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New-Age, Esoterik, Ufoglauben .... neue Religionen?












@fipps,
Zitat:
Nichts zu machen, der eine erwartet einen umfassenden Lehrgang in zwei Sätzen, der andere krallt sich an ein missverstandenes Wort usw.

Da ich ja wohl einer der angesprochenen bin kann ich nur nochmal sagen, dass Aussagen wie:
Zitat:
Es gibt zwei Wege, die völlig gleichwertig sind und zum selben Ziel führen, so wie auf einem Kreisrund der Weg in die eine Richtung zum selben Ziel führt wie in die entgegengesetzte Richtung. ...
Schau in die Augen der Menschen. Darin ist ein Licht, ein Ton. Das selbe Licht, das in Dir ist. Dieses Licht durchdringt alles was ist. Es ist das Sein an sich.....
Beide Wege benötigen alle Kräfte unseres ganzen Seins, unseren ganzen Willen, denn sonst bleiben wir auf halbem Wege stecken und landen wieder in der Vielheit.....


für mich nach recht trivialen Allgemeinplätzen klingt.
Für mich sind das Aussagen, die ob ihrer Unbestimmtheit geeignet sind, alles und nichts darunter zu subsummieren.
Vielleicht bin ich ja auch zu dämlich oder mir fehlt die entsprechende Gehirnwindung, um das richtig verorten zu können.
Aber die Kernaussage, dass "Liebe" - was immer hiermit konkret gemeint ist - alle Probleme der Welt lösen könnten, halte ich, gelinde gesagt, für eine naive Weltsicht.
Die in den 90ern Jahren begonnende Welle der Esoterik-Bücher brachte hervor, daß wir Gott sind und daß uns alles möglich ist, wenn wir es nur wollen.
Ich konnte mich dieser Auffassung, daß ich Gott sei; nie anschließen. Deshalb lese ich das, was ich für mich annehmen kann:

"Was der Mensch in Wahrheit erlebt, ist, daß er ein 'Teilchen' von Gtt ist, nicht aber, daß er selbst 'Gott' ist. - Selbst, wenn er die Tatsache erkennt, daß Gott überall und in jedem ist, berechtigt es ihn keineswegs zur Annahme, er sei - da Gott in ihm ist - auch selbst 'Gott'.

Und dann weiter:

"Gewiss, der Mensch soll 'vollkommen sein, wie sein himmlischer Vater vollkommen ist' (Mt 5,4. Nur wird jeder, der sich in der inneren Realität des Menschen auskennt, wissen, welch abgrundtiefer Unterschied zwischen seiner 'Vollkommenheit' und der Vollkommenheit Gottes besteht. Er wird sich daher kaum überflüssigen Träumereien hingeben und danch streben, selber 'Gott' zu werden. Seine Bestimmung ist es, jenen Platz in der Gesamtheit aller Seelen einzunehmen, der für ihn von Anfang an bestimmt ist."

So frage ich mich dann aber auch, wie Menschen sich leicht leiten lassen, indem jemand kommt, ein Buch schreibt und alle Welt schreit: Hurra, ich bin ja Gott.
Hat der Autor da was nicht verstanden ? Wollen wir Gott sein ? Wenn wir Gott wären, würden wir unsere eigene Schöpfung zerstören ?

"Es ist Gott, der jede Seele 'ausgedacht' hat: Jede Seele ist ein 'Gedanke' Gottes. Versucht der Mensch sich selber als 'Gott' zu denken, so erfährt er nur das, was alle, die sich für 'Gott' hielten, früher oder später erfahren mußten: die ernüchternde Tatsache, daß sie nach wie vor nur hinfällige Menschen sind."

Wie wahr. Ein Gott, der soviel geschaffen hat - ist einfach Gott - eine Kraft, die alles in Gang setzte und alles in Gang hält.

"Es muß nicht einmal Überheblichkeit sein, die manche dazu verleitet, sich mit Gott gleichzusetzen oder glauben läßt, sie können zu 'Gott' werden. Es kann auch kindliche Naivität sein, die zeigt, daß ihre Augen für die Wahrnehmung der wahren Beschaffenheit der Realität noch nicht aufgegangen sind. - Wer sich auch nur einigermaßen kennt, wird der Illusion kaum erliegen, daß er sich als Anwärter auf die Gotteswürde betrachten oder auch nur in einem oberflächlichen Sinne 'vergottet' werden könnte."


Wie wahr, wie wahr

Quelle:

http://www.alexander-gosztonyi.ch/agos/buecher/reinkarnation.php
Zitat:
Um einen Schritt auf ein bisher unbekanntes Land zu machen, muss ich mich an das halten, was mir vertraut erscheint, das was ich in dem Neuen schon von dem Alten her kenne. Vertrauen beruht auf Liebe. Vertrauen bedeutet vom Positiven auszugehen, auch wenn man nicht alle Faktoren kennt. Wenn Du furchtlos in eine Obe-Erfahrung gehst, dann kannst Du das nur, weil Du Vertrauen in dich selbst hast, oder Vertrauen in den der dich dazu angeleitet hat.


