ich bin behindert


...und bitte meinen unfähigen schreibstock zu entschuldigen (wer will darf eine email mit der kopie meines AMTLICH!! ausgestellten behindertenausweises
bitte auch meinungen von menschen mit "behinderungen" jeglicher art wie alles kontrollieren(wollen)de ängste, nöte und sorgen, schlechtem gewissen,

:

ich weise hier ausdrücklich daraufhin das ich mich als verfasser dieser meinung davon distanziere ... ich möchte nur zu einem klaren und sachlich genauen dialog anregen

man möchte doch heut gern den arm zu gruß erheben und ein neuerliches sieg heil rufen, wenn auch nur aus verzweiflung und der not irgendwas zum lachen oder auch weinen zu finden, denn das heutige REICH ist nicht das dritte, römische, byzantinische oder sonst eines, es ist das reale neumoderne reich des einundzwanzigsten jahrhunderts.
ist man (oder fru) chritslich dann beten sie "Vater unser, dein REICH komme, dein WILLE geschehe...", wie es christus angeblich damals lehrte.
das HEUTIGE reich, sperrt, seine "untermenschen", kritiker, oppositionellen oder wie die GLÄUBIGEN sie nennen "sünder"
oder "feinde" , denken sie sich was aus... nicht in konzentrationslager oder lässt sie in die arena werfen (ETC, ETC,...)
, es ist eher doch wohl so das diese zuerst krank, zu kriminellen oder sonstigen randfiguren "gemacht" werden, dann gesellschaftlich geächtet und wie millionen und abermillionen und noch etliche millionen mehr (ich wiederhole mich um ihnen verständlich zu machen wieviele menschen und nicht nur menschen es wirklich sind ... und es werden jeden tag mehr ) !!! unter elenden umständen dahinleben MÜSSEN (!!!) , gebrochen, isoliert, krank, ihrer lebenskraft und ~willen beraub und entmächtigt,
...ich finde das (abgesehen von meinem eigenen nun schon viele viele jahre andauernden leiden , äh... ich meine "leben") ziemlich mies und auch erniedrigend , bin ich schliesslich ein mensch und vieler EIGENTLICH vieler handlungen und EIGENTLICH einer ethik verpflichtet die mir sagen müsste das ich etwas tun sollte auf dieser welt ... (oder was sonst immer ... würg)

ich verstehe auch nicht wie man (blindgläubig vor furcht oder eingeschüchtert???) als wirklicher christ bibelstellen konsumieren kann (und das immer wieder und wieder und wieder und täglich und ausführlich...), die auf EWIGE verdammnis, verfolgung, völkermord oder welche greuel es für den gläubigen genießergaumen sein dürfen ...

der ALLMÄCHTIGE wird schon seine gründe haben (oder jesus??) solche doch äusserst delikaten textfragmente in sein "HEILIGES"
buch zu legen, daraus kann ich mir doch nur denken das dieser nur ein ebenso großer schweinehund sein kann , wie der oder die die da verflucht, verfolgt, gemeuchelt, hingerichtet, versklavt und bis heute dem elend und leid ausgesetzt wurden und werden
(sela)

zuerst fragte ich mich ob solche stellen des "HEILIGEN buches" vielleicht dazu erdacht wären den gläubigen oder suchenden wohlgeneigten und "gut-menschlichen" leser auf seine wahre natur und sein wirkliches streben hin zu prüfen obdann diese(r) jene "gemeinheiten" in zukunft zu meiden und sich auf wohlmeinendere stellen wie die briefe an die gemeinden zu konzentrieren...
(sela...))

oft frage ich mich ob es nun dochso menschen gibt und vielleicht sogar gegeben hat die diese stellen und wohl im besonderen die infernale und zur ewigen aktiven verdammung und verfluchung geradezu auffordenen offenbarung mit einem doch ans sadistische temperament eines "geborenen" folterknechtes erinnernden genugtuung und immer wieder kehrenden erwartung zu lesen...ich jedenfalls habe mich doch gewuundert was man in diesem heiligen BUCH alles zu lesen bekommt ...


alles liebe und gute

"versuche ganz allein auf dich selbst bezogen glücklich zu sein"
Hallo lieber Matthias,

