Keuschheitsgebot in der Bahai-Religion


Ikarus hat folgendes geschrieben:

Zitat:
Menschen sehnen sich nach Führer, nach Anweisungen, danach, was spirituelle Meister geschrieben haben - wir konzentrieren uns auf ihre Gedanken und erweitern sie, sie sind Anstoß für weitere Überlegungen.

ja, so sehe ich das auch. Spirituelle Meister gab und gibt es viele.

Ich glaube daß viele Menschen das Potenzial haben sich spirituell sehr hoch zu entwickeln. Vor allem wenn man viel Zeit hat sich mit GOTT und der Welt auseinander zu setzen.

Im "normalen" Arbeitsleben ist das leider oft nicht möglich, weil man zu sehr in dieser "Alltagstretmühle" verhaftet ist.
Es braucht Ruhe und innere Einkehr. Wenn man die hat ist man GOTT schon einen großen Schritt näher. Diese Ruhe in sich zu finden mag bei jedem Menschen anders aussehen


liebe Grüße
Rose

P.S. und vor allem das Ergebnis das dabei raus kommt
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"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
Zitat:
Alle Offenbarer wurden abgelehnt, verfolgt, getötet.


Das ist immer so, wenn in einer Religion neue Gedanken keimen und wachsen, weil das alte Mainstream Angst vor Neuerungen hatte, Angst, daß ihm etwas begegnet, was aus der Reihe schert.

Und je totalitärer ein Regime/Staat/Gemeinschaft ist, umso härter sind die Strafen.

Spartakus wurde auch getötet - er wollte die Befreiung der Sklaven - andere, die etwas von oben erhalten, werden von anderen gemieden oder als wunderlich angesehen.

Wer abweicht, wird immer die Folgen tragen, das ist das Zusammenspiel von Menschen, die in dieser realen Welt leben.

Wir sehen es in der Wirklichkeit, wie viele Menschen in dieser heutigen Zeit noch gefoltert werden, weil sie sich vielleicht aus dem Elend befreien wollen, neue Konzepte ins Spiel bringen, die den Machthabern der Länder nicht gefallen, wenn sie sich ihrer Macht sicher sein wollen.

Vielleicht fragen sich auch viele Menschen, ob Offenbarer weniger Beachtung geschenkt wird, wenn sie nicht gefoltert worden wären und das System sie gleich anerkannt hätte - ob nun die Tötung und Folterung das Besondere daran ist - ich versuche, das zu verstehen.

Jacob Lober wurde nicht getötet, er hat nur ein sehr armes und entbehrungsreiches Leben geführt, weil er keine Zeit mehr hatte, außer dem Schreiben noch zur Arbeit zu gehen. Er fühlte den Zwang, zu schreiben, er hörte die Stimme - heute wollen ihn Psychologen in die Irren-Ecke stellen - daß er Halluzinationen erlegen war - er hat fast nur geschrieben, geschrieben, geschrieben - und heutzutage versuchen viele, ihn zu widerlegen, weil sie einige Passagen unter die Lupe nehmen und dann die Körnchen finden, die ihnen nicht gefallen.

Es werden wohl in Zukunft noch mehr Menschen kommen, die mit ganz anderen Ideen wieder in den Vordergrund treten. Bis es wieder zur Gewohnheit wird und der Mensch nach Neuem strebt.

Irgendwie ist auch immer so, daß, wenn man viele Krimis sieht und liest, man sich daran gewöhnt, daß es einfach Tote geben muß, oder der Krimi hat so eine gute Pointe, daß sie wegfallen können, weil der Reiz der Pointe so groß ist, daß man entschädigt wird.

Wenn eine Sache neu ist, hört man genau hin, wird sie zu oft wiederholt, nimmt man sie allmählich hin und hört allmählich darüber hinweg.

Das Neue ist immer schnell ausgereizt.

So ist das in dieser neuen Zeit, weil die Meldungen rasant weiter gehen, was Morgens aktuell war, ist es Mittags nicht mehr - und Abends schon vergessen. Manchmal sogar noch schneller.

Nur mal so als Überlegung.

Im TV haben wir die Fernbedienung, was uns nicht gefällt, klicken wir schnell weiter.

Diese Aktualisierungen jederzeit und immer öfter, haben zur Folge, daß wir Menschen, wenn wir mitten im Leben stehen, von zu vielen Reizen überflutet werden und es im Angebot so vieles gibt, wo jeder mal in die "Töpfe" schauen möchte.

Es gibt zuviele Ablenkungen, daß man sich auf eine Sache nicht mehr konzentriert, aber das soll ja auch ein Markenzeichen des Wassermann-Zeitalters sein - schnell, flexibel, wendig, offen, oberflächlich, haltlos, suchend, sich an nichts festhaltend, erfahrend, nach innen wendend, weil das sich stets Verändernde jeden Einzelnen dazu auffordert, sich seine persönliche Nische zu suchen.

Und das Angebot, ist durch die sich weiter globalisierende Welt immer größer geworden - in Religionen, Philosophien und durch andere entstehende Glaubensrichtungen.

