|
|
|
| Zitat: |
| Buddhist texts describe the terrible sufferings of beings in the many subterranean layers of Narakas in intricate if not always consistent detail. However, Naraka in Buddhism is not equivalent to Hell in Christian faith. |
Ich sagte ja auch nicht das es das Gleiche ist, sehr wohl aber das es eine Art Höllenqual gibt.
| Zitat: |
| Wenn Buddha eine Manifestation Gottes ist, hat er dies seiner Schülern vorenthalten und viel mehr noch, er hat gegenteiliges gelehrt - das wäre eine Lüge. |
Woher willst du das wissen? Zumal die Quellen des Buddhismus mehr als löchrig sind. Selbst die ältesten Textquellen sind kaum älter als 1000 Jahre und deren Basis ist frühstens 400 Jahre nach Buddhas Hinscheiden entstanden. Wie gesagt, Bahá'í sind nicht die Einzigen die Buddha als eine Manifestation Gottes ansehen, Hindus sehen dies ganz ähnlich.
| Zitat: |
| Welcher Absolutheitsanspruch? Bahai haben wohl kein Problem mit dem Buddhismus, da sie ihn neu "interpretieren". |
Wie Buddhisten kein Problem damit haben und hatten viele Elemente des Hinduismus neu zu interpretieren.
| Zitat: |
| Buddhas Weg zu Erleuchtung begann sogar in der Hölle, als er mir einem anderen Leidensgenossen vor eine Lore gespannt war und ihm die Last abnehmen wollte worauf hin ihn ein Dämon erschlug. Er hatte einen Funken Selbstlosigkeit und Mitgefühl gezeigt. (tib. Buddhismus) |
Ja der tibetische Buddhismus... der hat aber wohl bis auf wenige Elemente wenig mit den ursprünglichen Quellen des Buddhismus zu tun. Davon abgesehen das es hierzu diverse Geschichten gibt. Pali-Texte (genauer: Mahávandána-Sútra), welche eben wesentlich älter sind, berichtend dagegen das Buddha bei Seiner Zeugung Geburt aus dem Tusita-Himmel herabgestiegen ist in den Leib Seiner Mutter und wird dann geboren um das Dhamma wiederherzustellen. Andere Geschichten, wie das Buddha aus der Seite Seiner Mutter getreten ist, tauchen erst später auf. In älteren Texten läuft die Geburt natürlich ab, sehr wohl ergießt sich durch sie ein unermesslicher Lichtglanz in die Welt.
Von nicht wenigen buddhistischen Gelehrten wird daher die gesamte Kindheit Buddhas als bloßes Vorbild und Gleichnis für die normalen Buddhisten gesehen, Buddha selbst war bereits längst erleuchtet.
| Zitat: |
| Es sind meiner Meinung Legenden, die schon immer verschieden gedeutet worden sind. Lamas die im Westen lehren, verweisen immer wieder auf die Psychiatrien unser Tage, denn dort findet man diese qualvollen Geisteszustände. |
Legenden, welche aber schon in frühen Quellen auftauchen, also wesentlich älter sind, als die meisten Dinge, welche hier im Westen als Buddhismus durchgehen. Geistige Störungen, welche meist auf Stoffwechselkrankheiten im Gehirn zurückgehen, als eine Art qualvolle Wiedergeburt darzustellen erinnert mich etwas ans europäische Mittelalter, wo solche Menschen als von Dämonen besessen galten.
|
|
|
|
| Zitat: |
| Mehrheitlich gib es in Europa des tibetischen Buddhismus und die Lamas vermittelt selbstverständlich den gesamten Buddhismus. Sicherlich lässt man einige kulturspezifische Elemente aus. |
Der Buddhismus kam aber ursprünglich durch Rezeption und nicht durch Lehre nach Europa. Die Lams vermitteln wenn schon den tibetischen Buddhismus, welcher eine Abspaltung des Mahayana-Buddhismus ist, welcher wiederum vom der ursprünglichen Gemeinde abgespalten ist.
