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New-Age, Esoterik, Ufoglauben .... neue Religionen?












@Vaijanath,

Zitat:
Das Problem ist eher, dass in einem Gespräch nur etwas für beide Seiten rauskommt, wenn man es mit gegenseitigem Respekt und Achtung führt.

Mal so gefragt, muss bei jedem Gespräch etwas "rauskommen" und wenn ja, was.
Und selbst wenn, so wie ich dich verstehe, nichts rauskommt, hast du doch immerhin die Erfahrung gewonnen, dass sich diese Gespräche aus deiner Sicht nicht lohnen. Dein Gegenüber ja nicht mal zwingend zum gleichen Schluss kommen.
Zitat:
Dazu gehört auch, dass man intensiv zuhört/liest, was der andere sagt/schreibt, um ihn zu verstehen und auch die Gedanken und die Intention dahinter zu erkennen.

Dem kann man ja zustimmen.
Dass darf aber nicht dazu führen, dass nicht auch in gewisser Schärfe gegen Ansichten/Gedanken/Intentionen argumentiert werden darf.
Wie gesagt, ich konnte bezgl. dieses Themas auch nicht entdecken, dass es besonders übel zuging.

Zitat:
Fehlt aber Achtung und Respekt, trifft man sich bestenfalls beim kleinsten gemeinsamen Nenner, was in der heutigen Zeit nicht viel ist.

Kompromisse sind nach meiner Auffassung immer nur der kleinste gemeinsame Nenner. Das erscheint mir als das markanteste Wesensmerkmal des Kompromisses zu sein.
Ob der heute kleiner ist als "früher" weiss ich nicht - in manchen Bereichen des Lebens mag dies so sein. Das hängt aber möglicherweise mehr mit der immer komplexeren Gesellschaft zusammen in der wir leben.
Eine Diskussion muss auch nicht notwendigerweise auf einen Kompromiss oder eine für beide Seiten vertretbares Ergebnis hinauslaufen.
Bei einem Thema wie z.B. UFO's usw. scheiden sich halt schlicht die Geister.
Wenn man dieses Thema offensiv vertritt und davon überzeugt ist, muss unter Umständen auch aushalten, von vielen Menschen als "Spinner" oder vielleicht auch schlimmeres bezeichnet zu werden.
Ich muss mir manchmal, insbesondere bei Verteidigungen im Bereich von Sexualstraftaten zum Nachteil von Kindern anhören, dass ich eine Drecksau sei, die man gleich mit meinem Mandanten am nächsten Baum aufhängen möge. Man wird (Zum Glück selten, aber es kommt vor) mündlich und schriftlich anonym bedroht und beschimpft. Damit muss man leben, wenn man von dem überzeugt ist, was man tut.
@nekilotte

Zitat:
Mal so gefragt, muss bei jedem Gespräch etwas "rauskommen" und wenn ja, was.


Nun, auch wenn inhaltlich nichts rauskommt, so sollte ein konstruktiver Dialog meines Ermessens zumindest bei der neutralen Wahrnehmung des anderen enden. Jemand, den man vorher nicht als Mensch, als Seelenwesen wahrgenommen hat, eben als solchen überhaupt wahrzunehmen.

Besser noch ihn zu fühlen, d.h. zum Teil zuzulassen, dass man in seine Haut schlüpft.

Besser noch, den Menschen ob seiner Ganzheit, des in sich geschlossen Seins als Entität, die man vorher nicht sah, verwundert und ein wenig fasziniert zu achten.

Besser noch zu erkennen, ich könnte Er sein.

Besser noch erkennen, ich und Er wir unterscheiden uns nicht, wenn ich in seinen Schuhen groß geworden wäre, würde ich so denken wie er.

Besser noch ihn zu mögen, ob seiner Ehrlichkeit und Offenheit.

Besser noch ihn als Menschen zu lieben wie dich selbst.


Ein Dialog ist mehr als gescheitert, wenn uns danach mehr trennt als zuvor.

Ich denke diese Ebene ist tatsächlich wichtiger als die inhaltliche Ebene. Deshalb sollte man den Inhalt nie über den Menschen stellen, die Religion nicht über den Menschen stellen, den Glauben nicht über den Menschen stellen. (Auch das Verlangen nicht über den Menschen, auch nicht das Begehren und die Lust. Aber auch die Rache und Wut nicht über den Menschen.)

