Foren-Übersicht
Login | Registrieren | Forum | Suche | Impressum

ISLAM = ANTI-CHRISTENTUM












@Positiv

Zitat:
@nasruddin
Irgendwie kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Du am polarisieren bist.


Ich nenne es "Erweitern des eigenen Blicks". Dadurch das ich weder die Muslimischen Missionare noch die anderen und insbesondere die Chrislichen Missionare mit ihren Taten gutheisse, bin ich der Meinung dass alle Seiten angeschaut, ihr Verhalten analysiert und Gemeinsamkeiten in ihrem Handeln und Aussagen erkannt werden.

Ganz nach dem Prinzip: "An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen"...


Zitat:
Mit dem Nicht-Wissen sehe ich erst einmal sehr einfach: Durch die vorhandenen Strukturen ist es für einen Nichtchristen leichter, einen "Durchblick bei der christl. Lehre(n) zu erhalten, als bspw. ein Nichtmuslim beim muslimischen Glauben, da hier offensichtlich keine Infrastruktur beim Glaubensbild vorhanden ist.


Ich kann mir gut vorstellen, dass gewisse Nicht-Muslime erkennen, dass sowohl im Christlichen Lager wie auch im Muslimischen Lager Menschen gibt, die im Dialog sich kennenlernen wollen und gewisse kleine Kreise darauf bedacht sind, diese Bestrebungen mit allen Mitteln zu verhindern und zu untergraben.

Dasselbe gilt auch für die Muslimischen Missionare und Fanatiker.
Sie sind in der Minderzahl. Verfügen aber wie die Christlichen Fanatiker über die gleiche Lautstärke, Geldmittel und haben dieselbe "Anti-" toleranz.

Gruss
Nasruddin
@Solution_1


Lieber Solution. Es ist schön, dass Du Teilweise meinen Ansichten beipflichten kannst.

Zitat:
Wobei ich Missionierung als den Versuch des Austausches von Ideologien betrachte.Ein Entfernen von Ideologien wuerde ich nicht als Missionierung bezeichnen sondern als Aufklaerung.


Dein obiges Zitat erfordert meinerseits den Vorwurf, den ich Dir immer wieder mache, das Du zwischendurch eine nicht objektive Aussage machst.

Eine Mission ist ein "gegebener Auftrag das zu Erfüllen ist."

Es ist kein Austausch von Ideologien.
Diese von Deiner eigenen Grundhaltung heraus erstellte Betrachtungsweise ist nicht objektiv.

Einerseits verharmlosen sie den "Auftrag" der bei der Missionierung eine Rolle spielt und andererseitst verwischt diese die Wunden, die die Missionierung bisher anderen Kulturen beigebracht hat.

Ich betrachte die Missionierung nicht mehr als eine eitle, heuchlerische überhebliche menschenverachtende Tat an andersdenkenden Mitmenschen.

Kein Dialog. Keine Aufklärung und kein Austausch.

Zitat:

Zitat:
Ein Intoleranter Mensch kann nicht Gläubig sein!


Das sehe ich nicht so. Ich sehe vielmehr keinerlei Zusammenhang zwischen Toleranz und Glaube.


Der Zusammenhang ist folgendes:
Unsere Religionen insbesonder das Christentum und des Islam verlangen ausdrücklich eine Demütige innere Haltung und Eintracht in der Schöpfung.

Die Christen wiederholen immer wieder. Halte die andere Wange hin.
Ich glaube die Wange hat schon so viel Hornhaut entwickelt, das ein Hinhalten nichts nützt.
Der Islam zeigt im Koran, das Allah "Vergebend und Barmherzig" ist.
Nicht nur einmal sondern immer und immer wieder.
Offensichtlich ist die Barmherzigkeit nur auf Allah beschränkt, denn sie wird immer und immer wieder durchbrochen.

Ein Gläubiger Mensch in seinem jeweiligen religiösen Kontext aber wenn er Christ oder Muslim ist, eines Entwicklen. Selbsterkenntnis um wahre Demut zu erreichen und erst mit der Demut kann man Dienend sein.

Ein Intoleranter Mensch ist weder demütig, vergebend, verzeihend noch dienend. Demzufolge ist dieser Intolerante Mensch nicht Gläubig in dem Sinne der jeweiligen Religion.

Ich hoffe das meine holprigen Erklärungen einigermassen verstanden wurden. Wenn nicht. Dann bitte ich um Ergänzungen und Korrekturen.

Gruss
Nasruddin
@solution
Zitat:
Dies ist zwar richtig, ich sehe ein solches im Islam aber durchaus auch bezogen auf die jeweiligen Schulen. Nicht jedoch als Gesamtheit.


