14.4 Persien


14.4 Persien

Im Buch Aqdas, das geschrieben wurde, als der tyrannische Násiri'd-Dín Sháh auf der Höhe seiner Macht stand, segnet Bahá'u'lláh die Stadt Tihrán, die Hauptstadt Persiens und sein eigener Geburtsort, und sagt von ihr (ÄL Kap.56):

»Lasse dich durch nichts betrüben, o Land von Tá (Tihrán), denn Gott hat dich erwählt, damit du zur Quelle der Freude für die ganze Menschheit wirst. Wenn es sein Wille ist, wird Er deinen Thron mit einem gerechten Regenten segnen, der die Herde Gottes, die von den Wölfen zerstreut wurde, sammelt. Ein solcher Herrscher wird mit Freude und Frohsinn sein Antlitz dem Volke Bahás zuwenden und ihm seine Gunstbeweise bezeigen. Er wird in der Tat in den Augen Gottes als Kleinod unter den Menschen gelten. Auf ihm ruhe immer die Herrlichkeit Gottes und die Herrlichkeit aller, die im Reiche seiner Offenbarung wohnen.«

»Jauchze freudig, denn Gott hat dich zum `Aufgangsort seines Lichtes` gemacht, da in dir die Offenbarung seiner Herrlichkeit geboren wurde. Freue dich über den dir verliehenen Namen, einen Namen, durch den die Sonne der Gnade ihren Glanz aussandte und durch den Erde und Himmel erleuchtet wurden.«

»Bald werden sich in dir die Zustände ändern, und die Zügel der Macht werden in die Hände des Volkes übergehen. Wahrlich, dein Herr ist der Allwissende, seine Macht umfaßt alle Dinge. Bleibe zuversichtlich in der gnädigen Gunst deines Herrn. Das Auge seiner liebenden Gnade wird ewig auf dich gerichtet sein. Der Tag ist nahe, an dem deine Erregung in Frieden und stille Ruhe gewandelt wird. So ist es in dem wunderbaren Buch verordnet worden.«

Jetzt hat Persien erst begonnen, sich von der von Bahá'u'lláh vorausgesagten Epoche der Verwirrung zu erholen. Aber schon ist eine konstitutionelle Regierung errichtet, und es mangelt nicht an Zeichen, daß das Land einer besseren Zukunft entgegengeht.