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@sternkind
Kann es sein, dass dir da an Prixis fehlt und du einem Wunschgedanken nachgehst?
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Wie kommt ihr auf die absurde Idee, daß Kinder keine Angst vor dem Tod haben?
Sobald sie reif genug sind, um zu begreifen, was der Tod ist, beginnen sie Angst davor zu haben.
Ich habe meine Tochter nicht mit der Idee geimpft, der Tod wäre das Ende von allem.
Es ist etwas, was von selbst kommt.
Und die weise Erkenntnis einer 6-jährigen auf meine Frage, was sie sich wohl vorstellt unter Totsein: "Aber Mama, man weiß doch nicht, wenn man tot ist.."
Hört mal auf mit diesem Gefasel von der angeblichen Weisheit der Kinder durch eine noch vorhandene Verbindung mit einer jenseitigen Welt.
Kinder haben sehr wohl ein Gespür, was geht und was nicht geht, sobald sie Realität und Fiktion auseinanderhalten können.
Man kann ja so viel in die Augen eines Neugeborenen hineindichten - der arme Wurm kann sich ja noch nicht wehren und das Gegenteil behaupten.
Und was immer nach dem Tod kommen sollte: Wie Posi schon sagte: als Leben wird man es nicht gerade bezeichnen können wenn man keinen Körper mehr hat. Leben ist nicht nur Bewußtsein, sondern auch Körperlichkeit, und unser Körper ist mitnichten nur ein "Vehikel" oder "Gefährt".
Ich bin eins mit meinem Körper, jede Zelle ist "Ich", genauso wie jeder Gedanke "Ich" ist.
Woher kommt diese Herabwürdigung des Körperlichen?
Nicht zufrieden mit der Ausstattung oder was?
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Hallo Astrella,
als staatlich. anerkannter Erzieher und großer Anhänger von Kübler-Ross, die ganze Bücher über das Thema Tod und Sterben, insbesondere auch lange Studien mit krebskranken Kindern durchführte, kommt man zu anderen Erkenntnissen, als Du.
"Aber Mama, man weiß doch nicht, wenn man tot ist.." ist letzten Endes die tiefe Wahrheit, die Du augenblicklich noch nicht zu erkennen vermagst.
Der Übergang ist oft so "leise", dass manche Menschen ihn gar nicht bemerken. Sie wissen nicht, das sie "tot" sind, ich mag den Begriff nicht, weil es zur Fehlinterpretation führt, die das SEIN beendet.
Deine Tochter hat Dir eine Antwort gegeben, die Du irgendwann verstehen wirst.
Ich würdige den Körper nicht herab, denn er ist eine wundervolle Schöpfung materiellen Seins, der von Deiner Seele selbst kreiert wurde, und nunmehr für 60, 70, 80 oder über 100 Jahre eine Einheit bildet. Aber - Dein Körper ist vergänglich, die Seele nicht.
Hartmut
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Tot in dem Sinne ist auch nur das körperliche, verwesliche - das spätestens dann sehr stark ins Bewußtsein tritt, je älter das Körperliche in den Verfall tritt.
Aber man kann sich auch in das Körperliche verlieben, in das sich Verfallende, wenn man sich stark damit identifiziert.
| Zitat: |
| Während ein Teil der Menschheit den Fehler begeht, dem Vorhandensein überphysischer Welten ungläubig zu begegnen, verfallen auch viele in das entgegengesetzte Extrem, sobald sie von dem Bestehen übersinnlicher Welten überzeugt sind. Sie bilden sich ein, dass dem Hellsehenden alle Wahrheit mit einem Schlage erschlossen ist, und dass man auf einmal alles über die höheren Welten weiß, wenn man »sehen« kann. |
http://www.philos-website.de/index_.....n/heindel_max_g.htm~main2
| Zitat: |
| Die sorgfältige Betrachtung, die der Geisteswissenschaftler den Erscheinungen der physischen Welt widmet, schiene überflüssig, wenn nicht der Standpunkt, von dem aus er sie betrachtet, sich ungemein vom materialistischen unterscheiden würde. |
"Aber Mama, man weiß doch nicht, wenn man tot ist.."