Zumal sich die Fixierung auf das kurzzeitige Heil kulturwissenschaftlich schon erfasst wurde.
| Zitat: |
| Ein Weg, aber nicht der einzige. |
Nur der Weg der Buddhas gilt als wirklich effektiv. Kennst du das Gleichnis mit dem Elefanten, den Blinden und dem lachenden König?
| Zitat: |
| Man kann ihn auch als Laie ganz gut leben, darum hat sich Buddha auch gekümmert. |
Leben, aber nicht das Heil erlangen und hier rede ich wieder nicht von den Quellen, welche die Mahayanins sich dann Jahrhunderte später aus der Tasche gezogen haben.
| Zitat: |
| Es gab schon zu Zeit Buddha Laiengemeinschaften, die sind mit dem Klosterleben eng verknüpft. |
Ja, irgendwer muss man die Bettelmönche versorgen. Das Heil können die Laien aber nicht erlangen.
| Zitat: |
| Der Dharma ist letztendlich ein Werkzeug zur Erleuchtung - mehr nicht. |
Sowohl zum kurzzeitigen, als auch zum langzeitigen Heil. Aber eben deswegen hat es einen Anspruch auf Vollständigkeit.
|
|
|
|
| Zitat: |
| Weil Buddha sehr klar gemacht hat, was er meint und was er nicht meint. Er hat klar gemacht, dass er die Erleuchtung selbst gefunden har und ein Prophet/Gottesgesandter ist. Das hat nichts mit Paragraphenreiterei zu tun. |
Ich würde mich freuen, wenn auch Buddhisten für ihre Behauptungen Quellen angeben, wie dies ja allgemein bei solchen Diskursen sinnvoll ist.
Und so eindeutig, wie du dies hier darstellst, ist das alles nicht wirklich, siehe meine vorherigen Posts.
| Zitat: |
| Mohammed scheint eine inhaltliche Kontinuität mit dem AT herzustellen, an das NT kann der Islam meiner Meinung nach nicht anknüpfen. |
Christliche Apologie der 50iger/60iger Jahren.
| Zitat: |
| Die Bahai-Interpretation von Maitreya widerspricht allen buddhistischen Prophezeiungen. |
,
Welcher denn genau? Auf welche Quelle beziehst du dich?
| Zitat: |
| Viele Wege führen ins Nirvana. |
Siehe das Gleichnis mit den Blinden und den Elefanten.
Liebe Grüße, Tobias
|
|
|
|
@ yogi
| yogi hat folgendes geschrieben: |
| Weil Buddha sehr klar gemacht hat, was er meint und was er nicht meint. Er hat klar gemacht, dass er die Erleuchtung selbst gefunden har und ein Prophet/Gottesgesandter ist. Das hat nichts mit Paragraphenreiterei zu tun. |
Sehr wohl hat es damit etwas zu tun. Du siehst die Weisheit in der Verschiedenheit der Wortlaute nicht. Den Weg der Erleuchtung selber gegangen zu sein oder von Gott gesandt zu sein ist im Wesen eins.
Auch die, die sagen sie seien "Gesandte Gottes" haben sich aus eigener Entscheidung heraus von allem auf der Welt gelöst und gereinigt, um so geistig empfänglich zu werden.
Jesus verbrachte 40 Tage in der Wüste, Moses auch, Mohammed meditierte in der Höhle Hira, Bahaullah verbrachte einige Zeit als Derwisch.
Indem sie allerdings darlegen, dass sie lediglich selbstlose Sklaven eines Gottes seien drücken sie aus keinen Willen mehr zu haben und verweht zu sein. Sie opfern sich so sehr auf, dass sie selbst ihr eigenes Seelenheil nicht mehr sich selbst zuschreiben.
Andersherum, wenn Siddharta Gautama sagt er sei den Weg selber gegangen und sei kein Gesandter irgendeines Gottes so drückt dies aus, dass er eben keinem Vorbild gefolgt ist. Er stand nicht im Schatten von Überlieferungen und Traditionen, die von früheren Buddhas errichtet wurden. Denn jeder Buddha war früher ein Gott für die Inder und er ist eben kein Gesandter dieser Götter, sondern besitzt seine eigene Stufe. Dass seine Stufe einzigartig war sieht man daran, dass er sagte "ich bin weder Gott noch Mensch".
LG
|
|
|
|
Die diskussion über den buddhistischen Werdegang ist ja ganz nett und interessant, aber habt Ihr schon mal auf das Thema geschaut? Wo ist bitte da der Zusammenhang? Und in diesem Thread interessiert mich primär das Thema selber und nicht diese sekundären Ausflüge, der eigentlichen Randerscheinungen innerhalb dieses Threads langsam zum Hauptthema werden... Danke!
Gruß
|
|
|