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Hallo,
ich habe vor einigen Tagen meinen Vater verloren. Er war ein Heiliger! Ich sage es nicht weil er m ein Vater war, jeder der ihn kannte, kann dies bestätigen. Er hat sein Leben immer für andere geopfert, nich nur für seine Familie und seine Freunde, sondern hat jedem Menschen wo und wie er konnte immer geholfen. Er musste sterben,weil die Ärzte ihn falsch bzw. gar nicht behandelt haben. Er war kerngesund.50 Jahre alt. Hatte bloß Ermüdungserscheinungen. Sein Hausarzt verschrieb ihm ein Medikament, welches Blutgeringsel verusrsacht hat, und letztendlich zum Schlaganfall führte. Dieses Medikament darf nicht ohne Weiteres verschrieben werden, erst recht nicht wegen der Syptome, die mein Vater hatte. Als wir ihn ins Krankenhaus gebracht haben, wrude er Stunden lang nicht behandelt, weil die Intensivstation zu voll war. Wir wollten ihn in ein anderes Krankenhaus bringen, durften wir nicht. Als wir uns zum 5 Mal beim Direktor beschwert haben, kam endlich ein Arzt. Ich brauche ja wohl nicht zu erwähnen, dass es zu spät war. Gegen diesen Arzt und das Krankenhaus läuft jetzt ein Verfahren. Aber nichts bringt uns unseren lieben Vater zurück. Und jetzt frag ich euch: Wo bitte ist denn der Gott gewesen? Der Gott an dem mein Vater sein Leben lang geglaubt hat. Der Gott, den wir angeflieht haben, unserem Vater zu helfen? So also dankt Gott es einem, dass man sein Leben lang nur gutes getan hat. Ich kann mir diese Frage selbst beantworten. ES GIBT KEINEN GOTT! Auf dieser verdammten Erde ist das Paradies und zugleich die Hölle, alles von uns Menschen erschaffen. Ich würde meine Seele sogar an den Teufel verkaufen, nur um den Tod meines Vaters zu rächen. Gewiss denkt jetzt, der eine oder andere, ich sei verrückt oder derartiges. Aber bitte, sieht ihr nicht, was tagtäglich passiert? Warum lässt Gott es zu,wenn es ihn ja gibt, wie die Menschheit behauptet, dass Kinder ermordet werden?WARUM? Ich wiederhole mich: Es gibt keinen Gott. Und sind die Eltern solch eines Kindes denn schlechte Menschen, weil sie Amoklaufen und den Mörder ihres Kindes umbringen?
Es ist gewiss jedem selbst überlassen, sein Leben so zu führen, wie er es für richtig hällt. Aber viele Menschen glauben nur aus Angst an Gott. Darüber sollte jeder mal nachdenken. Nicht Gott hilft einer Familie, die am Hungersnot leidet, sonder nur der Mensch kann dieser Familie ein Stück Brot geben.
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@Wut
Hallo. Wut.
Ich möchte Dir zuerst Kondolieren, für den Tod Deines Vaters.
Es tut mir Leid.
Das es gerade noch untersolchen Umständen passiert ist, das ist wirklich ungeheuerlich und gehört angeklagt. Das Strafverfahren läuft wenigstens.
Nun. Ich glaube dass Deine erste Reaktion auf den Tod Deines Vaters, Dich zu Äusserungen veranlasst hat, die entgegen den Ansichten und sogar entgegen der Lebenführung Deines Vaters stehen.
Ich bitte Dich, zu bedenken, dass Dein Vater auch heute zu Gott und seinem Glauben steht.
Wie Du sagst, hilft Gott keinem Menschen. Die Menschen helfen sich gegenseitig. Aber! Die Menschen lassen auch Menschen sterben aus Nachlässigkeit.
Was hat die Nachlässigkeit und die Ignoranz mit Gott zu tun?
War Dein Vater nachlässig gebenüber anderen Menschen, dass Du Seinen Glauben verleumdest?
Ich glaube, dass Dein Vater sehr leidet an Deinen Zweifeln und Vorwürfen.
Gehe bitte in Dich und lasse Dich auf keinen Fall darauf ein, dass Heilige einen besseren Schutz hätten als Unheilige.
Und ich glaube daran, dass Dein Vater dies erleiden musste, da es für Ihn Zeit war die neue Aufgabe für die er vorgesehen wurde anzutreten...
Verstehst Du. Er wurde abberufen für weitere Aufgaben....
Gehe jede Nacht mit eine Gebet zu Bett.
In einer Nacht in der Zukunft wird sich Dir Dein Vater im Traum zeigen.
