|
|
|
| Zitat: |
| Das hat dann aber lediglich mit meinem Karma zu tun, sprich meiner Lebensweise gegenüber meiner Umwelt usw., aber nicht damit, ob ich eine Lehraussage annehme oder ablege. |
Nur das letztendlich die Lehre Buddhas als einzig wirklich effektiver Weg das Karma zu bessern oder gar direkt ins Nirvana einzugehen. Kennst du das Gleichnis mit den Blinden, den Elefanten und dem lachenden König?
| Zitat: |
| Ein kleiner aber klarer Unterschied! Im Christentum wie auch im Islam wird ja bereits die Glaubensablehnung mit Strafe belegt (irgendwie muß man ja versuchen, seine Schäfchen bei der Herde zu halten). Hierin liegt auch für mich der Unterschied, dass der Buddhismus keine Religion in dem Sinne ist, was bspw. theistische Religionen, wie Christentum oder Islam vertreten! |
Das Ablehnen Buddhas hat aus buddhistischer Sicht auch negative Folgen. Auch wenn dies von Buddhisten im Westen eben nicht betont wird. Zumal auch der Buddhismus eine Gemeinschaft kennt und eine Organisationsstruktur kennt, nämlich in Form der Ordensgemeinschaften, welche sogar recht strikt und genau geordnet sind. Das die Regeln für die Ordensgemeinschaft im Pali-Kanon der historisch wohl am besten überlieferte Text ist, spricht hier Bände.
Du kannst ja gern privat den Buddhismus als unverbindliche Philosophie sehen, aber am buddhistischen Primärschriften lässt sich das gewiss nicht festmachen.
Liebe Grüße, Tobias
|
|
|
|
@Tobias
| Zitat: |
| Zumal auch der Buddhismus eine Gemeinschaft kennt und eine Organisationsstruktur kennt, nämlich in Form der Ordensgemeinschaften, welche sogar recht strikt und genau geordnet sind. |
Ordensgemeinschaften sind doch eine völlig andere Bausstelle. Ein Gelübde hat doch eine ganz andere Bedeutung, als wenn ich mich persönlich zu einer Gemeinschaft bekenne, unabhängig davon, wieweit und intensiv ich zu einer Gemeinschaft stehe.
| Zitat: |
Du kannst ja gern privat den Buddhismus als unverbindliche Philosophie sehen, aber am buddhistischen Primärschriften lässt sich das gewiss nicht festmachen.
|
Wo ist da für Dich das Hindernis, abgesehen davon, dass Deine Formulierung etwas sehr freizügig ist und eine gewisse Ironie erahnen läßt, aber das spielt jetzt sicherlich keine entscheidende Rolle!
Gruß
|
|
|
|
| Zitat: |
| Ordensgemeinschaften sind doch eine völlig andere Bausstelle. Ein Gelübde hat doch eine ganz andere Bedeutung, als wenn ich mich persönlich zu einer Gemeinschaft bekenne, unabhängig davon, wieweit und intensiv ich zu einer Gemeinschaft stehe. |
Der Buddhismus ist aber nun einmal im Ursprung eine Religion, in welcher das letztendliche Heil nur als Mönch (oder Nonne, wobei Buddha davon ja nicht so begeistert war) erlangt werden kann. Geändert hat sich das erst als die Mahayanins sich abgespalten haben und ihre eigenen, historisch sehr sehr zweifelhaften, Quellen aufkamen.
Sicher ist es ein Unterschied einfaches Glaubensmitglied oder Mönch zu sein. Aber wie sehr der Buddhismus, insbesondere der Frühe, auf die Klöster fixiert war, zeigt wie schnell er in Indien ausstarb, als die muslimischen Besatzer gegen die Klöster vorgingen. Der Hinduismus dagegen bestand trotzdem weiter und das in weiten Teilen der Bevölkerung.
| Zitat: |
| Wo ist da für Dich das Hindernis, abgesehen davon, dass Deine Formulierung etwas sehr freizügig ist und eine gewisse Ironie erahnen läßt, aber das spielt jetzt sicherlich keine entscheidende Rolle! |
Das war nicht ironisch gemeint. Es ist nun einmal so, dass es in Europa und Nordamerika ja immer üblicher wird, das sich die Menschen irgendwelche Religionen nach persönlichem Gutdünken zusammenstückeln. Dann hast du ja wohl auch das Recht dazu, wo ich mal unterstelle, das du dich mit Religion insgesamt noch mehr beschäftigt hast als die Meisten.
Wie wahrhaftig und ehrlich das Ganze dann ist muss jeder für sich selbst entscheiden.
Also sorry, wenn es falsch rüber kam.
Liebe Grüße, Tobias
|
|
|
|
Lieber Tobias,
global gesehen hast Du da Recht, aber das geht meiner Ansicht nach an der hier dargestellten Thematik vorbei. Buddha hatte sich sehr eindeutig zur Frage von Anfang und Ende geäußert, und damit wohl auch zur Gottesfrage: Nicht erkennbar.
Was dann damals vor immerhin 2.500 Jahren in all den Entwicklungen passiert ist, was hat es damit zu tun, seine Lehren, seine Aussagen, die im Menschen positives erzeugen, nicht wahrzunehmen und umzusetzen?
Da ich nur einen Bruchteil seiner Weisheiten gelesen bzw. zur Kenntnis genommen habe, würde ich auch nie behaupten, dass ich ein Buddhist bin. Dafür weiß ich viel zu wenig aus seinen Lehren. Das berührt allerdings nicts davon, dass ich in vielen Dinge buddhistisch orientiert lebe - auch ohne volle Kenntnisnahme der Lehre. Dennoch kann ich hier keinen Ansatz für eine typische Religion erkennen, so wie wir es in unserem Sprachgebrauch kennen! - Von daher auch meine kritische Bemerkung zu Deinem Ausdruck einer "göttlichen Manifestation".
Wenn Du allerdings eine Göttlichkeit auch außerhalb der üblichen religionsbesetzten Definitionen siehst, sieht diese Begriffsdefinition auch für mich schon ganz anders aus....
Liebe Grüße
|
|
|
|
Nachtrag an Dich Tobias!
| Zitat: |
| Im gesamten Buddhismus ist die Hölle als Naraka/Niraya bekannt. |
In Deinem Link steht ein ganz entscheidender Satz, der wohl sämtliche Assoziationen "wegfegt", die auf Grund Deiner so gemachten Aussage entstehen könnten: Kein Vergleich möglich, mit dem Höllenbild, was aus der christl. Darstellung stammt!
Dass ein karmabedingtes "weiteres Leben" die Hölle sein kann, bezweifele ich nicht!
Gruß
|
|
|