zunächst einmal muss ich ehrlich von mir geben, das ich nach dem ersten mal lesen Deines Textes etwas tiefer ein- und ausatmen musste als bisher zuvor. Dein Content strotzt geradezu vor Unverständnis und Wut - ja, teilweise sogar lässt sich Trauer zwischen den Zeilen lesen. Es scheint, als ob Du Dir versucht hast Luft zu machen um dennoch im nachhinein feststellen zu müssen, dass diese innerliche Abstreifung der Wut nicht wirklich weiterhilft.
Ich kenne Deine Gedanken, ich fühle sie, ich höre und sehe sie. All Deine genannten Kontroversen und z.T. noch weit darüber hinaus sind Bestandteil unseres Daseins hier auf Erden; schon immer in irgendeiner Form gewesen und höchstwahrscheinlich wird es sie auch in 200 Jahren noch geben. Ein oder DAS 'Univeral- verständliche(s) Rezept' zur Ausrottung dieser - von Menschen gemachten Diskriminierungen, Denunzierungen und ja - auch Menschen unwürdigen Verhalten und Meinungsbildern - gibt es leider nicht! Was man aber, gerade daraus, lernen kann ist es versuchen besser zu machen; sich nicht selbst auf dieses Niveau herabzulassen; sich nicht durch die dadurch hervorgerufene Wut mitziehen lassen. Wenn es in den heiligen Schriften etwas gibt was wirklich positiv ist und auch vielen weitergeholfen und weiter helfen wird, dann ist es genau dieses Blutvergiessen, dieses unmenschliche Verhalten gegenüber unseren Mitmenschen... welches seid jeher überall auf dieser Welt Schlachtfelder aufgebaut und zurückgelassen hat. Das ist es, was unser Herz schmerzt - was uns sagt, das es falsch ist Menschen herrabzuwürdigen, schlechter zu stellen als andere, zu diskriminieren, geistig und/oder sogar 'körperlich' zu töten. Und eben genau das ist es auch was uns einen anderen Weg aufzeigt - den Weg des Gegenteils.
Sicherlich, das Unverständnis und auch das sich ärgern über anmassendes Verhalten bleibt innerlich in einer hinteren Ecke dennoch hängen.. zur Erinnerung daran, das wir nie vergessen wie viel Leid Schmerz und wie viel Schmerz Leid zufügen kann.

Lieben Gruss
Gaby
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Lieben Gruss
Gaby
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Zitat:
jw MAa.t xai.tw r-HA.t =k
mAa.t r-Hna =k
Hallo Matthias,

wusstest du, dass der Name Matthias "Himmelsgeschenk"
bedeutet? Ich wollte mein Kind, hätte ich denn eines bekommen
dürfen, auch Matthias genannt. Weil jeder Mensch, jedes Kind,
was geboren wird, ein Himmelsgeschenkt ist. Egal, unter welchen
Krankheiten, Behinderungen es leidet.

Die Bibel, wie wohl auch andere religiöse Schriften, kann
gefährlich sein insofern, als vieles fehl-/missinterpretiert werden
kann. Jeder kann alles nach seinen Vorstellungen, gleich welche
Ziele er verfolgt, auslegen und interpretieren. Leider ist es so,
dass auch heutzutage viele Menschen sich dann auch fehlleiten,
fehlsteuern lassen, ohne ihren eigenen Verstand einzuschalten.

Ich weiß, dass es sehr viele gibt, die Menschen mit Behinderungen
ausgrenzen, diskriminieren. Aber weißt du was? Solche Mit"menschen"
sind für mich nicht maßgebend, an jenen würde ich mich - auch an
deiner Stelle - nicht orientieren. Es gibt auch viele, die kranke Menschen
nicht diskriminieren, sondern sie in ihrem Umfeld integrieren.

Ein Paradoxum sehe ich beispielsweise auch darin, dass es nun mal
nicht von der Hand zu weisen ist, dass viele Menschen unter psychischen
Problemen leiden, die zumeist ihr sogenanntes Umfeld, ihre
sogenannten Mit"menschen" zu einem nicht unerheblichen Teil zu
verantworten haben. Also nach dem Grundsatz: "Wir machen dich bekloppt, aber wehe, du bist irgendwann irgendwie tatsächlich
anders(-denkend, -fühlend), dann machen wir dich zum Mitglied
der Randgruppen unserer Geselllschaft.

Heutzutage sind viele unserer Gesellschaft geprägt von Jugend-,
Schönheits-, Schlankheitswahn. Mittlerweile rudern die, die den
auch in den Medien vertretenen Jugendwahn mit zu verantworten
haben, zurück, weil sie inzwischen merken, dass sie jenseits ihrer
eigenen Jugend und somit "Opfer" ihrer eigenen aufgestellten
(hirnlosen) Wahnvorstellungen werden. Das freut mich. Das nenne
ich ausgleichende Gerechtigkeit. Denn alles, was man anderen
Menschen antut, scheint irgendwann zu einem Bumerangeffekt zu
mutieren. Es kommt auf einen selbst zurück. Irgendwann, und in
irgendeiner Form.

Ich möchte dir aber Mut machen, denn es gibt "da draußen" genügend
"Artgenossen", die Menschen wie dich nicht diskriminieren und/oder
ausgrenzen würden.

Viele gehen mit Schhlagworten wie "Menschlichkeit" bzw. "Humanität"
hausieren. Denken aber gar nicht intensiv darüber nach. Denn wenn ich mir nun das Gros oder zumindest einen nicht gerade kleinen Teil dieser manipulierten und oberflächlichen Gesellschaftsstruktur als Anhaltspunkt oder Norm für "Menschlichkeit" nehmen wollte, müsste ich sagen, dass ich mich dann persönlich lieber für die Form der "Unmenschlichkeit" würde. Will sagen, wenn das, was viele anderen antun, menschlich sein soll, dann bin ich lieber unmenschlich. Dann reihe ich mich lieber freiwillig in den Kreis der sogenannten Randgruppen ein. Letztendlich ist es auch nicht allzu uninteressant, als Randfigur das oft so sinnlose, oberflächliche und manipulierte Spielchen des Lebens der Hauptfiguren, die glauben, alle Spielregeln nach ihrem Sinn, ihrer Ideologie aufstellen zu können, zu beobachten.

