Foren-Übersicht
Login | Registrieren | Forum | Impressum | Suche

Der Ramadan












Es Selamün Aleyküm,

in nicht mehr einem Monat beginnt wieder Ramazan.
Insha`Allah wird der erste Fastentag voraussichtlich am 15. Oktober 2004 sein, warten wir aber die Mondsichtung ab!

"Der Monat Ramadan ist es, in dem der Qur'an als Rechtleitung für die
Menschen herabgesandt worden ist und als klarer Beweis der Rechtleitung und der Unterscheidung. Wer also von euch in dem Monat zugegen ist, der soll in ihm fasten."

Ich habe einen schönen Text in der Zeitschrift Fontaene gefunden:
http://www.fontaene.de/archiv/nr-14/ramadan01.htm
Ich denke er erklärt viele vielleicht aufkommende Fragen!
Wenn nicht, stehe ich soweit ich es vermag, gerne zu Verfügung


Der Ramadan
- Hakan Turan -


1.1. Der historische Hintergrund
Das Wort Ramadan ist arabischen Ursprungs. Der Ramadan ist der 9. Monat des Mondkalenders, in dem Muhammed mit 40 Jahren sein erstes Offenbarungserlebnis hatte: Lies im Namen deines Herren, welcher schuf; welcher den Menschen schuf aus einem Embryo; Lies; denn dein Herr ist der Allgütige, der den Menschen mit der Feder lehrt; den Menschen lehrt, was er nicht weiß. (96:1-5)


Den restlichen Text kann man unter dem angegebenen Link durchlesen!
Quelle: Die Fontäne


selam Zahra

PS: Im Ramazan sind wir wie Engel
Der Ramadan
aus Wikipedia

Grundlagen

Der Ramadan (arabisch "der heiße Monat") ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders. In diesem Fastenmonat sind gemäß dem Koran für die Zeit der Tageshelle, das heißt von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, leibliche Genüsse wie die Aufnahme von fester und flüssiger Nahrung, das Trinken von Wasser, der Geschlechtsverkehr und auch das Rauchen verboten. Desweitern hat die fastende Person darauf zu achten, dass sie keinen Streit mit seinen Mitmenschen beginnt, nicht lügt, lästert usw.

Da der islamische Kalender ein reiner Mondkalender ist, wandert der Ramadan allmählich durch die Jahreszeiten und beginnt nach westlichem Kalender jedes Jahr ungefähr elf Tage früher als im vorhergehenden. Nach etwa 33 Jahren ist er einmal durchs ganze Sonnenjahr gewandert. Die Festlegung der Daten für Beginn und Ende des Fastenmonats und somit auch die Umrechnung auf den Gregorianischen Kalender wird bei manchen Rechtsschulen nicht nur von der astronomischen Rechnung, sondern auch von der tatsächlichen Sichtung des Neumondes abhängig gemacht. Dies führt dazu, daß die genaue Festlegung manchmal erst am Vorabend des Beginn oder Ende des Monats möglich ist.

Zusätzlich können geographische oder wetterbedingte Gegebenheiten bewirken, daß die Festlegung global gesehen um einen, manchmal auch um zwei Tage variiert. Beispielsweise läßt sich der Neumond in der Arabischen Wüste leichter beobachten als in Nordeuropa, in flachem Gelände leichter als in stark gebirgigem oder bei wolkenlosem Himmel leichter als bei starker Bewölkung.

Das täglichen Fastens (arabisch saum) beginnt bei Anbruch der Morgendämmerung.
Auslegung

In der Nacht, nach dem Fastenbrechen, können Festlichkeiten begangen werden und das geschieht auch meist. Auch werden nachts oft besonders üppige Speisen serviert. Insgesamt unterscheidet sich der Charakter des islamischen Fastens sehr stark vom christlichen, buddhistischen und hinduistischen Fasten, die einander eher ähneln. Täglich findet eine Koranlesung statt und es werden religiöse Andachten gehalten. Den Höhepunkt bilden die letzten Nächte des Ramadans, in denen die "Nacht der Vorherbestimmung" (arabisch Lailatul Qadr) liegt.

