
aus Wikipedia

Die Pascalsche Wette ist Blaise Pascals berühmtes Argument für den Glauben an Gott. Pascal argumentiert, es sei stets eine bessere „Wette“, an Gott zu glauben, weil der Erwartungswert des Gewinns, der durch den Glauben an Gott erreicht werden könnte, stets größer sei als der Erwartungswert im Falle des Unglaubens. Zu beachten ist, dass das kein Argument für die Existenz Gottes ist, sondern eines für den Glauben an Gott. Mit diesem Argument zielte Pascal besonders auf jene Menschen ab, die durch traditionelle „Gottesbeweise“ nicht zu überzeugen waren. Mit seiner Wette versuchte er zu zeigen, dass es vorteilhafter sei, an Gott zu glauben, als nicht an Gott zu glauben, und er hoffte, damit jene zu überzeugen, die bisherige theologische Argumente zurückwiesen.

Das Argument besagt, dass eine sorgfältige Analyse der Optionen hinsichtlich des Glaubens an Pascals Gott (oder des Glaubens an irgendein anderes religiöses System mit einem ähnlichen Lohn-Strafe-Schema) zu folgenden Möglichkeiten führt:

Man glaubt an Gott, und Gott existiert - in diesem Fall kommt man in den Himmel.
Man glaubt an Gott, und Gott existiert nicht - in diesem Fall gewinnt man nichts.
Man glaubt nicht an Gott, und Gott existiert nicht - in diesem Fall gewinnt man ebenfalls nichts.
Man glaubt nicht an Gott, und Gott existiert - in diesem Fall wird man bestraft.

Aus dieser Analyse der Möglichkeiten folgerte Pascal mit Hilfe der Prinzipien der Statistik, dass es besser sei, bedingungslos an Gott zu glauben. Es ist ein klassisches Verfahren der Spieltheorie, die Optionen und die jeweiligen Gewinne zu spezifizieren, und die Qualität dieser Annahmen bestimmt die Qualität der Ergebnisse.

Geht man von den Werten aus, die Pascal vorgeschlagen hat, dann ist der Gewinn, den man im Falle des Glaubens an Gott zu erwarten hat, stets mindestens so groß wie im Falle des Unglaubens - oder größer.

Pascal ordnete den beiden Möglichkeiten - Existenz oder Nichtexistenz Gottes - gleiche Wahrscheinlichkeiten zu. Er begründete das damit, dass „die Vernunft durch die eine Wahl nicht stärker erschüttert werde als durch die andere“, infolge unseres Unwissens. Spätere Autoren haben darauf hingewiesen, dass die Größe der angenommenen Wahrscheinlichkeiten keinen Einfluss auf das Ergebnis hat, solange beide Wahrscheinlichkeiten größer als 0 sind; denn jede positive Wahrscheinlichkeit würde bei der Multiplikation mit Unendlich einen unendlichen Erwartungswert ergeben.