14.6 Amerika


14.6 Amerika

Im Buch Aqdas, geoffenbart 1873 in 'Akká, wandte Bahá'u'lláh sich an Amerika wie folgt (Verkündigung S.279):

»O Herrscher in Amerika und Präsidenten seiner Republiken! ... Hört auf das, was vom Tagesanbruch der Größe laut geworden ist: Wahrlich, es gibt keinen Gott außer Mir, dem Herrn der Äußerung, dem Allwissenden. Helft dem Zerbrochenen mit der Hand der Gerechtigkeit und werft den überall tätigen Bedrücker mit der Rute der Gesetze eures Herrn, des Verordners, des Allweisen, nieder.«

'Abdu'l-Bahá brachte in Seinen Ansprachen in Amerika und anderswo häufig die Hoffnung, das Gebet und die Versicherung zum Ausdruck, daß das Banner des internationalen Friedens sich zuerst in Amerika erheben werde. In Cincinnati, Ohio, sagte Er am 5. November 1912 (Star of West VI p.81):

»Amerika hat ein edel gesinntes Volk, es ist ein Bannerträger des Friedens in der Welt, das sein Licht über alle Regionen hin verbreitet. Andere Völker sind nicht so ungehindert und frei von Ränken wie die Vereinigten Staaten und sind unfähig, den Weltfrieden zustande zu bringen. Aber Amerika lebt, Gott sei gedankt, im Frieden mit aller Welt und ist würdig, die Flagge der Bruderschaft und des Weltfriedens aufzupflanzen. Wenn der Sammelruf zum internationalen Frieden von Amerika ausgeht, wird die ganze übrige Welt ausrufen: `Ja, wir stimmen zu!` Die Völker eines jeden Himmelsstrichs werden sich in der Annahme der Lehren von Bahá'u'lláh, die vor über fünfzig Jahren geoffenbart wurden, vereinen. In Seinen Sendschreiben forderte Er die Parlamente der Welt auf, die besten und weisesten Menschen zu einem internationalen Weltparlament zu senden, das alle Streitfragen zwischen den Völkern entscheiden und den Frieden festlegen soll ... Dann werden wir das Parlament der Menschen haben, von dem die Propheten geträumt haben.«

Dem Ruf von Bahá'u'lláh und 'Abdu'l-Bahá ist in den Vereinigten Staaten von Amerika bereits in weitem Ausmaße entsprochen worden und in keinem Staate der Welt sind die Bahá'í-Lehren bereitwilliger aufgenommen worden. Die Amerika übertragene Rolle, die Nationen zum Weltfrieden aufzurufen, hat sich aber trotzdem bis jetzt erst teilweise erfüllt, und die Bahá'í erwarten mit Interesse die im Schoße der Zukunft liegende Entwicklung.¹

¹ Es ist interessant, daß die Gründungsversammlung der Organisation der Vereinten Nationen in San Francisco, USA, stattfand.