Insofern ist Kindermund der Wahrheit nahe. Charles W. Leadbeater beschreibt in seinen Büchern Ähnliches. Viele Menschen, die unerwartet sterben, finden sich in einer Welt wieder, in der keiner auf sie reagiert. Sie sind noch da, in einem gewissen Sinne, sie möchten sich unterhalten, doch sie sehen, wie ihre Angehörigen Trauer tragen und verstehen es nicht. Dann beschreibt er die Vorgänge, die sich dann abspielen - das loslösen, das allmähliche und welche Seelenschichten sich auflösen und verändern. Kann man hier nicht in Kurzform erklären.
http://www.philos-website.de/index_.....toren/steiner_g.htm~main2
| Zitat: |
| Mit dem irdischen Tod ist das Leben des Menschen keineswegs zu Ende. Er durchläuft nach seinem Tod eine Reihe von Daseinszuständen, während derer er das verflossene Leben verarbeitet und aus ihm die geistige Essenz gewinnt, die er seinen künftigen Inkarnationen auf der Erde einverwebt. Der Ätherleib des Menschen ist nicht nur Träger des Lebens, sondern auch Träger der Erinnerungen und Gewohnheiten, die sich der Mensch während seines Lebens auf der Erde aneignet. |
http://www.anthroposophie-de.com/67.html
Wenn der Grundaufbau der Seele nicht verstanden wird, kann man sich vieles nicht erklären. Es kann aber auch hilfreich sein, sich damit zu beschäftigen - nur muß das Jeder für sich selbst entscheiden, inwieweit er sich berühren läßt.
Ich erlebe zur Zeit einige Menschen, deren Verwandte mit dem Thema Tod und Sterben konfrontiert werden.
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Hi Hartmut,
Mir ist durchaus die Vieldeutigkeit des Satzes meiner Tochter bewusst.
Aber wie wäre es mal mit der offensichtlichen Bedeutung? Zu profan?
Meine Tochter glaubt an Gott, glaubt daran, daß man sich nachher "wiedersieht". Sie hofft es jedenfalls.
Das ist allerdings etwas, was ich ihr "anerzogen" habe, es sind meine Erklärungen, die sie übernommen hat, als wir einen Sterbefall in der Familie hatten.
Aber seit sie begriffen hat, daß man eben nicht nur geboren wird, sondern auch stirbt, hat sie Angst davor. Zeitweise konnte sie Nachts nicht schlafen.
Und auch ich kann mich noch dunkel an diese Angst vor dem Tod erinnern, die ich als Kind hatte, diese Gewissheit, daß es irgendwann kein "morgen" mehr gibt und jede Sekunde die verstreicht uns unaufhaltsam näher an den Tod bringt.
Was ich - ich will deine Befähigung nicht in Zweifel ziehen - mit 4 kleinen Kindern aus eigener Erfahrung sagen kann: Kinder unterscheiden nicht zwischen Körper und Seele. Sie begreifen als Einheit - und das ist für mich die "ursprüngliche Wahrheit."
Das krebskranke Menschen - auch Kinder - keine Angst mehr vor dem Tod haben, ist ein Prozess des sich Fügens in ein Schicksal, daß man anders nicht aushalten kann. Anders kann man die Gewissheit, in naher Zukunft sterben zu müssen, nicht ertragen.
Auch ich ertappe mich bei dem Wunschgedanken, es möge noch etwas "danach" geben, gerade, wenn man selbst ein geliebtes Wesen verloren hat.
Letztendlich ist alles vergänglich: der Moment, das Leben, die Erde, das Universum.
Was wir haben, ist nur der Moment, der wirklich existert, alles andere sind Erinnerungen an die Vergangenheit und Vorstellungen von der Zukunft.
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