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Gebetsrichtung?












Seit wann ist Allah/Gott ortsgebunden, um zu ihm zu sprechen?
Ist er nicht, aber die Kaaba gilt Muslimen als erstes Gotteshaus und daher richtet sich das Gebet eben, in religiös-symbolischer Manier, dort hin.
@Tobias
Das weiß ich zufällig auch... Dennoch Danke. Ändert aber nichts an meiner Fragestellung, warum diese Gebetsrichtung offensichtlich ein "Muß" ist oder darstellt!

Gruß
Darauf gibt es sogar eine koranische Antwort:

Gott gehört der Osten und der Westen. Wohin ihr euch (beim Gebet?) wenden möget, da habt ihr Gottes Antlitz vor euch. Er umfaßt (alles) und weiß Bescheid. [Sure 2. Die Kuh: Der Koran, S. 125 (vgl. Sure 2, 115) (c) Verlag W. Kohlhammer]

Wir sehen, daß du unschlüssig bist, wohin am Himmel du dich (beim Gebet) mit dem Gesicht wenden sollst. Darum wollen wir dich (jetzt) in eine Gebetsrichtung weisen, mit der du gern einverstanden sein wirst: Wende dich mit dem Gesicht in Richtung der heiligen Kultstätte (in Mekka)! Und wo immer ihr (Gläubigen) seid, da wendet euch mit dem Gesicht in dieser Richtung! Diejenigen, die die Schrift erhalten haben, wissen, daß es die Wahrheit ist (und) von ihrem Herrn (kommt). Und Gott achtet sehr wohl auf das, was sie tun. [Sure 2. Die Kuh: Der Koran, S. 131 (vgl. Sure 2, 144) (c) Verlag W. Kohlhammer]

Mohammed führte nach seinem Bruch mit den Juden die Gebetsrichtung (qibla) nach dem Kultheiligtum in Mekka ein, nachdem er sich vorher allem Anschein nach dem jüdischen Brauch angeschlossen und für das Gebet die Richtung nach Jerusalem angeordnet hatte. Siehe Snouck Hurgronje, Het Mekkaansche Feest, S. 37f. (Verspreide Geschriften I, S. 27f.). [Kommentar zu Sure 2: Der Koran, S. 1161-2 (vgl. Koran-Komm., S. 34-5) (c) Verlag W. Kohlhammer]
Wenn man Unterwegs ist und die Gebetsrichtung nicht kennt, dann sollte man sich aufrichten und egal in welcher Richtung beten!

Kapitel: 8, Nummer: 16
Dschabir berichtete: "Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, hatte sitzend auf seinem Reittier gebetet, gleichwohl welche Richtung es auch immer einnahm. Nur wenn er das Pflichtgebet verrichten wollte, stieg er ab und betete in Qibla -Richtung. "


Diese und ähnliche Hadithe weisen darauf hin, dass in solchen Situationen die Gebetsrichtung nicht eingehalten werden muss, Hauptsache ist, dass das gebet dennoch verichtet wird. Gott weis, was in Deinem Herzen ist.

kleiner Nachtrag, was in der Überlieferung Missverständnisse entstehen: Auch hier sollte sich ein Muslim an die Meinungen der Gelehrten halten, welche die entsprechenden Interpretationen zusammenstellen.

(Die Gelehrten verbringen teilweise zu 80% Ihres Lebens die Bücher zu studieren)
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