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Setzen wir als Hypothese, Gott existiere. Dann gilt: Gott hat uns FREI geschaffen, als freie Wesen. Und wenn er uns frei geschaffen hat, kann er auch nicht "eingreifen", um zu helfen oder um zu verhindern. Wenn es uns gut geht, wollen wir uns die Freiheit auch nicht nehmen lassen und geniessen sie. Geht es uns aber schlecht, und erfahren wir Leid, wünschen wir plötzlich, Gott möge eingreifen. Und wenn er das nicht tut, (ver)zweifeln wir.
Gott hat mit dem Leid des Menschen ursächlich nichts zu tun, ja, er leidet sogar mit uns. Jesu Beispiel am Kreuz hat uns gezeigt, wie MENSCHLICH Gott sein kann, so menschlich, dass er dem Menschen Vorbild auch im Leid und im Sterben sein wollte.
Wut!, ich kann Deine Wut, Deine Verzweiflung, Deine Trauer sehr gut verstehen, SEHR gut sogar. Sie ist menschlich. Aber Deine Schlussfolgerungen, deswegen an Gott zu (ver)zweifeln, sind nicht zwingend nötig (aber auch menschlich). Ich hoffe, Du wirst irgendwann nach einer Zeit der Trauer wieder "glauben" können, oder aber Deinen Unglauben nicht als Verzweilfung ansiehst.
Alles Liebe
PeBu
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Danke für deine Worte Pebu, Danke an alle hier,
ich glaube nur an eins, an die Liebe meiner Familie und meiner Freunde.
Gott? Nein, für mich gibt es keinen Gott.
Ich habe fest gestellt, dass der Mensch etwas braucht, woran er glauben kann, nur um in bestimmten Situationen Trost und Halt zu suchen. Ob es ein christlicher Gott ist oder ein Budha oder sonst etwas ist.
Ich möchte hier niemandem zu nahe treten, und auch niemanden etwas Besseres belehren.
Jeder Mensch sollte das machen und an das glauben, was ihm durchs Leben hilft.
Für mich gibt es keinen Gott, kein Jesus oder Maria oder Engel, Heilige oder sonstige Wesen der katholischen, evangelischen, orthodoxen Kirche usw.
Ich schöpfe Kraft und Lebenswillen durch meine Familie.
mfg
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Liebe/r Wut,
ich respektiere Dich. Ich bin in meiner Anschauung gar nicht so weit weg von Dir.
Aber WENN es Gott gibt, dann ist Gott für MICH die Liebe.
Nur in der Liebe könnte sich Gott zeigen, niemals in Geboten, Verboten, Befehlen, Kirchen, Gottesdiensten, Priestern, Zwängen oder sonstigen Allzu-Menschlichkeiten.
Ich wünsche Dir einen guten Weg, und Dir und Deiner Familie viel Gutes!
PeBu
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also ich finde es absolut plausibel was wut sagt...
wenn es einen gott gibt, wieso schmeisst er nicht einfach einen Blitz dazwischen, um solche Tragödien zu verhindern?
Er hat es nicht verhindert...
ergo er ist kein gott..
wenn er kein gott ist gibt es
ihn gar nicht
ergo wut hat recht
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Immer vorausgesetzt, Gott gäbe es: Warum sollte er es verhindern? Er verhindert ja auch nicht das Schöne, das dem Menschen widerfährt. Warum sollte er also das Schlimme verhindern?
Man könnte daraus schliessen, dass Gott ein gemeiner, widerlicher Kerl ist, der seine Geschöpfe leiden lässt, obwohl er die Welt so hätte schaffen können, dass Leid erst gar nicht existiert. Das KÖNNTE man daraus schliessen.
Aber man kann nicht daraus schliessen, dass es ihn nicht gibt, das ist logisch einfach falsch (und von Logik verstehe ich als Mathematiker eine ganze Menge). Überhaupt wird es niemals einen Beweis geben, dass es Gott NICHT gibt, ebensowenig wie es einen Beweis geben wird, DASS es Gott gibt. Die Gottesfrage hat mit GLAUBEN zu tun, nicht mit Wissen.
Lieben Gruss!
PeBu
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