Religionen sind nicht mehr einigende Kraft, sondern zersplittern sich in immer kleinere Gruppierungen auf, was eigentlich jeder Religion bevorsteht, je länger sie existiert.

Ich glaube, die Anbetung, die früher so wirkungsvoll war, ist in der neuen Zeit nicht mehr gewünscht oder gewollt.

Durch Reizüberflutung schaut der Mensch schnell wieder weiter, wo er Neues erblickt.

Man hat Angst, wenn man sich auf eine Sache einläßt, entdeckt, daß sie doch nicht das Wahre ist, weil man durch die Beschäftigung damit die darin befindlichen Fehler entdeckt und sich dann wieder einer anderen Sache zuwendet, was auch wieder Zeit kostet, die man jetzt immer weniger hat. Ich erinnere mich, daß die Menschen, die wirklich im kommunistischen Manifest gelesen haben, bald die darin wunden Punkte entdeckt haben und dann sahen sie die Wirklichkeit und ihnen wurde schnell klar, daß es nicht umzusetzen ist.

Das sind nur mal so meine Überlegungen dazu, ohne etwas abwerten zu wollen, nur so die Gedankenfolgen, die entstehen, wenn man etwas liest.
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Apropos freies Sexualleben und Widerspruch des Ehegebots, Shoghi Effendi drückt sich auch in folgenden Zitaten unmissverständlich aus, dass jede Formen sexuellen Aktes ausserhalb der Ehe - einschliesslich Masturbation - zu missbilligen sind. Die Gründe sind offenkundig:

Solch ein keusches und heiliges Leben mit seinen Kennzeichen der Bescheidenheit, Reinheit, Enthaltsamkeit, Anständigkeit und inneren Sauberkeit bedingt nichts weniger als Mäßigung in allem, was zu Kleidung, Sprache, Vergnügen sowie allen künstlerischen und literarischen Zerstreuungen gehört. Es verlangt tägliche Wachsamkeit in der Beherrschung der fleischlichen Wünsche und verderbten Neigungen. Es fordert die Aufgabe leichtfertigen Verhaltens mit seiner übertriebenen Verhaftung an nichtssagende und oft mißgeleitete Freuden. Es verlangt völlige Enthaltung von allen alkoholischen Getränken, von Opium und ähnlichen Drogen, die zur Gewohnheit werden können. Es verurteilt die erniedrigende Verwendung von Kunst und Literatur, Nacktkultur und Kameradschaftsehe, eheliche Untreue und alle Arten des zwanglosen geschlechtlichen Verkehrs, leichtfertige Vertraulichkeit und geschlechtliche Laster. Es kann keinen Kompromiß dulden mit den Lehren, Maßstäben, Gewohnheiten und Übertreibungen eines verfallenden Zeitalters. Nein, es sucht vielmehr durch die anfeuernde Kraft seines Beispiels den schädlichen Charakter solcher Lehren, die Falschheit solcher Maßstäbe, die Hohlheit solcher Ansprüche, die Entartung solcher Gewohnheiten und die Schändlichkeit solcher Übertreibungen zu beweisen.
(Das Kommen der Göttlichen Gerechtigkeit von Shoghi Effendi)

Der Wiederausbruch der religiösen Unduldsamkeit, der Rassenfeindschaft, der chauvinistischen Anmaßung, die wachsenden Beweise von Selbstsucht, Argwohn, Angst und Betrug, die Ausbreitung des Terrorismus, der Gesetzlosigkeit, der Trunksucht, des Verbrechens, der unstillbare Durst und das fieberhafte Trachten nach weltlichen Nichtigkeiten, Reichtümern und Vergnügungen, die Schwächung der Familienzusammengehörigkeit, die Lockerung der elterlichen Gewalt, das Abgleiten in schwelgerisches Sichgehenlassen, die verantwortungslose Einstellung zur Ehe und ihr zufolge die steigende Flut von Scheidungen, die Entartung von Kunst und Musik, die Vergiftung der Literatur und die Verderbnis der Presse, der wachsende Einfluß und die Geschäftigkeit jener »Propheten des Verfalls«, die für die Kameradschaftsehe eintreten, eine Philosophie der Nacktkultur predigen, Mäßigung ein Hirngespinst nennen, Propheten, welche die Hervorbringung von Kindern als geheiligten Hauptzweck der Ehe ablehnen, die Religion als Opium des Volkes schmähen und, wenn man ihnen freien Lauf ließe, die Menschheit zurück zur Barbarei, zum Chaos und zum schließlichen Erlöschen führen würden - das sind die hervorstechenden Merkmale einer zerfallenden Gesellschaft, die entweder wiedergeboren wird oder umkommen muß.
(Die Weltordnung Bahá'u'lláhs von Shoghi Effendi)

In einem einzigen Satz unzweideutig auf den Punkt gebracht!

