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New-Age, Esoterik, Ufoglauben .... neue Religionen?












Bin immer noch auf der Suche nach einfacheren bodenständigeren Erklärungen, warum wir uns der höchsten Realität nicht ständig bewußt sind, wie es Nebulös berechtigt fordert. Finde aber keine.

Ich denke wir lieben unsere Verhaftungen so sehr, dass wir auch unser Leiden dafür in Kauf nehmen. Es ist wie eine fürchterliche Ehe, bei der sich beide ständig streiten und übelste Schimpfworte an den Kopf hauen, dass man es kaum mit an sehen kann. Doch fragt man sie, warum sie sich nicht trennen, dann sagen sie, wir sind doch Mann und Frau, wir gehören zusammen. Ich denke so sind wir an unser Ego gebunden. Wir lieben es, wir hassen es. Darüber hinwegkommen bedeutete weder lieben noch hassen, denn das sind beides nur zwei Seiten einer Medaille. Deshalb ist der erste Schritt nicht etwas zu tun, sondern zu wollen, die Änderung zu wollen. Und je mehr Elemente unserer Seele dies intensiv wollen umso sicherer wird sich die Veränderung einstellen. Nur entscheiden nicht wir, wann und wie. (Herr Dein Wille geschehe!)

Lieber Gruß Vaijanath
@Vaijanath,

Zitat:
Deshalb sollten wir das Schicksal, oder den nervigen Nachbar, oder den überflüssigen Forumsteilnehmer, der immer Widerworte gibt, eigentlich begrüßen......Er ist der Feind, den wir lieben müssen, um zu uns selbst zu finden.


Dem nervigen Nachbarn oder dem überflüssigen Forumsteilnehmer würde ich niemals das Etikett "Feind" verleihen. Jemand der mir lediglich auf den Senkel geht, ist noch lange nicht mein Feind.
Dass man seinen Feind, so er denn tatsächlich einer ist, lieben müsse, halte ich für eine fatale und unrealistische Fehleinschätzung. Häufig wird eine solches Verhalten - und nicht einmal immer zu unrecht- als Schwäche angesehen. Vieles was man gern als Feindesliebe verkaufen will, ist nichts anderes, als die Unfähigkeit sich einer Auseinandersetzung zu stellen. Ein entsprechend anders eingestellter Feind, wird möglicherweise keine Hemmungen haben, die Schwäche seines windelweichen Gegenübers auszunutzen.

Zitat:
Es gibt aber also auch einen Grund seinen "Feind" zu lieben.

Die von dir genannten Gründe, so ich sie denn verstanden habe - und nebenbei gesagt selbstredend nicht in dieser allgemeinen Form teile- halte ich nicht für Begründungen sondern für religiös motivierte Idealvorstellungen, die, wenn überhaupt, nur dann zum Tragen kommen können, wenn dein Gegenüber - also dein Feind- vom Grundsatz her ähnliche Erwägungen anstellt wie du selbt.
@nekilotte
Schade dass du Vaijanaths Beitrag nicht einfach so stehen lassen konntest.

Für Rechtsanwälte sind solche Ideen allerdings problematisch; sie passen nicht so recht in die "Arbeitsplatzbeschreibung".
In meiner Erfahrung löst sich alles problemlos auf, wenn man Vaijanaths Vorstellungen in die Praxis umsetzt. Man muss nicht dauernd "dagegenhalten", nur um nicht der "Unfähigkeit sich einer Auseinandersetzung zu stellen" geziehen werden zu können.
Und Vaijanaths "Feind" ist hier eine Metapher. Nenne es halt "Kontrahent", wenn dir Feind zu drastisch klingt.
Der Spruch "liebe deine Kontrahenten wie dich selbst" bringt das dahinterstehende Konzept vielleicht etwas näher. Ein tiefer Satz übrigens. Deine Kontrahenten gibt es nur, weil sie in deinem Innern sitzen. Aber das hat Vaijanath ja schon geschrieben.

LG,
Fipps
@nekilotte

Einfach nur typisch Nekilotte mal wieder, mehr muss man dazu wohl nicht sagen, das hatten wir alles ja schon...

@Vaijanath

Weise und beeindruckende Worte von Vaijanath. Jetzt bleibt nur noch abzuwarten, wie ernst es ihm damit ist...es wird sicher noch die eine oder andere Gelegenheit geben, das auf die Probe zu stellen
@fipps,
Zitat:
Für Rechtsanwälte sind solche Ideen allerdings problematisch; sie passen nicht so recht in die "Arbeitsplatzbeschreibung".

Ich würde das gar nicht vorrangig auf mein berufliches Tätigkeitsfeld beziehen.
Zitat:
In meiner Erfahrung löst sich alles problemlos auf, wenn man Vaijanaths Vorstellungen in die Praxis umsetzt.

Lasse ich mal, ganz ungläubig, dahingestellt. Aber es erfordert dennoch, dass auch der andere von gleichen Vorstellungen geleitet wird - sonst wird das nix.
Zitat:
Man muss nicht dauernd "dagegenhalten", nur um nicht der "Unfähigkeit sich einer Auseinandersetzung zu stellen" geziehen werden zu können.

Das behaupte ich auch nicht. Es gibt aber durchaus Punkte und Positionen im Leben, wo es nicht anders geht.
Zitat:
Und Vaijanaths "Feind" ist hier eine Metapher. Nenne es halt "Kontrahent", wenn dir Feind zu drastisch klingt.

Auch meinen Kontahenten muss ich nicht lieben.

Zitat:
Der Spruch "liebe deine Kontrahenten wie dich selbst" bringt das dahinterstehende Konzept vielleicht etwas näher. Ein tiefer Satz übrigens.

Ich teile diese Ansicht trotzdem nicht. Wozu soll ich ihn lieben wie mich selbst? Ich erwarte das umgekehrt ebensowenig - nein ich will das in der Regel auch gar nicht. Mir klingt das viel zu sehr nach romantisierender Beziehungswelt.

Zitat:
Deine Kontrahenten gibt es nur, weil sie in deinem Innern sitzen.

Das wiederum halte ich für Quatsch. Kontrahenten, Feinde oder wie auch immer du es nennen willst, gibt es, weil unterschiedliche Menschen mit subjektiv und gegebnenfalls auch objektiv unterschiedlichen Interessenslagen gibt. Wer das negiert, negiert nach meiner Ansicht die Menschheit insgesamt. Das heißt ja nicht zwingend, dass man sich den Schädel einschlägt oder zwanghaft die Konfrontation sucht. Hier wird aber doch versucht zu suggerieren, dass man selbst nur seine innere Einstellung ändern müsse und alles löse sich in Wohlgefallen auf.
Und das ist nach meiner Auffassung weltfremder Unsinn.
Forum -> Gott

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