Die Fastenzeit wird mit dem Fest des Fastenbrechens (Bairam, Zuckerfest) am 1. und 2. Schauwal beendet. Die Begehung des Fastenmonats Ramadan gehört mit zu den fünf Grundpflichten, den fünf Säulen, im Islam.

Frauen, die ihre Menstruation haben fasten nicht. Menschen auf Reisen sowie Personen, die Medikamente einnehmen müssen, ist es frei gestellt, ob sie fasten oder nicht. Gänzlich vom Fasten befreit sind Kinder und Menschen mit schweren körperlichen Gebrechen.

Während der Zeit Ramadan wird in arabischen Ländern deutlich mehr an Lebensmitteln gekauft und zubereitet, als gegessen werden kann. Die Folge daraus ist, ein durchschnittlich doppelt so hohes Müllaufkommen mit erhöhten Einsatz der Müllabfuhr. Von islamischen Geistlichen wird diese Entwicklung oft kritisiert.

Das Fasten im Monat Ramadan hat Folgen für die Leistungsfähigkeit der Fastenden während dieser Zeit. Wer eine Arbeit ausübt, wo kleine Unaufmerksamkeiten große Gefahren bedeuten können -- etwa Kraftfahrer oder manche Maschinenbediener -- sollte ein Arangement mit seinem Arbeitgeber und seinem Geistlichen finden; vielleicht kann man die Arbeit tauschen mit einem Kollegen, oder das Fasten verschieben oder ein wenig lockern.

Außerdem sind die Mahlzeiten, die nachts während des Fastenbrechens verzehrt werden, meistens recht fett- und zuckerhaltig, was sich negativ auf die körperliche Gesundheit der Fastenden auswirken kann.

Vorschrift im Koran

Der Koran äußert sich folgendermaßen zum Ramadan:

Der Monat Ramadan ist es, in dem der Koran herabgesandt wurde als Rechtleitung für die Menschen und als deutliches Zeichen der Rechtleitung und der Unterscheidungsnorm. Wer von euch nun in dem Monat anwesend ist, der soll in ihm fasten. Und wer krank ist oder sich auf einer Reise befundet, für den gilt eine Anzahl anderer Tage. Gott will für euch Erleichterung, Er will für euch nicht Erschwernis, und dass ihr die Zahl (der Tage) vollendet und Gott dafür hochpreiset, dass Er euch rechtgeleitet hat, und dass ihr wohl dankbar werdet.
(Der Koran, Übersetzung von Adel Theodor Khoury, 2. Sure Vers 185)

Beginn des Ramadan

Wie das Gebet (arabisch salah) oder die islamische Pilgerfahrt (arabisch hadsch) beruht der Beginn und das Ende des Monats Ramadan auf festgelegte Zeiten. In der Sunna findet sich folgende Überlieferung: `Abdullâh Ibn `Umar berichtet: Der Prophet (Friede sei mit ihm) erwähnte den Ramadan und sagte: Fastet nicht bevor ihr die Mondsichel (arabisch Hilâl ) seht, und brecht das Fasten nicht ab, bevor ihr sie (Mondsichel) seht. Und wenn sie bedeckt ist, sollt ihr sie berechnen. (nach Bukhâriyy).
Danke lieber Deas , für uns Muslime ist dieser Monat wie eine Reinigung, ich liebe den Ramazan

Ein paar Ahadith zu dem Thema (Ausprüche unseres Propheten (sav) und Handlungen, die er vorgenommen hat):




1.'A'isa berichtete, daß der Prophet, (s) sagte:
"Bilal ruft noch während der Nacht, so esset und trinket, bis Ibn Umm Maktum zum Gebet ruft." (Bu).



2.A'isa, (r) berichtete:
"Der Prophet, (s) erlebte manchmal im Ramadan, daß die Zeit zum Morgengebet fällig wurde, während er sich noch im Ganaba-Zustand befand, der nicht auf Grund eines Traumes verursacht worden war. Er vollzog dann eine Gesamtwaschung (Gusl) und fastete." (Bu).



