|
|
|
|
-----------
@nach dem Tode:
ich habe früher eher nihilistisch gedacht, jetzt erschliesst sich mir aber eine halbwegs vernünftig scheinende Antwort.
Um das nachvollziehen zu können, muss aber erstmal die Frage beantwortet werden, was das "ich" überhaupt ausmacht.
Ich bin davon überzeugt, dass Alles (die biospezifische Beschaffenheit (atomare Kohlenwasserstoffbindung, bedingt durch Evolution/Genetik), die sich ständig ändernden Ansichten, mit denen sich die meisten Menschen identifizieren. und auch das prägende Umfeld) durch gegenseitig bedingte Ereignisketten (Ursachen) entstanden ist.
Da das Bewusstsein auch auf eine neurobiologische Aktivität zurückzuführen ist, kann es kein unabhängiges, festes Ich* geben (welches zerstört werden könnte) . da Atome/Energie nicht verloren gehen sondern nur entsprechend transformiert werden (siehe Regen, Photosynthese.).
-----------
|
|
|
|
| Ist es nicht ungerecht, dass wir sterben müssen?
|
|
|
|
> Ist es nicht ungerecht, dass wir sterben müssen?
Wäre es nicht ungerecht, ewig leben zu müssen? Das wäre ja genauso, als wäre man auf ewig im Kino eingesperrt mit einem ewig laufenden Film...
Unsere physische Existenz hier ist nichts anderes als ein Besuch, bei dem wir mit unserem ganz speziellen Charakter in einem ausgewählten Umfeld Erfahrungen sammeln. Irgendwann gibt es keine neuen Erfahrungen in diesem Leben mehr und dann gehen wir eben wieder. Und falls uns das nicht reicht, kommen wir eben wieder - in einem anderen Umfeld mit neuen Zielen. Und so geht das immer weiter, bis wir genug haben...
Das Sterben ist also nichts schlimmes, sondern sogar sehr sinnvoll, sonst könntest du nie neue Erfahrungen machen.
|
|
|
|
Hallo Dr. Creep,
zwei deiner Schlußfolgerungen sind schlichtweg falsch.
Zum einen gibt es den Zufall, wie du ihn beschreibst garnicht. Es gibt in Wissenschaft sowie vielen Formen der Religionen das Gesetz von Ursache und Wirkung. Wenn irgendwo "zufällige" Zahlen generiert werden, so basieren die immer auf einem Seed (einer initiierten Zahlen wie z.B. eine Mischung aus Datum und Uhrzeit), welche möglichst einmalig ist. Diese wird dann mit einer Formel (Normalverteilung, Gleichverteilung, usw.) kombiniert.
Wenn du einen Würfel würfelst, dann ist das Ergebnis davon abhängig wie fest du wirfst, mit welcher Geschwindigkeit der Würfel rotiert, wie der Untergrund beschaffen ist, usw... Von daher ist dein viel genannter Zufall des Lebens etwas, das auf klaren Strukturen basiert, die der Mensch einfach nicht durchblickt. Von daher kann man sicherlich Zufall anführen, aber für was soll das dann der Beweis sein ? Man kann immer noch sagen, Gott wäre die erste Ursache gewesen.
Die Tatsache, dass Tiere nicht wissen dass und wann sie sterben müssen, ist nicht bewiesen. Viele Tiere scheinen es sehr wohl zu spüren, auch wenn sie es dir nicht explizit auf einen Block mit Unterschrift geben können.
In den anderen Punkten kann ich dir Recht geben. Für viele Menschen ist der Glaube an das Leben nach dem Tod Weltflucht und Trost für eigenes Unglück. Trotzdem würde ich das niemals jemandem verwehren, so wie es mir niemand verwehren kann, nicht daran zu glauben. Ich weiß es einfach nicht ob ja oder nein und andere auch nicht.
|
|
|