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Diese Debatte um den Wortlaut von Offenbarungen errinert mich irgendwie an diesen Koranvers:
3:7 Er ist es, Der dir das Buch herabgesandt hat. Darin sind eindeutig klare Verse sie sind die Grundlage des Buches und andere, die verschieden zu deuten sind. Doch diejenigen, in deren Herzen (Neigung zur) Abkehr ist, folgen dem, was darin verschieden zu deuten ist, um Zwietracht herbeizuführen und Deutelei zu suchen, (indem sie) nach ihrer abwegigen Deutung trachten. Aber niemand kennt ihre Deutung außer Allah. Diejenigen aber, die ein tiefbegründetes Wissen haben, sagen: "Wir glauben wahrlich daran. Alles ist von unserem Herrn." Doch niemand bedenkt dies außer den Einsichtigen.
Der Streit darum ob jetzt Buddha von sich sagt, er lehre keinen Gott und Bahaullah sagt er lehre einen Gott, der hocherhaben und mit keinem Gott zu vergleichen ist betrachte ich als Zeitverschwendung und Paragraphenreiterei bzw. Herumdeuterei.
Fakt ist, dass egal wie die Wortlaute ihrer Offenbarungen klingen zielen eben Buddha und Bahaullah, meiner Meinung nach, auf das selbe Ziel. Wer da Unterschiede sucht möchte letztenendes das Seelenheil nur für sich beanspruchen und es anderen verwehren.
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Wenn der eine, wahre Gott – gepriesen sei Seine Herrlichkeit – sich den Menschen offenbart, verfolgt Er das Ziel, die Edelsteine ans Licht zu bringen, die in den Gesteinsadern ihres wahren inneren Selbstes verborgen liegen... Daß den verschiedenen Gemeinschaften der Erde und den mannigfaltigen religiösen Glaubenssystemen niemals erlaubt sein sollte, feindselige Gefühle unter den Menschen zu nähren, gehört an diesem Tage zum Wesen des Gottesglaubens und Seiner Religion. Diese Grundsätze und Gesetze, diese fest begründeten, machtvollen Systeme entspringen einer einzigen Quelle und sind die Strahlen desselben Lichtes. Daß sie voneinander abweichen, ist den unterschiedlichen Erfordernissen der Zeitalter zuzuschreiben, in denen sie verkündet wurden.
(Baha'u'llah, 132:1 Aehrenlese)
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@Tobias
Du unterliegst einem Irrtum:
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| Wer sagt dir, dass Buddha wirklich ein erleuchteter war und wer, dass er es wirklich von allein geschafft hat? Wie willst du das beweisen? |
Warum sollte das bewiesen werden? Zu jeder seiner Aussage kann ich frei entscheiden, ob ich sie annehmen will oder nicht. Wenn ich nein sage, gibt es da keine Drohung, was für eine Höllenerfahrung mich erwarten könnte. - Religion und Erkenntnislehre sind nun mal nicht gleich. Im Letzteren entscheide ich selber, ob ich annehme oder nicht, insbesondere, was eine Aussage angeht. Auf Letzteres hat Buddha selbst hingewiesen, dass diese kritische Einstellung auf keinen Fall verloren gehen sollte!
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| für Bahá'í ist Buddha eine Manifestation Gottes |
In meinen Augen eine Anmaßung! Wieso wird bei diesem Menschen in der Form Gott mit ins Spiel gebracht? Dieser Protektion kann ich nur widersprechen!
Liebe Grüße!
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| Wenn ich nein sage, gibt es da keine Drohung, was für eine Höllenerfahrung mich erwarten könnte. |
Das stimmt so nicht. Sehr wohl kennt der Buddhismus die Wiedergeburt in qualvollen Zuständen, z.B. im tibetischen Buddhismus als Geister oder Hunger/Höllengeister, welche dann eine ganze Weile leiden.
Im gesamten Buddhismus ist die Hölle als Naraka/Niraya bekannt. Einige Informationen dazu hier:
http://en.wikipedia.org/wiki/Naraka_(Buddhism)
| Zitat: |
| Religion und Erkenntnislehre sind nun mal nicht gleich. Im Letzteren entscheide ich selber, ob ich annehme oder nicht, insbesondere, was eine Aussage angeht. Auf Letzteres hat Buddha selbst hingewiesen, dass diese kritische Einstellung auf keinen Fall verloren gehen sollte! |
Auf eine Quelle dazu aus einem buddhistischen Primärtext warte ich noch immer. Im Gegenteil, in meiner letzten Hausarbeit, welche sich mit dem Pali-Kanon beschäftigte musste ich folgendes feststellen:
"Die Suttanta besitzen dabei keinerlei Dramatik, denn Buddha kann immer, ohne jegliches Problem, auf jede Frage überzeugend antworten. Seine Dialogpartner jedoch verfügen immer nur über Unwissen oder Halbwissen. So kann von einem echten Dialog keine Rede sein, vielmehr wird das Mittel der Dialektik benutzt um den anderen zu Überzeugen. Somit handelt es sich in Wahrheit um Lehrreden." (Quellen: Winternitz: A History of Indian Literature Bd. 2 – S. 68; Lingwood: Buddha-Wort – S. 47-48)
Ohne angeben zu wollen, die Note war 1,0 und der korrigierende Dozent selbst Buddhist, so großer Schmarren kann es also nicht gewesen sein. Ob der Buddhismus nun eine Erkenntnislehre oder eine Religion ist ein anderes Thema. Man kann aber davon ausgehen, dass er nur in einigen europäischen Rezeptionen als Erkenntnislehre gesehen wird. Was eben daran liegt, das hier nicht die gesamte Religion vermittelt wurde, sondern nur einige Elemente, nämlich vor allem jene Philosophischen.
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| In meinen Augen eine Anmaßung! Wieso wird bei diesem Menschen in der Form Gott mit ins Spiel gebracht? Dieser Protektion kann ich nur widersprechen! |
Weil Bahá'u'lláh bzw. Abdu'l-Bahá es gesagt haben. Zumal diese Theorie auch bereits im Hinduismus allgemein bekannt ist, wo Buddha als 9. Avatara Vishnus gilt.
Liebe Grüße, Tobias
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@Tobias
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| Das stimmt so nicht. Sehr wohl kennt der Buddhismus die Wiedergeburt in qualvollen Zuständen, z.B. im tibetischen Buddhismus als Geister oder Hunger/Höllengeister, welche dann eine ganze Weile leiden. |
Das hat dann aber lediglich mit meinem Karma zu tun, sprich meiner Lebensweise gegenüber meiner Umwelt usw., aber nicht damit, ob ich eine Lehraussage annehme oder ablege.
Ein kleiner aber klarer Unterschied! Im Christentum wie auch im Islam wird ja bereits die Glaubensablehnung mit Strafe belegt (irgendwie muß man ja versuchen, seine Schäfchen bei der Herde zu halten). Hierin liegt auch für mich der Unterschied, dass der Buddhismus keine Religion in dem Sinne ist, was bspw. theistische Religionen, wie Christentum oder Islam vertreten!
Gruß
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