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Du wolltest lieben. Ich auch.
Ich tat es, du nicht.
Du wolltest treu sein. Ich auch.
Ich tat es, du nicht.
Du wolltest zärtlich sein. Ich auch.
Ich tat es, du nicht.
Du wolltest gewalttätig sein. Ich nicht.
Du warst es, nicht ich.
Du wolltest betrunken sein. Ich nicht.
Du warst es, nicht ich.
Du wolltest mächtig sein. Ich nicht.
Du warst es, nicht ich.
Du wolltest besitzen. Ich nicht.
Du tatst es, nicht ich.
Du wolltest drohen. Ich nicht.
Du tatst es, nicht ich.
Du wolltest erpressen. Ich nicht.
Du tatst es, nicht ich.
Du wolltest zuschlagen. Ich nicht.
Du tatst es, nicht ich.
Du wolltest wehtun. Ich nicht.
Du tatst es, nicht ich.
Du wolltest mich wie Dreck behandeln. Ich Dich nicht.
Du bist es, ich nicht!
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Da frage ich mich, aus welchem Grunde denn diese dichtende Person dies alles über sich ergehen lies, sich mit ihrer Liebe brüstet und nachher den Anderen dennoch als Dreck bezeichnet.
Ein früherer Rückzug und etwas gesunde Gleichgültigkeit gegenüber diesem Menschen wäre doch besser gewesen.
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@Martin
Liebe ist nicht rational und sollte auch nicht als solche bezeichnen lassen.
Die eine Person wird nicht wörtlich in Verbindung mit der anderen Person gebracht. Als Beispiel:
Du wolltest erpressen. Ich nicht.
Du tatst es, nicht ich.
---und nicht:---
Du wolltest erpressen. Ich nicht.
Du hast mich erpresst, ich dich nicht.
Eine Person hat ihr Innerstes unterdrückt und geriet deshalb wohl auf den falschen Weg. Die andere Person ist mehr Beobachter aber trotzdem durch evt. Bruderschaft mit der anderen Person in Verbindung zu bringen.
Meine Interpretation
schönes Gedicht
Gruss, Sky
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@ SkyIsOver,
wenn man es so sieht: Ja, dann finde ich es auch gut.
Diese Selbsterkenntnis wäre aber eine weitere Strophe im Gedicht wert, finde ich.
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Ja stimmt, eine Strophe mehr würde den Raum zum philosophieren kaum einschränken und auch ein wenig mehr Klarheit schaffen.
Aber vielleicht hab ich das Ganze ja auch falsch verstanden... Wer weiss, was uns das Gedicht sagen will...
Gruss
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