13.7 Der Tag Gottes


13.7 Der Tag Gottes

Das Wort »Tag« in solchen Ausdrücken, wie »Tag Gottes« und »letzter Tag« wird dahin ausgelegt, daß es »Sendung«¹ bedeutet. Jeder der großen Religionsgründer hat seinen »Tag«. Jeder gleicht einer Sonne. Ihre Lehren nehmen ihren Anfang, ihre Wahrheit erleuchtet schrittweise mehr und mehr den Geist und die Herzen der Menschen, bis sie den Zenith ihres Einflusses erreichen. Dann werden sie nach und nach verdunkelt, entstellt und verdorben, und Finsternis überschattet die Erde, bis die Sonne eines neuen Tages aufgeht. Der Tag der allerhöchsten Manifestation Gottes ist der »letzte Tag«, weil es ein Tag ist, der nimmer enden und nicht von der Nacht überwältigt werden soll. Seine Sonne soll nie untergehen, sondern soll die Seelen der Menschen in dieser Welt und in der kommenden Welt erleuchten. In Wirklichkeit geht keine der geistigen Sonnen unter. Die Sonnen von Moses, Christus und Muhammad und allen andern Offenbarern scheinen immer noch am Himmel mit unvermindertem Licht. Aber irdische Wolken haben ihre Strahlen den Menschen verborgen. Die erhabene Sonne von Bahá'u'lláh wird endlich diese finsteren Wolken zerteilen, damit die Menschen aller Religionen sich in dem Lichte aller Offenbarer erfreuen werden und wie ein Herz den einen Gott anbeten, dessen Licht alle Manifestationen widergespiegelt haben.

¹ d.h. der ganze Zyklus eines Offenbarers