14.2 Napoleon III.


14.2 Napoleon III.

Im Jahre 1869 schrieb Bahá'u'lláh an Napoleon III. und tadelte ihn wegen seiner Kriegslust und der Verachtung, mit welcher er einen früheren Brief von Bahá'u'lláh behandelt hatte. Das Sendschreiben enthält folgende ernste Warnung (Verkündigung S.34):

»Für das, was du getan hast, soll dein Reich in Verwirrung gestürzt werden; deine Herrschaft soll deinen Händen zur Strafe für das, was du verübtest, entgleiten. Dann wirst du erkennen, wie sehr du dich geirrt hast. Aufruhr wird das ganze Volk des Landes ergreifen, es sei denn, du hilfst dieser Sache und folgst Ihm, dem Geist Gottes ( Jesus), auf diesem, dem Geraden Pfad. Hat dich dein Pomp stolz gemacht? Bei Meinem Leben! Er soll nicht von Dauer sein, nein, er soll bald dahinschwinden, es sei denn, du hälst dich standhaft an dieses feste Seil. Wir sehen Erniedrigung dich verfolgen, während du zu den Achtlosen gehörst. Es geziemt dir, wenn du Seine Stimme vom Throne der Herrlichkeit rufen hörst, alles wegzuwerfen, was du besitzest, und laut zu antworten: `Hier bin ich, o Du Herr all dessen, was im Himmel und auf Erden ist!`«

Es ist unnötig zu sagen, daß Napoleon, der damals auf dem Höhepunkt seiner Macht stand, dieser Warnung kein Gehör schenkte. Im Jahr darauf fing er Krieg mit Preußen an, fest überzeugt, daß seine Truppen leicht Berlin einnehmen könnten. Aber die von Bahá'u'lláh vorausgesagte Tragödie ereilte ihn. Er wurde geschlagen, bei Saarbrücken, bei Weißenburg, bei Metz, und endlich in dem zermalmenden Zusammenbruch bei Sedan. Er wurde dann als Gefangener nach Preußen gebracht und fand zwei Jahre später ein jämmerliches Ende in England.