Ein Sufi Heiliger sagte einmal: "Verletze nie das Herz eines Menschen, denn darin wohnt Gott."

Lieber Gruß Vaijanath
@nekilotte

Muss doch noch was Inhaltliches anfügen.

Du hast doch auch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel. Du kennst doch sicherlich den Fall von paranormalen Vorkommnissen (sog. Poltergeisterphänomene) in einer Anwaltskanzlei in Rosenheim vor,... so ca 37 Jahren. Das ging sogar durch die Tagesschau, alldieweil eine nicht geringe Zahl von Naturwissenschaftlern, Physikern, Elektroniker u.a. das untersucht und dokumentiert haben.

http://www.geister-welt.de/forum/wb.....fcda89c81b010d0662bcce9f4

Dort war eine junge Frau, Gehilfin, von der das alles ausging. Es gab eine Reihe von Phänomenen bei denen die Wissenschaftler (in der Tagesschau) klar sagten, sie verstehen es nicht und können es beim besten Willen nicht erklären, wie z.B. dass sich Bilder vor ihren Augen um die Aufhängung drehten oder der Strom und Telefonzähler verrückt spielten. Gleichzeitig aber hat man die junge Dame dabei beobachtet, wie sie einen Briefbeschwerer durch das Zimmer werfen wollte. Dabei ertappt, wußte sie aufeinmal angeblich nicht mehr, dass sie das gerade tun wollte.

Diese Phänomene lassen offenbar nicht von ungefähr beide Interpretationen zu: fake und real. Oder man könnte auch interpretieren, dass dieses Phänomen auslösende Etwas, ist nur an der Wirkung interessiert, ob nun Zaubertrick oder realer Zauber. Es scheint nur für uns so unerklärlich wichtig zu sein, zwischen beiden zu unterscheiden.

Ich wollt mich ja eigentlich nicht mehr auf eine inhaltliche Diskussion einlassen, weil wenn ja und nein unversöhnlich nebeneinander stehen, man ja nicht weiter kommt. Wie wäre es mit ja und nein, versöhnlich nebeneinander?

Dein Klient, der seinen Befehl vom Pferdefussonkel bekam, bekam ihn vom Pferdefussonkel, gleichzeitig kann er sich aber seiner Verantwortung nicht entziehen, beides ist wahr.

Übrigens verstehen die Inder unsere Sucht nach entweder oder nicht, für sie gibt es eher ein sowohl als auch.

LG Vaijanath

Ps.: http://www.cohenufo.org/Military%20.....%20To%20UFO%20Reality.htm
Och, ich verstehe auch so einiges bei den Indern nicht. Ist meines Erachtens aber nicht so wichtig, da ich sie nicht als Maß aller Dinge nehme, weder spirituell, kulturell noch sonstwie. Jedes Völkchen hat so seine Besonderheiten.

@Neki
Was machst du mit deinen Emotionen in obig geschilderten Fall? Schaffst du es wirklich, sie abzuspalten? *nicht schlecht staun*
@astrella,
Zitat:
Was machst du mit deinen Emotionen in obig geschilderten Fall? Schaffst du es wirklich, sie abzuspalten?

Gerade in solchen Fällen, ist das eigentlich wichtig. Wobei es auch immer darauf ankommt, ob der Mandant die Tat gesteht oder bestreitet. Im Fall des Geständnisses ist die Sache etwas einfacher und man kann sich auch eher auch eine emotionale Ebene einlassen.
Wenn aber unklar ist, was tatsächlich geschehen ist, muss eine ziemliche nüchterne Betrachtung Vorrang haben. Ein schwierige Gratwanderung. Insbesondere wenn die Opferzeugen aussagen müssen.
Aber im allgemeinen gelingt es mir aber ganz gut, meine persönlichen Gefühle außen vor zu lassen.
Im Übrigen gilt gerade in solchen Fällen, dass ich ganz klar vorgebe, wie die Verteidigung aussieht- der Mandant muss das akzeptieren oder den Anwalt wechseln. Es ist aber schwierig, die Ewägungen, die in einem solchen Fall eine Rolle spielen knapp darzustellen.
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