Fängt es nicht in der Gesamtheit an? Wieweit ist es praktikabel, alle 4 (?) Rechtsschulen erst einmal kennen zu lernen um daraus seinen etwaigen Entschluß fassen können? Und insgesamt, sowohl hier als auch in Person-zu-Person gesprächen: Es kommt nicht gerade selten vor, dass einem Außenstehenden innerhalb einer Stunde gegensätzliche Darstellungen geliefert werden. Inwieweit das rechtschulabhängig ist, kann ich nicht so richtig beurteilen gehe aber davon aus, innerhalb einer gleichen Gemeinschaft auch von daher in einer Richtung zu stehen.... Vermutlich liegt ein großen Problem auch in den Unsicherheiten einer wirklich hinnehmbaren bzw. akzeptablen Übersetzung, die ja auch offensichtlich so nicht vorhanden ist.

Gruß
Zitat:

Wieweit ist es praktikabel, alle 4 (?) Rechtsschulen erst einmal kennen zu lernen

Den schiitischen Zweig sollte man, aber auch nicht außer Acht lassen - also wirds noch schwerer einen Entschluß zu fassen.

Zitat:

gegensätzliche Darstellungen

Liegt meiner Meinung nach an den Hadithen. Sie wurden in der Vergangenheit sortiert und kanonisiert und trotzdem gibt es bei dem ein oder anderen Zweifel. Da fängt jeder selber an zu glauben (mehr oder weniger). Die Interpretation des Koran "sollte" gleich sein, wobei ich nicht weiß wie es die Schiiten sehen.
Das führt halt daszu, dass der eine liber beim Tod eines Mneschens lieber Sure 1 liest und der andere Sure 36.
Liebe Freunde

Die Frage des Threads, ob der Islam das Antichristentum ist, ist ja nicht uninteressant. Sie verdient unbedingt erörtert zu werden.

Ich stelle immer wieder einen gleichen Kern des Problems fest: der Muslim versteht die Ablehnung Mohammeds durch den Christen nicht. Denn für ihn sind die Worte Jesu und Mohammeds ja "in line with each other", sie gehen miteinander überein, gehören zusammen. Aber der Muslim hat ja auch ein auf diesen Zweck hin geformtes Verständnis von Jesu Wort, nämlich das aus dem Koran.

Den Christen packt das Gefühl Goethes der den Koran als ein Buch „das uns, so oft wir auch daran gehen, immer von neuem anwidert" beschreibt. Dass er zuletzt auch Verehrung "abgenötigt" sieht, ist ein nettes Zugeständnis, das einen Dialog glücklicherweise offenlässt. Der Christ fühlt sich wirklich angewidert, denn viele Worte Mohammeds scheinen ihm absolut konträr zu den Worten Christi. Erlaubnis zu Gewalt statt Pazifismus, Gerechtigkeit statt Liebe, ein tendenziell diktatorischer und distanzierter Gott statt des liebenden Vaters, der nur zu gerne sein Angesicht zeigt - all das, trotz der erkennbaren Gemeinsamkeiten.

Jetzt kann diese Wahrnehmung des Christen richtig oder falsch sein. Das weiss ich nicht und darüber kann auch kein Muslim urteilen; denn den Christus der Bibel hat er vielleicht, wenn überhaupt, mal gelesen, aber nie im Herzen getragen.

Aber, bedauernswerterweise, trat dieser Islam in der Wahrnehmung des kollektiven christlichen Gedächtnisses zum ersten Mal gepaart mit Gewalt in die Welt. Die arabische Expansion, die nicht immer so barmherzig ablief, wie man sich das auf beiden Seiten wünschen würde, liess ihre Wunden zurück. Die Expansionen der Türken im Europa des späten Mittelalters bis zur frühen Neuzeit taten ihr übriges das Bild des Schreckgespensts Islam zu verhärten.

Wenn der Islam also bei den Christen ein schlechtes Bild hat, so erklärt sich das aus dem ein oder anderen Wort im Koran und den Angriffskriegen muslimischer Völker, die immer wieder das Leben der Christen, die ihre Nachbarn waren bedrohte und/oder beendete.

Das Imageproblem ist also ein rein reaktives, emotional-verletzliches. Es liegt nicht in religiöser Intoleranz begründet, sondern ist eine historische Wunde.

Das zeigt für mich: der Islam war sicherlich als reine Quelle vitaler, göttlicher Erkenntnis und reines Labsal der geplagten Seelen gedacht. Wäre er friedlich geblieben, hätte er vielleicht bereits die ganze Welt erobert. Doch schon während der Errichtung der Quelle, hat jemand Gift mit hineingeschüttet. Dieses Gift hat sich verbreitet und schreckt aussenstehende ab. Auch Hindus, Buddhisten evtl. der ein oder andere Bahai und die Zoroastrier sehen die Dinge ähnlich. Das kann man als denkender, aufgeklärter, die Zusammenhänge von Ursache und Wirkung verstehender Muslim nicht immer nur auf die anderen schieben.

Gruss,
Andreas
Forum -> Islam

Zurück  
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15  Weiter
Ähnliche Themen
Islam versus Islamismus
Wie trete ich in den Islam
michael jakson zum islam übergetreten
A! Anti! Anti-kapita-lis-ta!
Was bedeuten die Festtage im Christentum?
Islam "lernen"
Was ist Christentum?
Umfrage "Tier im Christentum"
Islam - Terror
Reform des Islam durch Ahmadiyya?