3. 'A'isa, (r) Gattin des Propheten, (s) berichtete:
"Der Prophet, (s) pflegte sich in den letzten zehn Tagen des Monats Ramadan zurückzuziehen, bis Allah Der Erhabene ihn sterben ließ. Nach seinem Tod pflegten sich auch seine Frauen zurückzuziehen." (Bu).



4. 'A'isa, (r) Gattin des Propheten,(s) berichtete:
"Der Prophet, (s) streckte manchmal seinen Kopf zu mir (in die Wohnung) herein, während er sich in der Moschee aufhielt, und ich konnte da sein Haar kämmen. Wenn er sich dorthin zurückzog, betrat er die Wohnung nur, wenn es notwendig war!" (Bu).



5. 'Abdullah Ibn 'Umar, (r.a.) berichtete, daß der Gesandte Allahs, (s) sagte:
"Der (Mond-) Monat hat neunundzwanzig Nächte, so beginnt das Fasten nicht, bis ihr ihn (den Neumond) gesichtet habt. Und wenn die Sichtung nicht möglich ist, so vollendet die Zahl dreißig Tage." (Bu).



6. 'Abdullah Ibn 'Umar, (r.a.) berichtete:
"Der Gesandte Allahs, (s) pflegte sich in den letzten zehn Tagen des Monats Ramadan zurückzuziehen." (Bu).



7. 'Abdullah Ibn Mas'ud berichtete, daß der Prophet, (s) sagte:
"Keiner von euch - oder keiner unter euch - soll seinen Suhur (Mahlzeit im letzten Teil der Nacht) unterbrechen, wenn er den Gebetsruf durch Biläl hört; denn er verkündet die Zeit - oder ruft - noch während der Nacht, damit er den Betenden aufmerksam macht und aber auch den Schlafenden weckt..." (Bu).



8. Abu Huraira, (r) berichtete, daß der Gesandte Allahs, (s) folgendes über den Monat Ramadan sagte: "Wer immer - aus dem Glauben heraus und aus der Hoffnung auf den Lohn Allahs - diesen (Monat) im Beten verbringt, dem werden seine vergangenen Sünden vergeben." (Bu).



9. Abu Huraira, (r) berichtete, daß der Gesandte Allahs, (s) sagte:
"Wenn Ramadan beginnt, werden die Tore des Himmels geöffnet, die Tore des Höllenfeuers geschlossen und die Satane in Ketten gefesselt." (Bu).



10. Abu Huraira, (r) berichtete, daß der Prophet, (s) sagte:
"Keiner von euch darf vor Beginn des Ramadan einen Tag oder zwei Tage vorsorglich fasten; es sei denn, daß er gewöhnlich vorher mit Fastentagen beginnt, dann kann er diesen einen Tag fasten." (Bu).



11. Abu Huraira, (r) berichtete, daß der Prophet, (s) zum Anlaß des Fastenmonats Ramadan sagte: "Ein gesegneter Monat ist zu euch gekommen. In ihm hat Allah das Fasten für euch zur Pflicht gemacht. In ihm werden die Tore des Paradieses geöffnet, die Tore der Gahim geschlossen und die Satane in Ketten gefesselt. In ihm gibt es eine Nacht, die besser ist als tausend Monate. Wer den Segen dieser Nacht verpaßt, der hat (einen enormen) Verlust erlitten." (Bai, Ha, Na).



12.Abu Huraira, (r) berichtete:
"Der Prophet, (s) sagte: "Wer an Allah und Seinen Gesandten glaubt, das Gebet verrichtet und im Ramadan fastet, der hat gegenüber Allah ein Recht darauf, daß Er ihn ins Paradies eintreten läßt, gleichwohl, ob er auf dem Weg Allahs den Gihad unternahm oder in seinem Land daheimsaß, wo er geboren wurde." Die Leute sagten: "O Gesandter Allahs! Sollen wir nicht den Menschen diese frohe Botschaft verkündigen?" Darauf fuhr der Prophet fort: "Wahrlich, es gibt im Paradies einhundert Rangstufen, die Allah für diejenigen vorbereitete, die auf dem Weg Allahs den Gihad unternahmen, und zwischen der einen Stufe und der anderen ist eine Entfernung, wie zwischen Himmel und Erde. Wenn ihr also Allah darum bittet, so bittet um den Al-Firdaus; denn dieser liegt mitten im Paradies oder auf der höchsten Ebene des Paradieses ... und darüber befindet sich der Thron des Allerbarmers, und dort entspringen die Flüsse des Paradieses." (Bu).