Viele Behinderte erfahren doch schon in ihren eigenen Familien Unverständnis und Inakzeptanz. Das finde ich dann am allerschlimmsten. Ein Beispiel: Die Sängerin Sandra (ich denke, sie dürften noch einige kennen) wohnte in unserer Nähe. Sie hatte einen Bruder, Gaston. Er war behindert. Litt an einer Erkrankung der Hüften. Sandras (bürgerlicher Name Alexandra Lauer) Mutter kümmerte sich hingebungsvoll um die Karriere ihrer Tochter. Und Gaston war der letzte Dreck. Meine Eltern haben sich um ihn gekümmert. Mein Vater hat ihm eine Lehrstelle bei der Reha besorgt. Und der damalige Arzt hatte die Mutter ziemlich heftig attackiert, weil ihr Sohn, der Windeln tragen musste, völlig ungepflegt und wund war, weil seine "Mutter" nicht willens war, sich um ihn zu kümmern, wie es ihre Pflicht gewesen wäre. Aber ich glaube kaum, dass die, die diese Familie nicht persönlich kannten, überhaupt von der Existenz des Bruders wussten. Ich will dir damit sagen, dass es immer wieder Menschen gibt, die nicht wegschauen, geschweige denn ausgrenzen oder diskriminieren, sondern kranke, behinderte Menschen absolut in ihrem Umfeld, ihrem Leben und ihrem Herzen integrieren.

Und noch ein vielleicht nicht allzu schlechtes Beispiel: Als ich (zwangsweise) in der Psychiatrie war, kamen an einem Tag neue Patienten auf die Station (dort wird intern immer hin und her verlegt von der Geschlossenen auf die "offenen" Stationen). Zum Mittagessen musste ich feststellen, dass einer der neuen Patienten, Johannes, von den Pflegern an den Tisch ganz außerhalb, am Rand, der Gruppe untergebracht wurde. Er ist nach einem Schlaganfall halbseitig gelähmt. Da überall genügend Platz war, konnte die Sitzanordnung also damit nichts zu tun haben. Als ich das sah, dass er so allein und hilflos am "Katzentisch" saß, habe ich mich tierisch aufgeregt und gesagt, dass ich, sollte er nicht einen Platz mitten unter uns bekommen, mich weigere, in diesem Raum an irgend einer Mahlzeit teilzunehmen. Ich habe dann einfach sein Namensschild auf den Tisch neben mir gepappt und ihn dorthin geführt. Das tollste war jedoch, dass aufgrund dessen in meinem Entlassungsbericht stand, zwischen mir, Patienten und Behandlungspersonal hätten "Konflikte" bestanden. Daraufhin stellt sich mir erst recht die Frage, wer eigentlich in dem Fall "einen rennen" hat(te)?!

Ich habe mich auch auf der Schule vorsätzlich von meiner gesamten Klasse ausgegrenzt und distanziert, weil sie einen gehbehinderten Jungen tagtäglich beleidigt, verhöhnt und auf der Straße sogar umgerempelt haben. Absichtlich habe ich mich in den Pausen nur bei ihm aufgehalten, bis eines Tages ein Klassenkamerad auf mich zukam und fragte, warum ich mich nicht mehr zu ihnen geselle. Ich habe ihm geantwortet, dass ich das so lange tun werde, bis sie Michael akzeptieren und in Ruhe lassen. Und dass ich der Meinung bin, dass sie einfach nur im Höchstmaß bescheuert sind. Letztendlich habe ich durch meine eigene beabsichtigte Ausgrenzung erreicht, dass er nicht mehr ausgegrenzt und schikaniert wurde. Das war's mir wert, denn auf den Umang mit solchen Menschen lege ich keinen Wert.

Ich kann sehr gut verstehen, dass du wütend bist und verletzt. Vielleicht könnte deine Wut, dein Zorn, sich legen, wenn du dich an den Menschen, die dich so akzeptieren und mögen, wie du bist, erfreust.

Ich hoffe und wünsche dir, dass du im sogenannten "RL" auf Menschen triffst, die dich mögen, egal, an welcher Krankheit du leidest.

In diesem Forum - da bin ich mir sicher - wird niemand Vorurteile haben gegenüber behinderten Menschen, somit auch nicht dir gegenüber.

Es gibt auch eine Bibelstelle, in der Jesus sagt: "Was Ihr dem Geringsten meiner Brüder tut, habt ihr mir getan." Ich glaube, dieser Satz, wenn man ihn versteht, verstehen will, dürfte alles sagen...
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was mich nicht umbringt, macht mich stark
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Nicht um meinen Bruder zu besiegen,
suche ich Kraft, sondern meinen
größten Feind, mich selbst.