Liebe Grüsse
Zitat:
Der Wiederausbruch der religiösen Unduldsamkeit, der Rassenfeindschaft, der chauvinistischen Anmaßung, die wachsenden Beweise von Selbstsucht, Argwohn, Angst und Betrug, die Ausbreitung des Terrorismus, der Gesetzlosigkeit, der Trunksucht, des Verbrechens, der unstillbare Durst und das fieberhafte Trachten nach weltlichen Nichtigkeiten, Reichtümern und Vergnügungen, die Schwächung der Familienzusammengehörigkeit, die Lockerung der elterlichen Gewalt, das Abgleiten in schwelgerisches Sichgehenlassen, die verantwortungslose Einstellung zur Ehe und ihr zufolge die steigende Flut von Scheidungen, die Entartung von Kunst und Musik, die Vergiftung der Literatur und die Verderbnis der Presse, der wachsende Einfluß und die Geschäftigkeit jener »Propheten des Verfalls«, die für die Kameradschaftsehe eintreten, eine Philosophie der Nacktkultur predigen, Mäßigung ein Hirngespinst nennen, Propheten, welche die Hervorbringung von Kindern als geheiligten Hauptzweck der Ehe ablehnen, die Religion als Opium des Volkes schmähen und, wenn man ihnen freien Lauf ließe, die Menschheit zurück zur Barbarei, zum Chaos und zum schließlichen Erlöschen führen würden - das sind die hervorstechenden Merkmale einer zerfallenden Gesellschaft, die entweder wiedergeboren wird oder umkommen muß.

In einem einzigen Satz unzweideutig auf den Punkt gebracht!


Aber es wurde vor ca. 2000 Jahren auch schon kürzer und prägnanter formuliert:

Wenn Tote nicht auferweckt werden, dann lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot. Täuscht euch nicht! Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten. Werdet wieder richtig nüchtern und hört auf zu sündigen! Denn zu eurer Schande muss ich sagen, dass einige von euch Gott überhaupt nicht kennen. (1 Kor 32-34)
Burkl hat folgendes geschrieben:
Manche wurden aber nicht für ihre Sendung getötet, sondern töteten andere Menschen um der Sendung willen und starben selbst einen ganz natürlichen Tod...

Einer davon hat besonders viele Anhänger weltweit gewonnen.


Auch Er, den Du hier meinst, wurde verfolgt, musste flüchten und Seine Anhänger verteidigen, die sonst allesamt niedergemetzelt worden wären. Das wäre das Ende der Religion gewesen.
_________________
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Burkl hat folgendes geschrieben:
Aber es wurde vor ca. 2000 Jahren auch schon kürzer und prägnanter formuliert:


Ja, das stimmt; nur sind die Menschen im Laufe der Zeit weit von dieser Lehre abgeirrt . Darum ist immer wieder eine Auffrischung und Erneuerung notwendig.
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Hallo Edwin,

wenn ich das lese was Du für Dich richtig und gut empfindest,

dann würde ich keinen Spaß mehr am Leben haben.


Da bleib ich doch lieber ein "Sünderlein" ... eine Bahai kann ich leider nie werden


Rose
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"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
Zitat:
Auch Er, den Du hier meinst, wurde verfolgt, musste flüchten und Seine Anhänger verteidigen, die sonst allesamt niedergemetzelt worden wären. Das wäre das Ende der Religion gewesen.


Trotzdem erfolgte die Verbreitung dieser Lehre "typisch weltlich" - vor allem auch mit militärischem Erfolg - eine Verquickung weltlicher mit religiöser Macht. Und das ist bis heute das "Grunddenken" in dieser Religion.

Christus war nach weltlichen Maßstäben die Antithese zum Siegertyp. Sein "Siegertum" entspricht in keiner Weise den Gesetzmäßigkeiten der Welt, nach deren Maßstäben er sogar kläglich gescheitert ist.
Zitat:
Ja, das stimmt; nur sind die Menschen im Laufe der Zeit weit von dieser Lehre abgeirrt . Darum ist immer wieder eine Auffrischung und Erneuerung notwendig.


Ich denke nicht - göttliche Warheiten sind zeitlos, da auch Gott zeitlos ist und daher seine Wahrheit und Weisheit nicht "aufgefrischt" werden muss.

Aktualisierung kann nur so stattfinden, dass die grundlegenden göttlichen Wahrheiten als "Interpretationsmaßstab" für die jeweilige Zeit herangezogen werden. Das ist aber nicht "Neuoffenbarung"...

Gott ist mächtig und weise genug, um uns Menschen "alles auf einmal" zu zeigen, was für uns wichtig ist. Das geht "lernpädagogisch" aber nur an Hand eines Menschen. Weil ein einziger "exemplarischer Mensch" mehr ist als Millionen geschriebener Seiten. Dieser Mensch heißt Jesus Christus.
Zitat:
Manche wurden aber nicht für ihre Sendung getötet, sondern töteten andere Menschen um der Sendung willen und starben selbst einen ganz natürlichen Tod...

Einer davon hat besonders viele Anhänger weltweit gewonnen.


Moses?