13. Abu Huraira, (r) berichtete:
"Während wir beim Propheten, (s) saßen, kam ein Mann zu ihm und sagte: "O Gesandter Allahs, ich gehe zugrunde!" Der Prophet fragte: "Was ist mit dir passiert?" Der Mann sagte: "Ich fiel über meine Frau her (und vollzog mit ihr den Geschlechtsverkehr), während ich noch am Fasten war!" Der Gesandte Allahs, (s) sagte dann zu ihm: "Kannst du einen Sklaven finden, den du freikaufen kannst?" Der Mann entgegnete: "Nein!" Der Prophet fragte: "Kannst du zwei Monate hintereinander fasten?" Der Mann entgegnete: "Nein!" Der Prophet fragte: "Kannst du sechzig arme Menschen speisen?" Der Mann entgegnete: "Nein!" Da ging der Prophet, (s) für eine Weile weg. Während wir noch da warteten, kam der Prophet, (s) mit einem Kübel voll Datteln zurück und sagte: "Wo ist der Fragende ?" Der Mann sagte: "Ich!" Und der Prophet sagte zu ihm: "Nimm diese (Datteln) und spende sie!" Der Mann entgegnete: "Soll ich diese, o Gesandter Allahs, einem anderen Menschen geben, der noch ärmer sein soll als ich? Ich schwöre bei Allah, daß es in der ganzen Wohngegend keine anderen Menschen gibt, die ärmer sind als meine Familie!" Da lachte der Prophet, (s) daß man seine Eckzähne sehen konnte, und sagte: "Dann speise damit deine Familie!" (Bu).



14. Ibn 'Abbas berichtete:
"Der Gesandte Allahs, (s) brach für eine Reise von Al-Madina nach Makka auf und fastete dabei solange, bis er den Ort 'Usfan erreichte. Dort ließ er sich (ein Gefäß) Wasser bringen, das er (demonstrativ) bis zur Höhe seiner Arme hob, damit die Leute ihn sehen konnten, und brach damit sein Fasten; er blieb nichtfastend, bis er in Makka ankam. Dies geschah im Ramadan. Ich rief dann unter den Menschen folgendes aus: "Der Gesandte Allahs, (s) fastete und brach sein Fasten. Wer nun fasten will, der kann weiter fasten und wer sein Fasten brechen will, der kann essen." (Bu).



15. Ibn 'Abbas sagte:
"Der Gesandte Allahs, (s) war der Großzügigste unter allen Menschen, und den Höhepunkt seiner Großzügigkeit erreichte er im Ramadan, wenn ihm Gabriel begegnete. Diese Begegnung mit ihm fand in jeder Ramadan-Nacht statt; denn Gabriel pflegte ihn zu jener Zeit im Qur'an zu unterweisen. Wahrlich, der Gesandte Allahs, (s) war mit dem Hergeben von guten Dingen schneller als der unhaltbare Wind." (Bu).



16. Ibn 'Umar, (r.a.) berichtete, daß er den Gesandten Allahs, (s)folgendes sagen hörte:
"Wenn ihr ihn (den Neumond) seht, dann fastet, und wenn ihr ihn wieder seht, dann beendet euer Fasten, und wenn seine Sichtung nicht möglich ist, so schätzt die Zeit dafür." (Bu).



Selam eure zahra
Danke Dir Zahra! Das ist eine ausgezeichnete und wertvolle Sammlung!
Forum -> Islam


1, 2, 3, 4  Weiter
Ähnliche Themen
Ramadan
Tariq Ramadan
Ramadan
Ende des Monats Ramadan
Ich würde den Ramadan nicht durchhalten
Sha'ban ist mein Monat und Ramadan der Monat Allahs
Woher kommt Ramadan?
Ramadan & Ramazan
Religiöse Feste im Islam: Ramadan, Zuckerfest und Opferfest