Dem stimme ich ja immer zu, dass man sich erst mal an das vertraute und bekannte halten soll. Ebenso ists mit der Liebe. Dass Liebe etwas angenehmes und kraftspendendes ist, wenn man sie bekommt, bestreite ich ja nicht. Aber jemanden oder etwas zu lieben, heißt doch auch immer sich zu entscheiden. Und je mehr man den auserwählten liebt desto mehr legt man sich fest und desto mehr vergisst man den Rest, darum kann Liebe nie völlig gerecht sein und damit kann Liebe doch kein göttlicher Wegweiser sein.

Dazu kommt doch auch noch, dass Liebe völlig subjektiv ist. Wen oder was man liebt macht man ja nicht an vernünftigen Gründen fest, sondern es ist halt so, weil man so fühlt. Das ist gut und toll, wenn man Mensch ist und auf einem irdischen Planeten rumwuselt, auf dem man miteinander überleben will, aber das kann doch kein Konzept sein, um höhere Bewusstseinszustände zu erreichen.

Zitat:
Das ist der Prozess zwischen Misstrauen und Vertrauen abzuwägen. Das ist der Prozess um Liebe zu ringen.


Zwischen Misstrauen und Vertrauen abwägen? Ja, so ein Abwägen und den Mittelweg finden, ist immer eine gute Idee! Aber das gilt dann auch für Liebe und Hass, beide Extreme ablegen und frei von diesen menschlichen Emotionen sein, nur so kann man doch wirklich Gerecht sein und nur so kann man doch sicher sein, dass man nicht von irgendwem oder irgendwas an der Nase herumgeführt wird.
Zitat:

Und je mehr man den auserwählten liebt desto mehr legt man sich fest und desto mehr vergisst man den Rest, darum kann Liebe nie völlig gerecht sein und damit kann Liebe doch kein göttlicher Wegweiser sein.


Muss ich doch direkt mal zustimmen . In diesem Zusammenhang kann man Liebe sogar als eine Art von subtiler und impliziter Gewalt bezeichnen. Die vom Subjekt projezierte Liebe auf den Anderen setzt diesen einem Zustand aus, dem er sich in keinster Weise widersetzen kann. Und eben genau darum ist Liebe nur unter bestimmten Vorrausetzungen gerecht, nämlich dann, wenn sie auch ehrlich erwidert wird.

Platz für einen göttlichen Wegweiser oder das erlangen höherer Bewusstseinszustände sehe ich hier ebenfalls nicht.

Gruß
Zitat:
Aber das gilt dann auch für Liebe und Hass, beide Extreme ablegen und frei von diesen menschlichen Emotionen sein, nur so kann man doch wirklich Gerecht sein und nur so kann man doch sicher sein, dass man nicht von irgendwem oder irgendwas an der Nase herumgeführt wird.

Ach was.
Frei von menschlichen Emotionen der Gerechtigkeit zuliebe. Schon klar, Mr. Spock.
Ich entscheide mich da mal ganz klar für
Zitat:
diesen menschlichen Emotionen
und werde auch in Zukunft hingebungsvoll lieben und ab und zu auch hassen - und ja - ich bin mit dieser Realität verhaftet, möge sie auch für andere nur eine Illusion sein.
Zitat:
...Von hier leiten sich vielfältige Bedeutungen von Illusion ab, die sämtlich mit Selbsttäuschungen aller Art bis hin zum Selbstbetrug zu tun haben. Dann kann ein täuschender oder (in des Wortes ursprünglicher, nämlich wieder lateinischer Bedeutung) falscher Eindruck ebenso gemeint sein wie genauso falsche und damit wie immer unrealistische Vorstellungen, die man „sich machen“ oder „bilden“ kann: indem man „sich etwas einbildet“ oder auch „vormacht“.
http://de.wikipedia.org/wiki/Illusion
Nur frage ich mich, wer hier mehr einer Illusion unterliegt (und meine Antwort darauf kennt ihr auch schon).
Nette Gedankenspiele für Leute, die die Realität als zu hart empfinden?
Die Realität ist nicht beliebig, meine Gefühle und Eindrücke, das, was ich als wahr empfinde, sind subjektiv, Realität ist objektiv.
Es gibt keine "meine Realität". Wenn ich zum Beispiel der Überzeugung bin, daß mein Mann fremdgeht, so mag ich das als wahr empfinden, sagt aber nix über die Tatsache aus, ob er es nun tut oder nicht.
Seine angebliche Untreue wäre also nicht "meine" Realität, sondern nur schlicht und ergreifend meine Uberzeugung.
Die Trennung ist sauber. Und jeder, der die Realität in irgendeinen Graubereich des Illusorischen hineinziehen will, versucht ein Aufweichen des Begriffes, das keinerlei Grundlage hat.
Aber wenn man schon Probleme beim Definieren von einfachen Worten wie Illusion und Realität hat, kann man natürlich locker mal mit Worten wie Liebe um sich schmeißen, irgendwie - Liebe passt immer, alle nicken ergriffen.. (außer Neki - und dafür liebe ich ihn. )
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