13.5 Die Herrlichkeit Gottes


13.5 Die Herrlichkeit Gottes


Der Titel »Bahá'u'lláh« ist das arabische Wort für »Herrlichkeit Gottes«, und dieser nämliche Titel wird häufig gebraucht von den hebräischen Propheten für den verheißenen, der in den letzten Tagen erscheinen werde. So lesen wir in Jesaja 40:1-5 :

»Tröstet, tröstet mein Volk! spricht euer Gott. Redet mit Jerusalem freundlich und predigt ihr, daß ihre Knechtschaft ein Ende hat, daß ihre Schuld vergeben ist; denn sie hat doppelte Strafe empfangen von der Hand des Herrn für alle ihre Sünden. Es ruft eine Stimme: In der Wüste bereitet dem Herrn den Weg, macht in der Steppe eine ebene Bahn unserm Gott! Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden, und was uneben ist, soll gerade, und was hügelig ist, soll eben werden; denn die Herrlichkeit des Herrn soll offenbart werden, und alles Fleisch miteinander wird es sehen.«

Wie die zuvor erwähnte Prophezeiung wurde auch diese teilweise erfüllt durch das Kommen Christi und seines Vorläufers, Johannes des Täufers; aber nur teilweise, denn in den Tagen Christi war das Kriegsleben Jerusalems noch nicht zu Ende. Viele Jahrhunderte bitterer Prüfung und Erniedrigung waren ihm noch vorbehalten. Mit dem Kommen des Báb und Bahá'u'lláhs beginnt jetzt aber die vollständigere Erfüllung sich zu zeigen, denn schon sind Anzeichen lichterer Tage für Jerusalem und Aussichten auf eine friedvolle und herrliche Zukunft festzustellen.

Andere Prophezeiungen sprechen von dem Erlöser Israels, der Herrlichkeit des Herrn, daß Er kommen werde ins Heilige Land von Osten, vom Aufgang der Sonne her. Nun erschien Bahá'u'lláh in Persien, das ostwärts von Palästina gelegen ist, gegen Aufgang der Sonne hin, und Er kam nach dem Heiligen Land, wo Er die letzten vierundzwanzig Jahre seines Lebens zubrachte. Wäre Er hierhergekommen als freier Mann, könnten die Menschen sagen, daß dies eine List eines Betrügers sei, um den Prophezeiungen zu entsprechen. Aber Er kam als Verbannter und Gefangener. Er wurde dorthin verschickt durch den Sháh von Persien und den Sultán der Türkei, welche schwerlich der Absicht verdächtigt werden können, daß sie Beweise für den Anspruch von Bahá'u'lláh hätten schaffen wollen, Er sei die »Herrlichkeit Gottes«, deren Kommen die Propheten vorhersagten.