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New-Age, Esoterik, Ufoglauben .... neue Religionen?












@ Nebulös
@ Jesters

Liebe Mitdiskuonkels,

Zitat:
je mehr man den auserwählten liebt desto mehr legt man sich fest und desto mehr vergisst man den Rest,


Nun das ist eine sehr menschliche Interpretation von Liebe, eine Liebe, die mit einem kleinen Ja und einem großen Nicht verbunden ist. Warum soll aber immer zwangsläufig dieses Nicht dabei sein?

Wenn ich meinen Vater liebe, muss ich dann meine Mutter nicht lieben? Ich muss da mal wieder meinen geliebten Meister Eckehardt bemühen, der da sagte das Nicht ist die Sünde. Und frei interpretieren: Wenn ich ein Wort nehme wie z.B. ein Haus so hat dies eine positive Bedeutung, was es ist, nämlich eine aus Holz oder Stein gebaute überdachte feste Unterkunft mit Tür, und eine negative Bedeutung, mit was es von anderen Dingen unterscheidet, nämlich was es nicht ist, es ist kein Zwerch, keine Höhle, kein Zelt und kein Iglu.

Es liegt also im Auge des Betrachters oder der Absicht und Betonung des Sprechers und nicht im Begriff an sich. Wenn ich sage Ich liebe Deutschland, bedeutet das doch nicht automatisch, dass ich Nationalist bin. Wenn man von Liebe spricht, bedeutet es keineswegs automatisch, dass man ausschließlich nur das liebt, auf das man dieses Wort bezieht.

Ich denke ein Großteil unserer Diskussion ist ein Missverständnis, weil wir unter dem Wort Liebe unterschiedliches verstehen. Deshalb hatte ich die Definiton der Liebe von Meister Eckehard vorweggestellt. Liebe ist die Kraft die verbindet und eint, ja Eins macht.

Diese Art der Liebe ist es, die meiner Meinung nach die höheren Ebenen für uns öffnen.

Lieber Gruß Vaijanath
@nekilotte
Zitat:
Aber die Kernaussage, dass "Liebe" - was immer hiermit konkret gemeint ist - alle Probleme der Welt lösen könnten, halte ich, gelinde gesagt, für eine naive Weltsicht.


Richtig, erst einmal müßte "definiert" werden, was denn unter diesem Begriff alles zu verstehen ist.

Und selbst unter der kleinsten (mathematisch ausgedrückt) Schnittmenge vermag keine Liebe, Probleme zu lösen, dass sie als gelöst betrachtet werden können. Da gehört sicherlich mehr dazu - als nur "Liebe"!

Gruß
Liebe nekilotte,

Zitat:
Schau in die Augen der Menschen. Darin ist ein Licht, ein Ton. Das selbe Licht, das in Dir ist. Dieses Licht durchdringt alles was ist. Es ist das Sein an sich.....

für mich nach recht trivialen Allgemeinplätzen klingt.


Nun für mich ist das kein Allgemeinplatz. Es war vor ca 32 Jahren, als ich in der Straßenbahn zur Uni unterwegs war. Das sanfte Ruckeln und Schaukeln der Straßenbahn löste bei mir oft einen meditativen Zustand aus. Und ich betrachtete die wenigen Leute in meinem Wagon, als ich ein Licht in ihren Augen bemerkte, ein Glimmen. Dieses Licht war in allen Augen ein und das selbe Licht. Und mir wurde bewußt, dass ich dieses Leuchten kannte, es war das Licht in meinem Inneren. Und ich sah meine Einheit mit den Menschen und hörte dabei einen Klang wie das Summen Tausender von Bienen. Dies war eine sehr zentrale Erfahrung in meinem Leben und sie ist mir ein wenig heilig.

Später las ich, dass der Urklang Om in den indischen Schriften genau so beschrieben wird, wie das Summen Hunderter von Bienen.

Dieses Licht sehe ich inzwischen immer häufiger in den Menschen, die zu mir kommen, in meinen Freunden, meiner Familie und wenn ich es sehe, empfinde ich Liebe. Ich spüre regelrecht, wie meine Patienten in diesem Moment auftauen und sich mir öffnen.

Vielleicht hatte ich mich nicht präzise genug ausgedrückt und es kam zu neutral rüber. Sorry. Aber der Platz hier ist begrenzt und wir sind alle unterschiedlich. Einige scheinen die Worte so zu verstehen, wie ich es beabsichtige, andere verstehen sie anders oder assoziieren dabei etwas anderes. Deshalb haken wir ja nach und dann kann man präzisieren.

Lieber Gruß Vaijanath
@ nekilotte und positiv

Zitat:
Aber die Kernaussage, dass "Liebe" - was immer hiermit konkret gemeint ist - alle Probleme der Welt lösen könnten, halte ich, gelinde gesagt, für eine naive Weltsicht.


Nun das hat auch keiner gesagt. Das wäre tatsächlich reichlich platt und blöde. Eine Matheaufgabe kann man mir Liebe nicht lösen, einen Fahrschein kann man mit Liebe nicht lösen (oder doch, wenn man die innere Haltung dabei meint), einen Knoten kann man nicht mit Liebe lösen.

Die wirkliche Frage von nebulös war:

Wie können wir in höhere Sphären des Seins eintauchen, Kontakt aufnehmen? Warum sind sie uns verborgen, wo sie doch angeblich ständig gegenwärtig sind?

Und da schrieb ich, mir falle kein anderer Grund ein, als dass wir die dazu nötige Liebe nicht haben. Und das versuchte ich dann über meine Ausführungen zur Liebe zu begründen.

Also nix von, Liebe ist die Lösung von Allem. Das ist Eure Erfindung, aber nicht das was ich geschrieben habe. Also kein Grund zur künstlichen Aufregung.

Wie würdet Ihr die Frage von Nebulös beantworten?

Lieber Gruß Vaijanath
@Gabriele

Liebe Gabriele,

Sinngemäß
Zitat:
Es ist vermessen zu sagen, man sei Gott.


Da schwingen zwei Elemente mit.

1) das Missverständnis, das man sich mit dieser Aussage von anderen abhebt, die nicht Gott seien.

Wiederholung: Wenn ich ein Wort nehme wie z.B. ein Haus so hat dies eine positive Bedeutung, was es ist, nämlich eine aus Holz oder Stein gebaute überdachte feste Unterkunft mit Tür, und eine negative Bedeutung, mit was es von anderen Dingen unterscheidet, nämlich was es nicht ist, es ist kein Zwerch, keine Höhle, kein Zelt und kein Iglu.

Diese Aussage sagt nur: Ich bin Gott, Aham Brahmasmi und setzt damit nicht andere Menschen oder die Welt als nicht göttlich herab. Yoga behandelt eben das Verhältnis der individuellen Seele zu Gott, da gibt es erst mal keine anderen Menschen. Dann aber im Gegenteil sehe der Erleuchtete in jedem Gott, in allen Wesen in der Natur, aber auch und ununterschieden in sich selbst.

2) Der Dualismus, dass Gott von der Welt verschieden ist. Für mich als Monotheisten ist das nicht genug. Für mich muss alles auf Eins, auf Gott zurückgeführt werden können, wie es im Kashmir Shivaismus in besonderer Weise der Fall ist. Gott ist hier der Schöpfer, das Geschaffene und Material der Schöpfung.

Wie immer im Leben werden beide Standpunkte letztlich die selbe Wirklichkeit beschreiben, je nach Blickwinkel. Ich denke man sollte daraus keine grundlegenden Unterschiede oder gar Unvereinbarkeiten kreieren.

Lieber Gruß Vaijanath
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