13.11 Die Zeit des Endes


13.11 Die Zeit des Endes

Christus und seine Apostel erwähnten viele Zeichen, welche die Zeiten der »Wiederkunft« des Menschensohns in der Herrlichkeit des Vaters erkennen lassen. Christus sagt (Luk.21:20-24):

»Wenn ihr aber sehen werdet Jerusalem belagert von einem Heer, so merket, daß herbeigekommen ist ihre Verwüstung ... Denn das sind die Tage der Vergeltung, daß erfüllt werde alles, was geschrieben ist ... Denn es wird große Not auf Erden sein und ein Zorn über dies Volk, und sie werden fallen durch des Schwertes Schärfe und gefangen geführt unter alle Völkern und Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis daß der Heiden Zeit erfüllt ist.«

Wieder sagte Er (Matth.24:4-14):

»Sehet zu, daß euch nicht jemand verführe. Denn es werden viele kommen unter Meinem Namen und sagen: `Ich bin der Christus` und werden viele verführen. Ihr werdet hören von Kriegen und Kriegsgeschrei; sehet zu und erschrecket nicht. Denn das muß so geschehen; aber es ist noch nicht das Ende. Denn es wird sich empören ein Volk wider das andere und ein Königreich wider das andere, und werden sein Pestilenz und teure Zeit und Erdbeben hin und her. Das alles aber ist der Anfang der Wehen. Alsdann werden sie euch überantworten in Trübsal und werden euch töten. Und ihr werdet gehaßt werden um Meines Namens willen von allen Völkern ... Und es werden sich viele falsche Propheten erheben und werden viele verführen. Und weil der Unglaube wird überhandnehmen, wird die Liebe in vielen erkalten. Wer aber beharret bis ans Ende, der wird selig. Und es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen.«

In diesen zwei Stellen sagt Christus in klaren Ausdrücken, ohne Schleier oder Verhüllung, die Dinge voraus, die sich vor dem Kommen des Menschensohns ereignen müssen. Während der Jahrhunderte, die verflossen sind, seit Christus sprach, hat sich jedes dieser Zeichen erfüllt. Jeweils im letzten Teil beider Stellen erwähnt Er ein Ereignis, das die Zeit des Kommens kennzeichnen wird; in dem einen Fall die Beendigung der Verbannung der Juden und die Wiederherstellung von Jerusalem, im andern das Predigen des Evangeliums in aller Welt. Es ist überraschend, daß diese beiden Zeichen sich in unseren eigenen Tagen wörtlich erfüllt haben. Wenn diese Teile der Prophezeiung so wahr sind wie das übrige, so folgt daraus, daß wir in der »Zeit des Endes« leben, von der Christus sprach.

Auch Muhammad erwähnt gewisse Zeichen, die bis auf den Tag der Auferstehung fortbestehen. Im Qur'án lesen wir:

»Als Gott sagte: `Jesus! Ich werde dich abberufen und zu Mir erheben und rein machen, so daß du den Ungläubigen entrückt bist. Und Ich werde bewirken, daß diejenigen, die dir folgen, den Ungläubigen bis zum Tag der Auferstehung überlegen sind. Dann werdet ihr zu Mir zurückkehren. Und Ich werde zwischen euch entscheiden über das, worüber ihr uneins waret ...`«¹

»Die Juden sagen: `Die Hand Gottes ist gefesselt`. Ihre eigenen Hände sollen gefesselt sein, und verflucht sollen sie sein für das, was sie sagen. Nein! Er hat seine beiden Hände ausgebreitet und spendet, wie Er will. Was von deinem Herrn zu dir herabgesandt worden ist, wird sicher viele von ihnen in ihrer Widersetzlichkeit und ihrem Unglauben noch bestärken. Und Wir ließen unter ihnen Feindschaft und Haß entstehen bis zum Tag der Auferstehung. Sooft sie ein Feuer zum Krieg anzünden, löscht Gott es aus.«²

»Und von denen, die sagen: `wir sind Christen`, haben Wir ihre Verpflichtung entgegengenommen. Aber dann vergaßen sie einen Teil von dem, womit sie erinnert worden waren. Und da erregten wir unter ihnen Feindschaft und Haß bis zum Tag der Auferstehung. Aber Gott wird ihnen Kunde geben über das, was sie getan haben.«³

Auch diese Worte haben sich wörtlich erfüllt in der Unterwerfung der Juden unter die christlichen und muslimischen Völker und in dem Sektenwesen und dem Streit, der sowohl Juden wie Christen unter sich uneins machte, während all der Jahrhunderte, seit Muhammad sprach. Erst seit dem Beginn des Bahá'í-Zeitalters, des Tages der Auferstehung, beginnen die Zeichen des herannahenden Endes dieser Zustände in Erscheinung zu treten.

¹ (Qur'án 3:55) ² Qur'an 5:64 ³ Qur'án 5:14