14.3 Deutschland


14.3 Deutschland

Später ließ Bahá'u'lláh eine gleich feierliche Warnung an die Besieger Napoleons ergehen, die ebenfalls auf taube Ohren stieß und eine schreckliche Erfüllung fand. Im Buch Aqdas, das in Adrianopel begonnen und in den ersten Jahren der Gefangenschaft von Bahá'u'lláh in 'Akká vollendet wurde, wandte Er sich an den Kaiser von Deutschland wie folgt (Verkündigung S.51):

»O König von Berlin! ... Denke an den (Napoleon III.), dessen Macht deine Macht überragte und dessen Rang deinen Rang übertraf. Wo ist er? Wohin ist entschwunden, was er besaß? Sei gewarnt und sei nicht einer der tief Schlafenden. Er warf das Tablet Gottes beiseite, als Wir ihm kundtaten, was die Scharen der Tyrannen Uns erdulden ließen. Darum überfiel ihn Unglück von allen Seiten, und er starb in großem Verlust. Denke gut über ihn nach, o König, und über solche, die gleich dir Städte erobert und über Menschen geherrscht haben. Der Barmherzigste brachte sie herab von ihren Palästen in das Grab. sei gewarnt! Sei einer von denen, die überlegen! ... O Ufer des Rheins! Wir haben euch mit Blut bedeckt gesehen, denn die Schwerter der Vergeltung wurden gegen euch gezückt; und es soll noch einmal geschehen. Und Wir hören das Wehklagen Berlins, obgleich es heute in sichtbarem Ruhme strahlt.«

Während der Zeit der deutschen Erfolge im großen Krieg von 1914 bis 1918 und ganz besonders während der letzten großen deutschen Offensive im Frühjahr 1918 wurde auf diese wohlbekannte Prophezeiung von den Gegnern der Bahá'í-Religion in Persien immer wieder hingewiesen, um damit Bahá'u'lláh zu verunglimpfen. Aber als der Vormarsch der siegreichen Deutschen sich plötzlich in eine vernichtende Niederlage verkehrte, in überwältigendes Unheil, da fielen die Bemühungen dieser Gegner der Bahá'í-Sache auf sie selbst zurück, und die Verbreitung, zu der sie der Prophezeiung verholfen hatten, wurde ein wirkungsvolles Mittel zur Erhöhung des Ansehens von Bahá'u'lláh.