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Wie findet ihr den Papst?












Hallo zusammen

Offenbar muss ich noch einmal von katholischer Seite ein paar weitere Dinge ansprechen, die vielleicht helfen das Papsttum besser zu verstehen.

Der Papst ist ein Mensch, der an der Spitze der katholischen Kirche steht (katholisch = weltumfassend; Kirche = Gemeinschaft der Glaubenden untereinander und mit Gott).

Er sieht sich selbst nicht als Chef oder Vorgesetzter oder einzig Wissender unter einem Haufen von 1.2 Milliarden Unwissenden. Er sieht sich als "bescheidener Arbeiter im Weinberg des Herrn" (Zitat Benedikt XVI. bei seiner Antrittsrede). Diese Darstellung widersagt jedem Grössenwahn.

Der Papst ist nur Fleisch von unserem Fleisch und ein begrenzter Mensch. Er ist, wie alle Menschen, Sünder und spirituelles Wesen zugleich. Die Kirche als Gemeinschaft der Glaubenden mit Gott ist ebenfalls heilig und sündhaft zugleich. Wir alle haben Geist und Körper, Spiritualität und sündhaftes Fleisch. So auch der Papst - er ist nicht Gott, er ist nur sein "Stellvertreter" (Bezeichnung ist eher volkstümlich) und er behauptet nicht, dass er ein vollkommener ist. Nur ein "bescheidener Arbeiter". Mehr als einen "unvollkommenen Menschen" können wir hier auf der Erde eben nicht aufbieten. Aber wir haben den Heiligen Geist. Und er erfüllt ihn zutiefst.

Und mit dem Heiligen Geist, einem Geschenk Gottes, hat sich der Papst innerhalb der Organisation der katholischen Kirche durch seine fast beispiellose Bildung, seinen tiefen Glauben, seine grenzenlose und selbstlose Liebe für den Menschen (katholische Geistliche geben im Gegensatz zu manch anderen viel auf, wenn sie sich für diesen Weg entscheiden) und seine unerschütterliche Hoffnung auf das Wirken des Heiligen Geistes an die Spitze gearbeitet - oder je nach Sichtweise: wurde von Gott in dieses Schicksal befohlen.

Daher ist er der Mann, der nicht nur die Aufgabe bekommen hat diese Kirche zu führen, sondern auch unter den Menschen auf der Erde einer derjenigen ist, die am ehesten die notwendigen Eigenschaften dazu mitbringen.

Wenn die Kirche einig sein will, tut sie gut daran einen solchen Papst zu haben, der eine gemeinsame Richtung vorlebt, der eine abschliessende Interpretationslehre der Schrift verantwortet. Der vereint und versöhnt und einen Dialog mit anderen Religionen auf höchstem Niveau führt. Ihm müssen wir Christen vertrauen (daher der Unfehlbarkeitsgedanke), und dem Heiligen Geist in ihm müssen wir vertrauen.

Und das ist gar nicht so schlecht, denn Gott erfüllt jeden von uns aus Liebe mit dem Heiligen Geist so viel und so intensiv, wie wir es zulassen. Wenn wir also dem Papst vertrauen, vertrauen wir dem Heiligen Geist. Der Grund, warum der ein oder andere Papst in der Geschichte, dieses Vertrauen enttäuscht hat, ist der, dass er die Füllung seines Geistes durch den Heiligen Geist nicht zugelassen hat. Dieses Risiko besteht immer. Aber unsere Gebete sind stets mit ihm.

Grüsse,
Andreas
SkyisOver,
Du übertreibst.
Ja stimmt... ist wirklich übertrieben und dazu auch noch in rauem Ton geschrieben.
Der Papst scheint ja nett zu sein aber das sind viele andere Menschen auch. Für viele Menschen ist es auch gut, wenn sie ein katholisches Oberhaupt haben.

Wobei ich noch das Wort "Unfehlbarkeitsdogma" in den Raum werfen will. Ist ja irgendwie schon ein Zeichen von "Grössenwahn"

Gruss
Zitat:
So auch der Papst - er ist nicht Gott, er ist nur sein "Stellvertreter"


Falsch der Papst ist Vicarius Iesu Christi — „Stellvertreter Jesu Christi“
Eines muss man doch dem Papst nun wirklich mit dem Auge der Gerechtigkeit lassen: Er trägt eine große Bürde auf den Schultern.

Ich kann mir keinesfalls vorstellen, dass der Papst machtsüchtig ist, denn so egal kann ihm das Jenseits und die Gerechtigkeit Gottes nicht sein, als dass er vorsetzlich weltliches Verlangen anstrebt.

Immerhin trägt er die geistige Verantwortung von über einem drittel der Weltbevölkerung ! Das sollte man sich mal wirklich auf der Zunge zergehen lassen.
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