14.7 Der große Krieg


14.7 Der große Krieg

Sowohl Bahá'u'lláh als 'Abdu'l-Bahá haben bei vielen Gelegenheiten mit erstaunlicher Genauigkeit das Kommen des großen Kriegs von 1914 bis 1918 vorausgesagt. In Sacramento, Kalifornien, sagte 'Abdu'l-Bahá am 26. Oktober 1912:

»Heute gleicht der europäische Kontinent einem Arsenal. Er ist ein Lagerhaus von Sprengstoffen, des Funkens gewärtig, und ein Funken könnte ganz Europa in Flammen setzen, hauptsächlich im jetzigen Augenblick, wo die Balkanfrage vor der Welt steht.«

In vielen seiner Sendschreiben nach Amerika und Europa gab Er ähnliche Warnungen. In einer weiteren Rede in Kalifornien sagte Er im Oktober 1912 (berichtet von Mrs.Corinne True in `The Northshore Review`, 26.Sept.1914 Chicago):

»Wir stehen am Vorabend der Schlacht von Harmagedon, von der im 16. Kapitel der Offenbarung die Rede ist. In zwei Jahren, von jetzt an gerechnet, kann ein einziger Funken ganz Europa in Flammen setzen. Die soziale Unruhe in allen Staaten, der religiöse Skeptizismus, der dem tausendjährigen Reich vorangeht und sich bereits zeigt, wird ganz Europa in Flammen setzen, wie es prophezeit ist im Buch Daniel und im Buch Johannes. Um 1917 werden Königreiche fallen und Umwälzungen werden die Erde erschüttern.«

Am Abend vor dem großen Kampf sagte Er :

»Ein allgemeines Handgemenge der zivilisierten Völker ist in Sicht. Ein furchtbarer Kampf steht bevor. Die Welt befindet sich an der Schwelle eines höchst tragischen Ringens ... Unermeßliche Armeen, Millionen Menschen, werden mobilisiert und an die Grenzen gebracht werden. Sie werden gerüstet sein für den furchtbaren Streit. Die leiseste Reibung wird sie in eine schreckliche Katastrophe stürzen, und es wird ein Brand entstehen, desgleichen in der bisherigen Geschichte des Menschengeschlechts nicht berichtet ist.«¹

Abdu'l-Bahá in Haifa am 3. August 1914. Star of West V p.163