Gewiss.
Gruss
Nasruddin
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Der Tod kommt, wann er will und zu wem er will - Es gibt nur sehr wenige Dinge, die so deutlich im Buch der Schicksals geschrieben stehen wie der Zeitpunkt des Todes - ganz gleich unter welchen Umständen.
Was soll eine schwangere Frau sagen, deren Mann nicht aus dem Krieg heimkommt?
Was sollen Eltern sagen, deren Kind von einem Besoffenen totgefahren wird?
Dein Vater war 50 Jahre alt und so wie du ihn beschreibst, wäre das Letzte, was er gewollt hätte, dass du irgendjemandem die Schuld an seinem Tod gibt und diesem Menschen damit das Leben versaust. Es liegt in unserem System, dass es nicht perfekt ist. Menschen sterben, weil es nicht perfekt ist - manche, weil sie ein falsches Medikament bekommen, manche, weil sie gar keine Medikamente bekommen. Wem willst du die Schuld geben? Und was willst du rächen? Und was würde das ändern?
Und was zum Teufel hat Gott damit zu tun?
Gott hat deinen Vater nicht nur sterben, er hat ihn auch _leben_ lassen, solange es ging und notwending war. Die Aufgabe deines Vaters war beendet, seine Zeit abgelaufen.
Du hast mein Beileid von Herzen.
LG
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Hallo nasruddin, hallo Lisken,
vielen Dank erst mal für eure Anteilnahme.
So wie ihr habe auch ich bis vor kurzem gedacht. Aber meine meine Denkweise hat sich von Grund auf verändert. Ich sehe keinen Sinn daran, an etwas zu glauben, was es in meinen Augen nicht gibt, nur weil ich es bis jetzt getan habe. Weder noch meine Familie haben von Gott bis jetzt irgendwas verlang gehabt. Jeden Tag haben wir uns dafür bedankt, dass wir einander hatten und haben darum gebeten, dass Gott alle Menschen beschützen und helfen möge. Wie dumm komm ich mir jetzt deswegen vor! Ja jeden Abend vor dem Schlafengehen habe ich zu Gott gebetet, dass er meine Familie beschützen möge. Nicht mich, meine Familie. Für mich ist meine Familie das wichtigste im Leben. Und nun habe ich begriffen, dass nur ich meine Familie beschützen kann und nicht irgend ein Gott. Und auch dass nur ich dafür sorgen kann, dass diese Ärzte nicht einfach so davon kommen.Denn Gerechtigkeit gibt es auf dieser Welt auch nicht. Wie gesagt, habe ich bis jetzt für nichts anderes gebeten, als dass es meiner Familie gut geht. Und obwohl ich in den letzten 6 Jahren 9 Menschen verloren habe, habe ich immer noch an Gott geglaubt. Aber nun weiß ich die Wahrheit, dass es nämlich keinen Gott gibt und es nie einen gegeben hat.
Ich möchte mit meinen Äußerungen niemandem zu nahe treten, ich sage einfach das was ich denke. Sollte es jemanden geben, der mir auch nur annähernd plausibel erklären kann, warum er an Gott glaubt, abgesehen davon, dass er bloß Angst hat in die Hölle zu komen, falls er es nicht macht, dann bitte meldet euch bei mir.
Gruß
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@Wut:
Ich sag's mal generell: Wichtige Entscheidungen trifft man mit klarem Kopf und reinem Herzen und nicht im Aufruhr der Gefühle und Gedanken.
Es gibt auch keine 'plausiblen' Gründe, die für die Existenz Gottes sprechen, sondern nur persönliche... es kann dich keiner von der Existenz Gottes überzeugen (umgekehrt funktioniert das übrigens auch nicht).
Mit objektiv feststellbarer Wahrheit hat das auch nichts zu tun. Du kennst _deine_ Wahrheit jetzt und mit der musst du selbst klarkommen. Beispiel: Ich finde deine Reaktion verständlich, aber nicht plausibel. Du sagst: Gott hat meinen Vater nicht beschützt! Weil er hätte leben sollen und nicht sterben... Aber wer sagt denn, dass das Leben besser ist als der Tod? Das sind in meinen Augen gleichwertige Existenzzustände... und wenn jemand stirbt, ist er genauso in Gottes Hand, als wenn er lebt.
Ich kann wütend und traurig werden und mir Selbstvorwürfe machen und anderen die Schuld geben, aber das hat alles mit _mir_ etwas zu tun und mit meinen Gefühlen in dem Moment, nicht mit Gott und seiner Existenz oder Nichtexistenz.
LG
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